Montag, 23. Januar 2017


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Artenzuwachs, Plandiskussion und viele Besucher - Nationalpark mit guter Bilanz

(lifePR) (Criewen, ) Eindrucksvolle Fortschritte auf vielen Gebieten, so lautet ganz knapp gefasst, die Bilanz 2009 des Nationalparks Unteres Odertal. Bei der heutigen Vorstellung des Jahresberichts konnte Nationalparkleiter Dirk Treichel dies mit vielfältigen Fakten und Beispielen belegen.

Solide im Zeitplan liegt die Erarbeitung des vom Gesetzgeber bis Ende 2011 geforderten Nationalparkplans. Die Erfassung der Lebensräume und von Tier- und Pflanzenarten wurde 2009 weitestgehend abgeschlossen. Die Ziele für den Nationalpark und das für die Erwicklung konkreter Maßnahmevorschläge wichtige Leitbild, die die Schutzgebietsverwaltung im vergangenen Jahr erarbeiteten, werden jetzt öffentlich diskutiert.

Deutliche Konturen hat für alle Beteiligten auch das Unternehmensflurbereinigungsverfahren angenommen. Damit werden die Eigentumsverhältnisse für den Nationalpark neu geordnet. Mit ca. zwei Dritteln der Grundeigentümer sind die sogenannten Plan-Wunsch-Termine durchgeführt worden. Im Nordbereich wurden mit den betroffenen Landwirtschaftsbetrieben Konzepte zur Flächennutzung nach Abschluss des Verfahrens beraten und abgestimmt. Dank Landverzichtserklärungen und durch Wahrnehmung seines Vorkaufsrechtes konnte das Land Brandenburg seinen Eigentumsanteil am Nationalpark um ca. 230 ha steigern.

Noch intensiver arbeitete der Nationalpark mit Naturschutzvereinen und -stiftungen zusammen, die die Weiterentwicklung des Schutzgebiets aktiv unterstützen. Mit dem NABU Regionalverband Schwedt wurde das erfolgreiche Schutzprojekt für die Trauerseeschwalbe fortgeführt, mit dem NABU Landesverband Brandenburg bei der Vorbereitung eines Projektes zum Schutz des Seggenrohrsängers und der Brenndoldenwiesen im Nationalpark kooperiert. Wertvolle Nationalpark-Trockenrasen wurden zudem im Zuge eines Förderprojektes zur Kopplung von Landschaftspflege und Energieholzgewinnung mit der thüringischen Naturstiftung David gepflegt bzw. wiederhergestellt.

Auch Neu- bzw. Wiederfunde von Tier- und Pflanzenarten gehören zur Erfolgsbilanz des letzten Jahres. So wurden erstmals die Kleine und die Große Bartfledermaus im Nationalpark nachgewiesen, die Schwarze Küchenschelle konnte nach über 25 Jahren wieder auf einem Trockenrasen im Süden des Nationalparks entdeckt werden. Bemerkenswert ist auch der erste Nachweis des seltenen Nachtreihers im Nationalpark bei Schwedt.

Wasser- und Watvögel profitierten davon, dass die Nationalparkverwaltung 2009 erstmals den Betrieb des Schöpfwerkes im Polder 10 direkt steuerte. In enger Abstimmung mit den betroffenen Landwirtschaftsbetrieben wurden in dem für die brütenden Vögel besonders wichtigen Zeitraum Mai und Juni deutlich höhere Wasserstände als in den Vorjahren gehalten. Durch Beobachtung und Fang von Jungvögeln konnte der Reproduktionserfolg zahlreicher Arten nachgewiesen werden.

Vor allem aber sorgten die seit 2007 durch Verordnung geregelten Einschränkungen der Angelnutzung zur Brutzeit sowie die mit Nutzungsaufgabe und Wiedervernässung einhergehenden Vegetationsveränderungen im Nationalpark für Bestandszuwachs bei mehreren akut bedrohten Wasservogelarten. Neben der Löffelente mit 20 Brutpaaren und dem Rotschenkel mit 12 Paaren, von denen der Nationalpark jeweils 20 Prozent des brandenburgischen Brutbestandes beherbergt, gilt das auch für die Zwergdommel mit 4 Brutpaaren.

Nicht zuletzt erwies sich der Nationalpark auch 2009 wieder als Besuchermagnet. Fast 20.000 Gäste besuchten in neun Monaten die Ausstellung im Nationalparkhaus, 12 000 Naturinteressierte erkundeten bei rund 450 Nationalpark-Veranstaltungen die Auenlandschaft. Auch die geführten Kanutouren durch die Wasserwildnis des Nationalparks erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Nach 265 Teilnehmern in 2007 und 520 in 2008 nutzten im letzten Jahr 656 Besucher dieses eindrucksvolle Naturerlebnisangebot.

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