Sonntag, 11. Dezember 2016


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60 Jahre und kein bisschen leise

Der Mieterbund Mittelrhein feiert sein 60-jähriges Bestehen

(lifePR) (Koblenz, ) Es war der 29. Juli 1955, als der damalige Vorstand den "Mieterverein Neuwied e.V." in das Vereinsregister des Amtsgerichtes eintragen ließ. 60 Jahre später nahm dies der Verein, inzwischen "Mieterbund Mittelrhein e.V.", zum Anlass, diesem Ereignis einmal zu gedenken. So kamen viele Gäste aus der Landes- und Kommunalpolitik, aber auch von Organisationen wie "Haus und Grund" oder der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz zu der Feierstunde, um deutlich zu machen, dass diese Gründung ein wichtiger Baustein des sozialen Gefüges dieser Region ist.

Der 1. Vorsitzende des Mieterbundes Mittelrhein, Dietrich Rühle, gab einen Rückblick auf jenes Gründungsjahr 1955. Rühle berichtete, dass der damals noch kleine Verein, dessen Mitglieder anfangs bequem in einem Bus Platz gefunden hätten, später die Mietervereine Koblenz, Andernach und Boppard übernahm und daher 1974 in "Mieterbund Neuwied- Koblenz und Umgebung e.V." umbenannt wurde. "Und nun schossen auch die Mitgliederzahlen nach oben", beschrieb Rühle, "1978 waren es schon rund 1.000 Mitgliederhaushalte, 1985 rund 5.000 und heute sind bei uns rund 10.000 Haushalte organisiert." Das wiederum zwang den Verein, räumlich mehr auf die Mieter zuzugehen. Seit 1976 wurden Außenstellen für die Beratung in der Region geschaffen, von denen heute noch 7 (neben den beiden Geschäftsstellen in Neuwied und Koblenz) betrieben werden. Dabei verstehe man sich nur als Gehilfe der häufig rechtlich und wirtschaftlich völlig überforderten Mieter, nie als Gegner der Vermieter.

Diese Entwicklung fand auch der Landesvorsitzende des Mieterbundes, Franz Obst, beeindruckend. "Der Mieterbund Mittelrhein hat sich dem Dienstleistungsgedanken verschrieben, nämlich die Mitglieder dort aufzusuchen, wo sie zu Hause sind und der Beratungsbedarf besteht", sagte Obst. Das mache nicht zuletzt den Erfolg des Mieterbundes Mittelrhein aus, auf den man in diesen schwierigen Zeiten stolz sein kann. Er verwies aber auch darauf, dass der Service am Mieter nicht die alleinige Aufgabe eines Mieterbundes sein darf. Vielmehr gilt es auch die Interessen der Mieter politisch und rechtlich zu verbessern.

Dr. Franz-Georg Rips, Präsident des Deutschen Mieterbundes nannte die Entwicklung des Mieterbundes Mittelrhein eine Erfolgsgeschichte, die ihn sehr freue. "Ursprünglich ist die Mieterbewegung in größerem Umfang erst dadurch entstanden, dass nach den beiden Weltkriegen des 20. Jahrhunderts Wohnraum knapp und für viele kaum zu bezahlen war", erläuterte Rips. Seitdem entwickele sich die Stellung der Mieter immer weiter, wie z. B. zuletzt durch die Einführung der Mietpreisbremse und des Bestellerprinzips bei den Maklerkosten.

Wichtig findet auch Staatssekretär David Langner, der für die verhinderte Ministerpräsidentin Malu Dreyer gekommen war, die Bewegung der Mieter. Er verwies auf die Bedeutung der Mieterbewegung, die bei der Landesregierung immer volle Unterstützung finde. Für die Gründungsstadt des Vereins sprach abschließend der Neuwieder Beigeordnete Michael Mang. "Wir empfinden eine enge Nähe zur Mieterbewegung und damit zu dem im Schoße unserer Stadt entstandenen Mieterverein," so Mang. Es freue ihn, dass sich gerade der Verein seiner Stadt dermaßen gut entwickelt hat.

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