Mittwoch, 18. Januar 2017


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Größte Ölwehrübung auf der Elbe - Umweltminister Habeck: "Schiffsunfälle sind eine reale Gefahr für unsere Meere"

(lifePR) (Kiel, ) Zur bisher größten Ölwehrübung auf der Elbe sind heute (1. September) rund 500 Einsatzkräfte zwischen Glücksstadt und Wedel ausgerückt, um die Folgen eines simulierten Schiffsunfalls zu bewältigen. Feuerwehr, Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks und Personal des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN-SH) sowie zahlreiche Ehrenamtliche waren im Einsatz. "Schiffsunfälle sind eine reale Gefahr für unsere Meere. Darauf müssen wir vorbereitet sein, um im Ernstfall alles tun zu können, um unsere Umwelt zu schützen. Das muss geübt werden", sagte Umweltminister Robert Habeck.

Ausgangspunkt der Übung war folgendes Szenario: Auf der Elbe bei Stadersand kollidiert ein großes Containerschiff mit einem kleineren Frachter. Unfähig zu manövrieren und mit einem Leck im Kraftstofftank liegt das Containerschiff auf Grund. Tidestrom und Wind verteilen das Öl zwischen Glückstadt und Wedel an den Elbstrand, ölverschmierte Vögel werden gefunden.

14 Freiwillige Feuerwehren und 10 THW-Ortsgruppen nahmen das Öl am Elbufer nördlich von Kollmar, am Strand bei Hetlingen und im Fährmansander Elbwatt auf. Auf der Elbe bei Kollmar übten Spezialschiffe des LKN-SH die Aufnahme des Öls von der Wasseroberfläche, wobei 7 Kubikmeter Popcorn als umweltverträglicher Ölersatz dienten. Im Naturschutzgebiet auf der Elbinsel Pagensand wurden statt verölter Vögel Plastikattrappen geborgen.

"Trotz des Einsatzes modernster Technik, trotz Ölsperren, Ölauffanggeräten, speziellen Schiffen und Amphibienfahrzeugen wäre in einer echten Situation immer viel Handarbeit zu leisten. Ohne die Hilfe der speziell dafür ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Freiwilligen Feuerwehren und des Technischen Hilfswerkes (THW) und ohne Unterstützung vom Deutschen Roten Kreuz und der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft wäre der Umgang mit einer solchen Situation nicht machbar", sagte Habeck.

Vor Ort wird der Umgang mit Geräten geübt, von denen einige, wie die mobile Baustraße oder das Geländefahrzeug "Polaris", erstmals eingesetzt werden. Immer wieder zu trainieren ist auch die Kommunikation und Koordination der Einsatzstellen an Land und auf dem Wasser mit den regionalen Leitstellen und dem landesweit zuständigen Führungsstab im Husumer LKN-SH.

An Nord- und Ostsee oder auf Schleswig-Holsteins Seeschifffahrtsstraßen finden in jedem Jahr 10 größere und zahlreiche kleine Übungen statt, in denen der Umgang mit Gewässerverunreinigungen trainiert wird. Jährlich gibt es rund 30 reale Fälle in denen der LKN-SH tätig wird. Er arbeitet dabei eng mit den Wasser- und Schifffahrtsämtern und dem Havariekommando des Bundes, der Wasserschutzpolizei, den Feuerwehren und dem Technischen Hilfswerk zusammen.

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