Montag, 05. Dezember 2016


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LLB-Gruppe steigert Konzerngewinn um 20.2 Prozent auf CHF 181.0 Mio

Dividende unverändert bei CHF 3.40 pro Aktie

(lifePR) (Vaduz, ) In einem weiterhin schwierigen Marktumfeld steigerte die LLB-Gruppe den Konzerngewinn um 20.2 Prozent auf CHF 181.0 Mio. Wesentlich dazu beigetragen hat das Finanzergebnis. Die Folgen der Wirtschaftskrise belasteten die operativen Erträge.

- Die Kundenvermögen stiegen um 7.4 Prozent auf CHF 49.5 Mia. Der Netto-Neugeld- Abfluss betrug 2.2 Prozent.

- Die Kundenausleihungen stiegen um 1.7 Prozent auf CHF 9.3 Mia. Die Hypothekarausleihungen erreichten mit CHF 7.5 Mia (+8.4 %) eine neue Rekordmarke.

- Das Finanzergebnis stieg auf einen neuen Höchstwert von CHF 64.1 Mio. Die Performance lag bei 7.7 Prozent. Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft wurde von den tiefen Zinsen ungünstig beeinflusst und sank um 20.0 Prozent auf CHF 194.4 Mio. Trotz einer Erholung im Jahresverlauf ging der Erfolg aus dem Kommissionsgeschäft um 12.0 Prozent auf CHF 236.0 Mio. zurück.

- Die LLB-Gruppe investierte in den Ausbau ihrer Position in den Zielmärkten: Im November 2009 eröffnete sie eine Bank in Wien mit Fokus auf Private Banking in Österreich und Osteuropa.

- Der Verwaltungsrat beantragt an der Generalversammlung vom 7. Mai 2010 eine unveränderte Dividende von CHF 3.40 pro Aktie.

"Internationalen Krisen können auch wir uns nicht entziehen. Wir wissen uns jedoch in diesen Rahmenbedingungen zu behaupten und bauen unsere Position in unseren Zielmärkten kontinuierlich aus. 2009 haben wir bewusst langfristig investiert, weil wir davon überzeugt sind, von einer Beruhigung der wirtschaftlichen und politischen Situation überdurchschnittlich zu profitieren. Insgesamt ist das Resultat 2009 im Rahmen unserer Erwartungen und wir sind damit zufrieden. Unsere Aktionäre wollen wir am soliden Ergebnis und der starken Position der LLB-Gruppe mit einer unverändert hohen Dividende teilhaben lassen", fasst Dr. Hans-Werner Gassner, Präsident des Verwaltungsrates, das Geschäftsjahr 2009 zusammen.

Kundenvermögen steigen auf CHF 49.5 Mia.

Dank der günstigen Entwicklung der internationalen Finanzmärkte stiegen die Kundenvermögen per Ende 2009 auf CHF 49.5 Mia. (+7.4 %). Die performancebedingte Vermögenszunahme betrug CHF 4.4 Mia. (+9.6 %). Der Netto-Neugeld-Abfluss lag bei CHF 1.0 Mia. (-2.2 %). Die anhaltende Steuerdiskussion erschwerte die Akquisition von Neukunden und Steueramnestien in verschiedenen Ländern führten zudem zu Abflüssen im internationalen Private Banking. Die Geschäftsbereiche Markt Inland und Markt Institutionelle konnten sich hingegen gut behaupten. Die Vermögen in eigenverwalteten Fonds erhöhten sich um 19.8 Prozent auf CHF 3.6 Mia. und die Vermögen mit Verwaltungsmandat um 14.7 Prozent auf CHF 8.8 Mia. Die übrigen Kundenvermögen stiegen per 31. Dezember 2009 um 4.7 Prozent auf CHF 37.1 Mia.

Erholung im Kommissionsgeschäft im Jahresverlauf - gedämpftes Zinsgeschäft

Der Erfolg im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft sank aufgrund des Rückgangs der durchschnittlichen Kundenvermögen und der Verunsicherung der Anleger um 12.0 Prozent auf CHF 236.0 Mio. Allerdings wurde im Laufe des Jahres eine Verbesserung erzielt und der Erfolg lag in der zweiten Jahreshälfte um 15.3 Prozent über dem ersten Semester 2009. Das Verhältnis zwischen transaktionsabhängigen und bestandesabhängigen Erträgen blieb mit ca. 56 zu 44 Prozent (Vorjahr: 54 % zu 46 %) stabil.

Dagegen entwickelte sich das Zinsgeschäft aufgrund des anhaltend niedrigen Zinsumfeldes und der konservativen Risikopolitik der LLB-Gruppe, die sich auf hohe Diversifikation und Liquidität stützt, ungünstig. Der Trend akzentuierte sich im Jahresverlauf, da das für die LLB-Gruppe wichtige Interbankengeschäft nur noch geringe Erträge generierte. Auch das Kundengeschäft litt unter dem tiefen Zinsumfeld. Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft reduzierte sich insgesamt um 20.0 Prozent auf CHF 194.4 Mio.

Negative Veränderungen der Zinssatzswaps, die für das Bilanzstrukturmanagement eingesetzt werden, führten im Handelsgeschäft zu einem Rückgang von 28.0 Prozent auf CHF 26.1 Mio. Der Kundenhandel blieb auf unverändert hohem Niveau.

Das Finanzergebnis, das bei der LLB-Gruppe direkt über die Erfolgsrechnung verbucht wird, profitierte von der guten Finanzmarktverfassung. Mit einem Ergebnis von CHF 64.1 Mio. konnten die Verluste des Vorjahres (-CHF 84.4 Mio.) grösstenteils wieder wettgemacht werden.

Insgesamt stieg der Geschäftsertrag um 10.1 Prozent auf CHF 529.3 Mio. und erreichte damit den zweithöchsten Wert der Unternehmensgeschichte.

Cost-Income-Ratio sinkt auf 63.0 Prozent

Der Personalbestand betrug Ende 2009 1'054 Vollzeitstellen (Ende 2008: 1'010) und der durchschnittliche Personalbestand im Geschäftsjahr 2009 belief sich auf 1'035 Personen (Vorjahr: 977 Personen). Das Wachstum des durchschnittlichen Personalbestands um 5.9 Prozent steht im Zusammenhang mit unseren strategischen Initiativen wie beispielsweise der Gründung der Bank in Wien und der Verstärkung der Vertriebsaktivitäten. In der Folge stieg der Personalaufwand um 7.9 Prozent auf CHF 179.1 Mio.

Der Sachaufwand lag mit CHF 79.9 Mio. um 1.6 Prozent unter jenem des Vorjahres. Der Rückgang ist das Resultat enger Kostenkontrolle.

Die Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste betrugen CHF 47.1 Mio. Dabei betrafen CHF 34.0 Mio. eine aus einem Akkreditivgeschäft resultierende Forderung gegenüber einer Bank.

Der Konzerngewinn lag mit CHF 181.0 Mio. um 20.2 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres. Die Rendite auf dem Eigenkapital, das den Aktionären der LLB AG zusteht, stieg auf 10.8 Prozent (Vorjahr: 9.2 %). Die Cost-Income-Ratio der LLB-Gruppe sank von 65.2 Prozent im Vorjahr auf 63.0 Prozent im Berichtsjahr.

Dr. Josef Fehr, Vorsitzender der Geschäftsleitung, hält fest: "2009 war das zweite turbulente Jahr in Folge: Die Wirtschaftskrise, die Tiefzinspolitik der Zentralbanken sowie die Steuerdiskussion hinterliessen Spuren in unseren operativen Kennzahlen. Dennoch haben wir dank unseres diversifizierten Geschäftsmodells und unserer disziplinierten Kostenkontrolle das Jahr gut gemeistert. Die Verbesserung der Cost-Income-Ratio deutet darauf hin, dass wir auf dem richtigen Weg sind."

Solides Wachstum im Hypothekengeschäft

Die Bilanzstruktur erfuhr 2009 nur wenige Änderungen. Aufgrund der Zurückhaltung der Kunden blieben viele Gelder in Call- und Festgeldanlagen angelegt. Nach dem deutlichen Anstieg im Vorjahr verharrten damit die Verpflichtungen gegenüber Kunden auf CHF 14.6 Mia. (-0.6 %). Infolge des kontinuierlichen Rückgangs der Zinsen sanken jedoch die ausgegebenen Schuldtitel und Pfandbriefdarlehen um 15.9 Prozent auf CHF 2.0 Mia.

Im Hypothekargeschäft konnte die LLB-Gruppe ihre Marktstellung sowohl in Liechtenstein als auch in der Ostschweiz weiter ausbauen und steigerte das Volumen um 8.4 Prozent auf CHF 7.5 Mia. Die übrigen Forderungen gingen wegen der schwächeren Nachfrage nach Lombardkrediten um 16.0 Prozent auf CHF 1.7 Mia. zurück. Die gesamten Kundenausleihungen legten leicht um 1.7 Prozent auf CHF 9.3 Mia. zu. Die Forderungen gegenüber Banken gingen von CHF 9.4 Mia. um 13.8 Prozent auf CHF 8.1 Mia. zurück.

Das Kreditportfolio der LLB-Gruppe bleibt damit solide und defensiv ausgerichtet. Über 83 Prozent (Vorjahr: 78 %) der Kundenausleihungen sind hypothekarisch gesichert und 11 Prozent (Vorjahr: 14 %) verfügen über andere Deckungen. Lediglich 6 Prozent (Vorjahr: 8 %) der Kundenausleihungen sind ungedeckt; davon sind rund ein Fünftel Kredite an öffentlichrechtliche Körperschaften.

Starke Bilanz - Tier 1 Ratio steigt auf 13.7 Prozent

Das Eigenkapital, das den Aktionären der LLB AG zusteht, belief sich per 31. Dezember 2009 auf CHF 1.7 Mia. (+6.0 %). Die Tier 1 Ratio liegt mit 13.7 Prozent deutlich über der gesetzlichen Mindestanforderung von 8 Prozent.

Aufgrund des im Rahmen der Erwartungen ausgefallenen Jahresergebnisses und des stabilen Ausblicks beantragt der Verwaltungsrat an der Generalversammlung vom Freitag, 7. Mai 2010, eine gegenüber dem Vorjahr unveränderte Dividende von CHF 3.40. Damit liegt die aktuelle Dividendenrendite bezogen auf den Schlusskurs vom 22. März 2010 (CHF 74.05) bei 4.6 Prozent.

Laufende strategische Initiativen

Um die gute Kostenstruktur aufrechtzuerhalten und die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, hat die LLB-Gruppe verschiedene Initiativen lanciert.

Die Einführung einer gruppenweiten IT-Plattform rund um die Kernbankensoftware "Avaloq" verläuft planmässig. Die Bank Linth arbeitet seit 1. Januar 2010 mit der neuen Version. Im LLBStammhaus und bei der Liechtensteinischen Landesbank (Schweiz) AG wird der Wechsel auf "Avaloq" per Anfang 2011 erfolgen. Der zentrale Systembetrieb für die drei involvierten Banken ist in Liechtenstein vorgesehen. Dank der einheitlichen Plattform lassen sich zukünftig gruppenweite Dienste zentral einrichten und damit Synergien konsequent nutzen. Die parallel laufenden Projekte "Business Process Management" und "Shared Services" werden ebenfalls dazu beitragen, die Kosteneffizienz zu optimieren. Ziel ist es, mit den bestehenden Personalressourcen grössere Volumina kostengünstiger verarbeiten zu können. Die gleiche Zielsetzung verfolgt die LLB-Gruppe mit einer Vereinbarung mit der VP Bank, in Logistik- und Informatikfragen zusammenzuarbeiten, um Synergien zu nutzen und Skaleneffekte zu realisieren. Erste Projekte betreffen die Bereiche "Druck und Versand" sowie "Rechenzentren".

Ausblick 2010

Angesichts der Unsicherheiten über die wirtschaftliche Entwicklung ist eine Prognose für den Geschäftsverlauf 2010 schwierig. In der Annahme, dass die Finanzmärkte sich weiterhin stabil entwickeln und die wirtschaftliche Erholung anhält, erwartet die LLB-Gruppe ein Ergebnis im Rahmen des Vorjahres. Nachdem die Gewinnung von Neugeld in den vergangenen zwei Jahren aufgrund der internationalen Steuerdiskussionen sehr anspruchsvoll war, geht die LLB-Gruppe für 2010 in diesem Bereich von einer Trendwende aus. Die Entwicklung des Netto-Neugeldes in den ersten beiden Monaten bestärkt sie in dieser Einschätzung.

Die LLB-Gruppe hält an ihrer Wachstumsstrategie fest und plant, diese weiterhin Schritt für Schritt umzusetzen. 2010 stehen die Stärkung der Präsenz in den Heimmärkten Liechtenstein und Schweiz sowie der Ausbau des internationalen Private Bankings im Vordergrund. Im Schweizer Onshore Banking werden die Aktivitäten über die Bank Linth intensiviert. Im institutionellen Bereich hat sich das Fondsgeschäft zu einem wichtigen Geschäftsfeld entwickelt. Die LLB-Gruppe trifft verschiedene Vorkehrungen, um die Chancen, die sich mit der Umsetzung von UCITS IV (Undertakings for Collective Investment in Transferable Securities) ab 2012 bieten, im Private-Labelling- und Depotbankgeschäft nutzen zu können.

Im November 2009 eröffnete die Liechtensteinische Landesbank eine Bank in Wien. Die österreichische Bank ist erfolgreich gestartet und konnte seit der Eröffnung den Personalbestand plangemäss auf rund 30 Mitarbeitende ausbauen. Ziel ist es, mittelfristig einer der bedeutendsten Private-Banking-Anbieter in Österreich zu werden.

"Das grenzüberschreitende Private Banking ist zwar von einem Transformationsprozess geprägt. Wir sind jedoch überzeugt, dass auch künftig ein grosser Bedarf an grenzüberschreitenden Private-Banking-Dienstleistungen besteht. Asset Protection, der Schutz der Privatsphäre und die Nachfrage nach erstklassigen Dienstleistungen und Produkten bleiben weiterhin zentrale Themen. Eine diesbezügliche Beratung der Kunden ist komplex und erfordert Fachwissen sowie vertiefte Kenntnisse der Steuerpolitik im jeweiligen Domizilland. Gerade in diesem Bereich verfügen wir innerhalb der LLB-Gruppe über ausgewiesene Spezialisten. Der weitere Ausbau des internationalen Steuer-Know-hows und der Kompetenzen in der Vermögensstrukturierung behalten zukünftig hohe strategische Priorität", ergänzt Dr. Josef Fehr, Vorsitzender der Geschäftsleitung.

Detaillierte Informationen zum Jahresergebnis 2009

Die Unterlagen zum Jahresergebnis sind am 23. März 2010 ab 7.00 Uhr unter www.llb.li verfügbar. Den Geschäftsbericht 2009 bieten wir in einer interaktiven Online-Version an (Deutsch: http://gb2009.llb.li und Englisch: http://ar2009.llb.li).

Wichtige Termine

- Freitag, 7. Mai 2010, 18. ordentliche Generalversammlung
- Dienstag, 11. Mai 2010, Ex-Datum der Dividende
- Montag, 17. Mai 2010, Zahlbar-Datum der Dividende
- Donnerstag, 26. August 2010, Halbjahresabschluss 2010
- Donnerstag, 24. März 2011, Jahresabschluss 2010

Weitere Informationen im Anhang!

Liechtensteinische Landesbank AG

Die Liechtensteinische Landesbank AG (LLB) ist das traditionsreichste Finanzinstitut im Fürstentum Liechtenstein. Mehrheitsaktionär ist das Land Liechtenstein. Die Aktien sind an der SIX Swiss Exchange kotiert (Symbol: LLB). Die LLB-Gruppe bietet ihren Kunden umfassende Dienstleistungen im Wealth Management an: als Universalbank, im Private Banking, Asset Management sowie bei Fund Services und Trust Services. Mit 1'054 Mitarbeitenden ist sie in Liechtenstein, der Schweiz, Österreich, den Vereinigten Arabischen Emiraten (Abu Dhabi und Dubai), auf den Cayman Islands und in Hongkong präsent. Per 31. Dezember 2009 verwaltete die LLB-Gruppe ein Kundenvermögen von CHF 49.5 Mia.

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