Samstag, 03. Dezember 2016


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Trendthema 2008: Das Fahrrad

Das Fahrrad boomt / Internationale Leitmesse EUROBIKE spiegelt die Vielfalt und Attraktivität der Branche wieder

(lifePR) (Friedrichshafen, ) "Spar Sprit, fahr Rad", titelt der "Focus" in seiner aktuellen Ausgabe. Und die CDU schrieb vor wenigen Wochen in ihr Grundsatzpapier zum Klima- und Umweltschutz: "Das Fahrrad spielt als umweltfreundliches Verkehrsmittel eine Schlüsselrolle". Auch der Trendforscher Matthias Horx bestätigt: "Der erste evolutionäre Gewinner des Klimawandels ist das Fahrrad." Das gestiegene Umweltbewusstsein, die wachsende Beliebtheit des (Rad-)Urlaubs sowie die Freude an Fitness und Bewegung sorgen für das enorme Interesse am Thema Fahrrad. Ein Höhepunkt des Fahrradjahres 2008 ist in wenigen Tagen die EUROBIKE (4. bis 7. September) auf der sich Fachwelt und Verbraucher über die Trends der kommenden Saison informieren.

Das einstige Randthema Fahrrad macht Schlagzeilen. Und die sind immer häufiger positiv besetzt. Zwar blitzt das Journalistenfeindbild des radelnden Rambos noch gelegentlich zwischen den Zeilen durch, doch inzwischen haben die meisten Medienschaffenden erkannt, dass das Fahrrad keine natürlichen Feinde, dafür aber sehr viele Freunde hat.

"Die Zahl der Journalisten, die sich dem Thema Fahrrad über uns erstmals nähern hat in diesem Jahr massiv zugenommen", berichtet Gunnar Fehlau vom Pressedienst Fahrrad. Und noch einen Wandel hat er festgestellt: Wie beim Verbraucher hat auch in der Presse die Preisakzeptanz für Fahrräder zugelegt. "Vor ein paar Jahren hieß es noch, Fahrräder für über 500 Euro kaufen uns die Leser nicht ab. Inzwischen wird selbst über Titan-Tandems für über 10.000 Euro berichtet, als sei dies die normalste Sache der Welt."

Der Trend zum Radfahren schlägt unterdessen auch auf politischer Ebene Wellen. Bis vor kurzem wurde das Fahrrad bei politischen Diskussionen und Entscheidungen um Nachhaltigkeit und Klimaschutz häufig schlicht vergessen. Karsten Klama, Medienreferent vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC): "Inzwischen ist das Fahrrad hier fast immer als wichtiger Baustein integriert." Die politischen Stellhebel befinden sich dabei vor allem auf kommunaler Ebene, denn für fahrradfreundliche Infrastrukturen sind fast ausschließlich die Städte und Gemeinden zuständig.

Einige Städte gehen inzwischen soweit, im Fahrradverkehr den Ausweg aus einem drohenden Verkehrskollaps zu suchen. Mit dem erwarteten Bevölkerungszuwachs in den Großstädten könnten selbst die öffentlichen Nahverkehrsmittel überfordert sein, befürchten manche Zukunftsforscher. In London beispielsweise sollen bis zum Jahr 2010 zwölf verkehrsflussoptimierte Fahrradkorridore, die sternförmig von den Randbezirken in die City der 13-Millionen-Metropole führen, zur Realität werden. Über 70 Millionen Euro jährlich sind dafür im Haushalt der britischen Hauptstadt reserviert. Das ehrgeizige Ziel: Bis 2025 soll eine Vervierfachung des Radverkehrs erzielt werden.

Auch in Deutschland finden sich Beispiele für Städte mit ambitionierter Fahrradpolitik. Münchens Oberbürgermeister Christian Ude hat jüngst erst das Ziel ausgegeben, die bayerische Landeshauptstadt solle Deutschlands fahrradfreundlichste Stadt mit einem Radanteil von 15 statt derzeit 10 Prozent werden. Und die schwarz-grüne Regierung in Hamburg hat sich sogar eine Verdopplung des Radverkehrs auf 18 Prozent bis 2015 in den Koalitionsvertrag geschrieben.

Das gestiegene Interesse am Fahrrad spürt auch der Einzelhandel sehr deutlich. Obwohl die Einzelhandelskonjunktur in diesem Jahr insgesamt eher schleppend war, konnte der Fahrradhandel nach ersten Schätzungen bisher ein Umsatzplus von fünf Prozent gegenüber dem ohnehin schon hohen Vorjahresniveau erzielen. Als Ursache sieht Markus Lehrmann, Geschäftsführer vom Verband des Deutschen Zweiradhandels, neben dem Trend zum Fahrradtourismus vor allem das attraktive und vielfältige Markt-Angebot.

Diese Fülle und Attraktivität der Fahrrad-Welt spiegelt sich auch auf der EUROBIKE wieder. Auf der Leitmesse in Friedrichshafen trifft sich die internationale Bike-Branche und präsentiert die Trends der Fahrrad-Zukunft.

Die EUROBIKE ist von 4. bis 6. September 2008, täglich von 10 bis 19 Uhr nur für den Fachhandel und die Medien geöffnet. Am Sonntag ist Publikumstag von 10 bis 18 Uhr.

Weitere Informationen unter www.eurobike-show.de.

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