- Pressemitteilung BoxID 331834
Gold für den Rücken
Athleten setzen auf Technik und Vorbereitung
Wirbelsäule beim Diskuswurf stabilisieren
Schon seit der Antike gehört Diskuswerfen bei den Olympischen Spielen zum Programm. Während der Rotation um die eigene Körperachse überholt der Diskus die Beine: Schulter- und Beckenachse verwringen sich. "Vor allem in dieser Phase benötigen Sportler trainierte Rückenmuskeln, die den Körper im Gleichgewicht halten", erklärt Dr. Schneiderhan. Sobald das Wurfgerät die Hand verlässt, wirken enorme Kräfte auf den Bewegungsapparat ein, da Athleten nicht über die Wurfkreislinie treten dürfen und sofort zum Stillstand kommen müssen. Auch hier stabilisiert die Rückenmuskulatur den gesamten Körper und bringt ihn in eine gerade Position zurück.
Federnde Bandscheiben beim Stabhochsprung
Stabhochsprung gilt als technisch anspruchsvollste Disziplin der Leichtathletik, da der gesamte Bewegungsapparat hohe Belastungen aushalten muss. Beim sogenannten Aufrollen versucht der Athlet, seinen gesamten Körper kopfüber in eine l-Stellung zu positionieren. "Vor allem in der Lendenwirbelsäule kann es dabei zu Überlastungen kommen", weiß Dr. Schneiderhan. "Um Erkrankungen wie beispielsweise Gleitwirbel zu vermeiden, gilt es daher, den unteren Rückenbereich sowie die Bauchmuskulatur zu stärken." Bei der Landung kommen dann die Bandscheiben ins Spiel: Sie federn den Aufprall ab und bringen den Körper wieder in den aufrechten Stand zurück.
Richtig trainieren
Egal ob Leistungssportler oder Amateur: Zumeist fördert Sport die Rückengesundheit. Wichtig bleibt jedoch, dass vor allem im Leichtathletikbereich neben einer sauberen Technik auch gezieltes Training für die Wirbelsäule dazugehört. "Gründliche Aufwärmübungen sowie regelmäßige Dehnübungen beugen Verletzungen vor", ergänzt Dr. Schneiderhan. Da kräftige Muskulatur wie ein Korsett wirkt und die Wirbelsäule entlastet, steht ergänzendes Muskeltraining im Rumpfbereich auf dem Übungsprogramm. Zusätzlich sollten Sportler bei Wettkämpfen ihre Pausen präzise planen, damit sich der Bewegungsapparat erholt. "So steht man am Ende ohne Kreuzschmerzen auf dem obersten Treppchen", schließt der Experte ab.
Weitere Informationen unter www.orthopaede.com
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