Mittwoch, 22. Mai 2013


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"Wir sind damit landesweit führend"

Beteiligte unterzeichnen Kooperationsvereinbarungen für Projekt "Sozialarbeit an Schulen" für Laubach und Grünberg

(lifePR) (Gießen/Grünberg, ) Die Kooperationsvereinbarungen für das Projekt "Sozialarbeit an Schule" sind von den Vertretern des Landkreises Gießen, der Projektträger, Arbeiterwohlfahrt und Internationaler Bund, sowie der Schulen und der Städte Grünberg und Laubach unterzeichnet worden. Das Projekt ergänzt an der Schnittstelle zwischen Schule und Jugendhilfe die erzieherische und bildende Arbeit einerseits durch Konflikt- und Krisenmanagement und durch Vorbeugung andererseits. Hierfür investiert der Landkreis jährlich rund eine Million Euro, mit denen neben 18 Sozialarbeiterstellen auch Projekte finanziert werden.


"Wir starten in die nächste Etappe der Jugendsozialarbeit an Schulen und sind damit landesweit führend", sagte Dirk Oßwald, Erster Kreisbeigeordneter des Landkreises, über das Projekt während der Unterzeichnung. Das Programm "Sozialarbeit an Schule" ist ein Dienstleistungsangebot des Landkreises Gießen als Jugendhilfeträger und des Trägers innerhalb der Schule und bündelt alle wesentlichen Partner der Sozialarbeit. Es ergänzt die erzieherische und bildende Arbeit der Schule und stellt eine selbstständige pädagogische Arbeit in der Institution Schule und ihrem direkten Umfeld dar.

"Sozialarbeit an Schulen" hilft durch Einzelfallberatungen, sozialer Gruppenarbeit, offenen Anlaufstellen oder auch projektbezogenen Arbeiten jungen Menschen, soziale Benachteiligungen auszugleichen oder individuelle Beeinträchtigungen zu überwinden. "Mit der Kooperationsvereinbarung geht es nun darum, das Projekt auf institutionelle Füße zu stellen", sagte Dirk Oßwald weiter. Dabei lobte er die Reaktionen der Gemeindevertreter von Grünberg und Laubach. Auf die Anfrage, inwieweit eigene Ressourcen einbezogen werden könnten, habe es durchweg Unterstützung gegeben: "Wir waren sehr positiv überrascht, als wir hierzu die ersten Gespräche geführt haben."

Dr. Christiane Schmahl freute insbesondere das parteiübergreifende Einvernehmen in der Sache: "Dieses Modell wird von allen politischen Richtungen getragen." Gleichzeitig wünscht sich die Schuldezernentin des Landkreises das Land Hessen als Programmbeteiligten im Boot. "Denn eigentlich ist das Projekt die Sache des Landes, dessen Aufgabe wir als Landkreis hier wahrnehmen."

Für das Programm werden unter anderem Sozialarbeiter und -innen in beratender Funktion in schulischen Gremien eingebunden und nehmen an Konferenzen teil. Das Thema "Sozialarbeit an Schule" wird in das Schulprogramm aufgenommen und einmal jährlich in einer Lehrerkonferenz behandelt. Nach Bedarf finden außerdem Abstimmungs- und Koordinierungsgespräche zwischen Schule, Träger und Landkreis statt. Der Arbeitsbereich "Sozialarbeit an Schule" wird außerdem in das Gemeinwesen beziehungsweise den Sozialraum eingebunden.

Für eine funktionierende Vernetzung vor Ort werden Runde Tische installiert, um auf einer breiten Basis eine verlässliche Kinder- und Jugendarbeit zu gewährleisten. Hier geht es in erster Linie um die Kinder- und Jugendarbeit und um Fragestellungen zu den Themen Freizeiten, Freizeitangebote, Jugendarbeit, erzieherischer Kinder- und Jugendschutz, Bildungs- und Teilhabepaket, Vereins- und Verbandsarbeit.

"Mit dem Programm verfügen wir über ein rundes Präventionskonzept", sagte Matthias Spangenberg, der zuständige Fachdienstleiter beim Landkreis Gießen. Das Präventionsangebot startet mit dem Projekt "Hallo Welt". Dieses stärkt Eltern von Neugeborenen und bietet Unterstützung und Begleitung in den ersten drei Lebensjahren an. "Mit der ,Sozialarbeit an Schulen' gehen wir jetzt in die Bildungsinstanzen", sagte der Fachdienstleiter weiter.

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