Donnerstag, 08. Dezember 2016


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Startschuss für Zentrum für Hochleistungsmaterialien

Technische Universität Hamburg-Harburg und Helmholtz-Zentrum Geesthacht gründen Forschungsverbund

(lifePR) (Kiel, ) Die Technische Universität Hamburg-Harburg (TUHH) und das Helmholtz-Zentrum Geesthacht (HZG) mit Sitz in Schleswig-Holstein gründen das gemeinsame Zentrum für Hochleistungsmaterialien. Im Rahmen einer Pressekonferenz im Hamburger Rathaus haben heute Hamburgs Wissenschaftssenatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt und Schleswig-Holsteins Wissenschaftsministerin Kristin Alheit den neuen Forschungsverbund gemeinsam mit Wissenschaftlern beider Einrichtung vorgestellt. Mit der Gründung wollen das HZG und die TUHH eine kontinuierliche Vernetzung wissenschaftlicher Leistungsträger im Bereich der Materialforschung fördern. Die Kooperationspartner versprechen sich von dem neuen Zentrum einen Ausbau der Lehre und Vorteile in der Ausgestaltung gemeinsamer Professuren. Zudem soll es die Schlagkraft im Wettbewerb um Fördermittel erhöhen.

"Das neue Zentrum für Hochleistungsmaterialien ist eine konsequente Weiterentwicklung der intensiven Zusammenarbeit von Technischer Universität und Helmholtz-Zentrum in der Materialforschung. Es ist zugleich ein Musterbeispiel für strategische Wissenschaftsförderung über Ländergrenzen hinaus", sagte Hamburgs Wissenschaftssenatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt. Schleswig-Holsteins Wissenschaftsministerin Kristin Alheit betonte: "Der neue Forschungsverbund trägt zur weiteren Steigerung der wissenschaftlichen Exzellenz am Helmholtz-Zentrum und der Technischen Universität bei. Er steht exemplarisch für eine gute Zusammenarbeit in Forschung und Wissenschaft zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein".

"Die Pionierarbeit haben die Hamburger und Geesthachter Forscher im Landesexzellenzcluster "Integrated Materials Systems" und im Sonderforschungsbereich "Maßgeschneiderte multiskalige Materialsysteme" geleistet. Jetzt wird diese Grundlage strategisch zu einer sichtbaren materialwissenschaftlichen Einheit ausgebaut", sagt der Wissenschaftliche Geschäftsführer des HZG, Prof. Dr. Wolfgang Kaysser. "Durch das neue Zentrum werden Kräfte gebündelt und Strukturen geschaffen, die für interessierte Partner offen sein werden. Wir wollen damit das größte norddeutsche Forschungszentrum im Bereich Hochleistungsmaterialien schaffen", erklärt der Präsident der TUHH Prof. Dr. Dr. Garabed Antranikian. "Ziel ist, die Materialwissenschaften im Raum Hamburg unter die ersten fünf in der Spitzenklasse der Einrichtungen in Deutschland zu bringen."

Bereits seit 1982 besteht ein Kooperationsvertrag zwischen der TUHH und dem Helmholtz-Zentrum Geesthacht. Um die Kooperation auszubauen, haben beide Partner bereits gemeinsame Berufungen von Institutsleitern oder Professuren vorgenommen. Dieses Vorgehen im neuen Zentrum zu etablieren, bietet Vorteile. Zum Beispiel um hochkarätige Experten zu gewinnen: Standortübergreifende Forschungsgruppen sind aufgrund der doppelten Infrastruktur und der besseren finanziellen Ausstattung attraktiver für gemeinsame Professuren, als Gruppen, die nur auf eine Einrichtung beschränkt sind. Die Partner versprechen sich ebenfalls einen verbesserten Zugang zu Industrieprojekten, da größere komplexe Projekte besser und effektiver gemeinsamen getragen werden können. Außerdem streben sie an, einen Masterstudiengang im Wintersemester 2015 und eine Graduiertenschule im Bereich der Materialwissenschaften einzurichten.

Die Leitung des Zentrums übernimmt ein paritätisch aus TUHH und HZG besetztes vierköpfiges Direktorium, dem ein Expertenbeirat beratend zur Seite steht. Zu den designierten Direktoren zählen vom HZG: Prof. Dr.-Ing. Norbert Huber (HZG), Institutsleiter im Institut für Werkstoffforschung, Teilbereich "Werkstoffmechanik" und Prof. Dr. Thomas Klassen (HZG) Institutsleiter im Institut für Werkstoffforschung, Teilbereich "Werkstofftechnologie". Von der TUHH: Prof. Dr. Gerold Schneider, Leiter des Instituts für Keramische Hochleistungswerkstoffe und Prof. Dr. Bodo Fiedler, Leiter des Instituts für Kunststoffe und Verbundwerkstoffe.

Beide Institutionen bringen einen Großteil ihrer gegenwärtigen Ressourcen an Know-how, Forschungsinfrastruktur und Arbeitsmittel in das neue Zentrum ein und stellen zusätzlich jeweils 100.000 Euro pro Jahr für das Zentrum zur Verfügung. Als langfristige Perspektive ist die Errichtung eines zentralen Gebäudes für die Wissenschaftler und für die Ausbildung von Nachwuchskräften angedacht.

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