Sonntag, 04. Dezember 2016


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Vom mittelalterlichen Gerichtsplatz über das ehemalige Jesuitenkloster bis zur Schlossruine

Mit der LWL-Denkmalrallye erleben Kinder Stadtgeschichte

(lifePR) (Arnsberg, ) Spielend können Kinder der Jahrgangsstufen vier bis sechs in Arnsberg ab sofort Wichtiges aus der Stadtgeschichte lernen. Die Denkmalrallye, die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) gemeinsam mit der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Arnsberg (Hochsauerlandkreis) und dem Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen entwickelt hat, macht das möglich. Zusammen mit der Comic-Figur "Willi Spürnase" gehen die Kinder auf Entdeckungstour zu etlichen Baudenkmälern. Indem sie die kniffligen Fragen beantworten, erleben sie die Stadtgeschichte hautnah.

Die Kooperation zwischen der Stadt Arnsberg, dem LWL und dem Land NRW ermöglichte dieses Geschichtsprojekt mit Pfiff: "Um die Zukunft zu gestalten, muss man die eigene Vergangenheit kennen. Wer als Kind erfahren hat, wie spannend Geschichte ist, der wird sich auch als Erwachsener für den Denkmalschutz einsetzen", so NRW-Bauminister Lutz Lienenkämper bei der Präsentation der Denkmalrallye am Dienstag (22.12.) in Arnsberg. "Das Land hat dieses wichtige denkmalpädagogische Projekt genau deshalb gerne finanziert", so der Minister weiter. "Viele Kinder laufen aber einfach an den Denkmälern vorbei, ohne sie wahrzunehmen. Mit der Denkmalrallye wollen wir ihnen die Möglichkeit geben, sich intensiv mit der eigenen Stadtgeschichte auseinander zu setzen und sie so unmittelbar zu erleben", erklärt LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch.

Die Rallye führt die Kinder quer durch Arnsbergs Innenstadt. Unterwegs fragt Willi Spürnase sie beispielsweise nach dem preußischen Wappentier oder er will wissen, wie lang Arnsbergs Stadtmauer war und wann die Synagoge zerstört worden ist. Außerdem müssen die Kinder anhand der Inschrift herausfinden, wann das Fachwerkhaus an der Hallenstraße 17 gebaut wurde und sie müssen in einem Foto die fehlenden Teile eines Fachwerkes ergänzen.

Weitere Fragen führen die Kinder zum Weichs'schen und Honningschen Hof, zum Sauerland Museum im Landsberger Hof, zum ehemaligen Jesuitenkloster, zur Stadtkapelle, zum ehemaligen Kloster Wedinghausen und natürlich auch zur Schlossruine. Bei einem Abstecher zum Oberfreistuhl erfahren sie, dass hier im Mittelalter ein Gerichtsplatz war und hier die Urteile auch vollstreckt wurden. Am ehemaligen Gasthaus "Zur Krim" erklärt Willi Spürnase, dass hier einstmals der Sitz des Hexenrichters zu finden war.

"Die Rallye eignet sich übrigens nicht nur für den Sachkunde- oder Geschichtsunterricht. Wir haben erstmals eine englische Version entwickelt, so dass die Denkmalrallye auch für den Englischunterricht und für englischsprachige Touristen attraktiv ist. Aus Willi Spürnase wird dann übrigens William the Explorer", so LWL-Denkmalpflegerin Dr. Bettina Heine-Hippler.

Die Klasse 5b des Gymnasiums Laurentianum und die 4. Klasse der Norbertus Grundschule haben die Arnsberger Denkmalrallye am Dienstag (22. 12.) in einem Probelauf getestet. Die Kinder waren begeistert und verwundert über die vielen Zeugnisse aus der Vergangenheit in ihrem Ort. "Es ist wichtig, dass sich die Schüler nicht nur im engsten Umfeld von ihrer Wohnung und der Schule be-wegen, sondern dass sie die ganze Stadt mit ihrer Geschichte kennenlernen. Dazu bietet die Denkmalrallye eine gute kindgerechte Möglichkeit", sagten Bürgermeister Hans-Josef Vogel und Ralf Herbrich von der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Arnsberg, der die Denkmalrallye gemeinsam mit Heine-Hippler entwickelt hat.

Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit 13.000 Beschäftigten für die 8,5 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 19 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, den ein Parlament mit 100 Mitgliedern aus den Kommunen kontrolliert.

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