Donnerstag, 23. Mai 2013


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Enge im Wirbelkanal

Vielfältige Ursachen führen auch in jungen Jahren zu Verengungen

(lifePR) (München, ) Vom ersten Halswirbel bis zum Kreuzbein läuft der sogenannte Spinalkanal durch die Wirbelsäule. In ihm befindet sich das Rückenmark, das einen wichtigen Bestandteil des zentralen Nervensystems bildet. Kommt es zu Verengungen des Kanals, verspüren Betroffene Schmerzen, die teilweise bis in die Beine ausstrahlen. Mediziner sprechen in diesem Fall von Spinalkanalstenose. "Entgegen verbreiteter Meinung führen nicht nur verschleißbedingte Veränderungen im Alter zu der Erkrankung", weiß Dr. Reinhard Schneiderhan, Orthopäde und Wirbelsäulenspezialist aus München. "Bandscheibenvorfälle, Wirbelgleiten oder Fehlstellungen rufen oft auch in jungen Jahren eine Stenose hervor."


Beschwerden frühzeitig ernst nehmen

Alle Bandscheiben und Wirbel grenzen an den Spinalkanal und nehmen jeweils eine bestimmte Position ein. In diesem komplexen Aufbau können bereits kleine Veränderungen das Rückenmark und die dort austretenden Nervenwurzeln beeinträchtigen. Je stärker erkrankte Strukturen auf die hochempfindlichen Nervenstrukturen drücken, desto intensiver äußern sich die Beschwerden. "Im fortgeschrittenen Stadium treten neben Schmerzen in Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule oft auch Taubheitsgefühle und Funktionsstörungen auf", weiß Dr.

Schneiderhan. Daher gilt es, der Ursache so früh wie möglich auf den Grund zu gehen und dieser entgegenzuwirken. Anfangs lindern oft physiotherapeutische Maßnahmen die Beschwerden. In einigen Fällen können Wirbelsäulenspezialisten mit minimalinvasiven Verfahren wie der Wirbelsäulenkathetertechnik oder dem Bandscheibenlaser helfen.

Ursache auf einen Blick

"Bei stark verengtem Wirbelkanal steht uns inzwischen die Epiduroskopie, eine Spiegelung des Wirbelkanals, zur Verfügung", erklärt Dr. Schneiderhan. "Mit dieser erhalten wir nicht nur einen detaillierten Einblick in den betroffenen Bereich, sondern können bei Bedarf auch im gleichen Schritt die Behandlung durchführen." Hierfür schiebt der Mediziner das nur 1,2 Millimeter dünne Epiduroskop, welches in einem dünnen Spezialkatheter geführt wird, vom Kreuzbein aus durch den sogenannten Epiduralraum bis zur Engstelle vor. Dabei zeigt eine kleine Kamera die Ursachen für Verengungen, wie etwa Verklebungen, die beispielsweise nach Wirbelsäulenoperationen auftreten. Um betroffene Areale wie Nervengewebe und Bandscheibenvorfälle optimal behandeln zu können, spritzen Ärzte dann abgestimmte Medikamente wie zum Beispiel Schmerzmittel, konzentrierte Kochsalzlösungen und Enzyme gezielt an diese Stellen. Zur Wirkungsverstärkung verbleibt der Katheter an den folgenden zwei Tagen im schmerzenden Areal und die Injektion wird mehrfach wiederholt. "Vor allem in Anbetracht der vielfältigen Ursachen muss immer eine präzise Diagnose erfolgen, damit die Behandlung die gewünschte Wirkung zeigt", betont Dr. Schneiderhan abschließend.

Weitere Informationen unter www.orthopaede.com

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