Donnerstag, 08. Dezember 2016


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Arbeitsminister Karl-Josef Laumann: "Wir lassen keinen Jugendlichen auf der Strecke"

"3. Weg in der Berufsausbildung" wird Regelangebot der Bundesagentur für Arbeit in Nordrhein-Westfalen / Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit

(lifePR) (Düsseldorf, ) Nordrhein-Westfalens Arbeitsminister Karl-Josef Laumann schreibt mit dem Pilotprojekt "3. Weg in der Berufsausbildung in Nordrhein-Westfalen" eine Erfolgsgeschichte: Das mit den Partnern im Ausbildungskonsens Nordrhein- Westfalen abgestimmte und 2006 gestartete Modellprojekt wird in das Regelangebot der Bundesagentur für Arbeit in Nordrhein-Westfalen aufgenommen. "Das ist für mich der letzte Beleg, dass der '3. Weg' ein Erfolgsmodell ist", sagte Laumann heute (13. April) in Düsseldorf.

"Gleichzeitig haben wir aus Nordrhein-Westfalen heraus einen entscheidenden bildungspolitischen Impuls gegeben - mittlerweile wurde auf der Bundesebene unser Ansatz einer flexibilisierten und anschlussfähigen Form der Berufsausbildung aufgegriffen", erklärte der Minister.

Mit dem "3. Weg" sei in Nordrhein-Westfalen der Nachweis gelungen, dass ausbildungswillige, aber nicht ausbildungsreife Jugendliche zu einem Berufsabschluss geführt werden können, so Laumann. "Mit rund 88 Prozent bestandenen Abschlussprüfungen kann sich die Erfolgsquote mit Prüfungsergebnissen von Auszubildenden mit betrieblichem Ausbildungsvertrag messen lassen", sagte der Minister.

Der neben der dualen und der schulischen Ausbildung geschaffene "3. Weg" richtet sich an Jugendliche, die aufgrund ihrer persönlichen und schulischen Voraussetzungen kaum Aussichten auf eine klassische Ausbildung haben. Nach dem erfolgreichen Auftakt in 2006 mit 850 Plätzen folgte im Herbst 2008 ein weiterer Ausbildungsdurchgang mit ebenfalls 850 Plätzen.

Die Landesregierung finanziert das Projekt mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) in Höhe von insgesamt 54 Millionen Euro. "Konkret fördern wir jeden Ausbildungsplatz mit 9000 Euro pro Jahr", sagte Laumann. Die Ausbildungsvergütung der Jugendlichen übernehmen die Agenturen für Arbeit sowie die Träger für Grundsicherung.

Als wesentliche Ergänzung der bewährten Angebote zur außerbetrieblichen Berufsausbildung bewertet Christiane Schönefeld, Vorsitzende der Geschäftsführung der NRW-Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit, den '3. Weg': "Wir finanzieren landesweit im Herbst 400 Plätze und ergänzen damit das Angebot an außerbetrieblichen Ausbildungsstellen von insgesamt 8000. Damit kommen wir dem Ziel näher, möglichst alle Jugendlichen ihrem Potenzial entsprechend in das duale Ausbildungssystem zu integrieren. Die zusätzlichen Maßnahmen des '3. Weges' passen sich in die Angebote der Bundesagentur für Arbeit hervorragend ein. In NRW führen wir die Schüler sehr früh mit dem Netzwerk der vertieften Berufsorientierung an die Berufswelt heran und ergänzen das Ausbildungsangebot mit gezielten Fördermaßnahmen. Dieses Ineinandergreifen macht das Angebot für die Jugendlichen und die Fachkräfte suchende Wirtschaft so wichtig und erfolgreich." Für 2009 bezifferte Schönefeld die Ausgaben für die überbetriebliche Ausbildung in den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern auf über 200 Millionen Euro. "In diesem Jahr planen wir eine Erhöhung um gut 10 Prozent."

"Wir lassen keinen Jugendlichen auf der Strecke", sagte Minister Laumann. Beim "3. Weg in der Berufsausbildung" werden Lehrinhalte in Ausbildungsbausteine gegliedert, damit das Lernen übersichtlicher wird. Außerdem werden die Bausteine selbst bei einem Abbruch der Ausbildung von den Kammern bescheinigt, so dass die Beschäftigungschancen der Betroffenen auf dem Arbeitsmarkt steigen. Jugendliche haben zudem eine garantierte Lehrzeit von bis zu fünf Jahren, selbst eine Unterbrechung von mehreren Monaten ist möglich. Allerdings liegt die tatsächliche Verlängerung der Ausbildung zwischen 6 und 12 Monaten. In enger Abstimmung mit den Berufskollegs entwickeln Ausbilder, Sozialpädagogen und Stützlehrkräfte individuelle Förderpläne für die Jugendlichen.

"Mit dem '3. Weg' haben wir ein innovatives und praxistaugliches Förderkonzept geschaffen, das jetzt zu Recht von der Bundesagentur für Arbeit aufgegriffen und fortgesetzt wird", sagte der Minister abschließend.

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