Mittwoch, 07. Dezember 2016


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LMK und FH Kaiserslautern legen Abschlussbericht des Feldversuchs mit DRM+ im UKW-Bereich vor

Die FH Kaiserslautern schließt die technischen Untersuchungen und Feldversuche mit DRM+ im UKW-Bereich ab und legt die zukunftsweisenden Ergebnisse des zweiten Feldversuchs in Kaiserslautern vor

(lifePR) (Ludwigshafen, ) Die FH Kaiserslautern hatte im Jahr 2009 einen technischen Feldversuch mit dem digitalen Hörfunksystem DRM+ im UKW-Band durchgeführt. Die stationären und mobilen Messungen lieferten das Ergebnis, dass DRM+Sender in das UKW-Band eingeplant werden können, ohne die bestehende UKW-Hörfunkversorgung zu stören. DRM+Sender haben außerdem bei gleicher Sendeleistung eine größere Reichweite und eine bessere Versorgungssicherheit im mobilen und portablen Empfang als die bisherigen FM-Rundfunksender. Dies sind die Kernaussagen des Abschlussberichtes, der jetzt vorliegt.

DRM+ ist ein neues digitales Hörfunksystem auf Basis des DRM-Standards, mit dem der UKW-Hörfunkbereich digitalisiert werden könnte. DRM+ bietet die Möglichkeit, auf einer UKW-Frequenz bis zu vier digitale Hörfunkprogramme und Zusatzanwendungen auch bei hohen Geschwindigkeiten in Fahrzeugen zu empfangen.

In Kooperation mit der LMK und weiteren Projektbeteiligten hatte die Fachhochschule Kaiserslautern seit 2005 theoretische Untersuchungen, Labormessungen und insgesamt zwei Feldversuche mit DRM+ im UKW-Band (87,5 - 108 MHz) in Kaiserslautern durchgeführt. Hierbei wurden erfolgversprechende Ansätze zur Einplanung von digitalen Sendern mit DRM+ im bestehenden UKW-FM-Umfeld erarbeitet. Die Ergebnisse sind maßgeblich auch in den Standardisierungsprozess von DRM+ bei ETSI eingeflossen.

Im ersten Feldversuch im Jahr 2008 wurde zunächst die potenzielle Störwirkung von DRM+ auf die FM-Versorgung ermittelt und die weltweit erste DRM+-Audioübertragung realisiert. Der zweite Feldversuch, der Anfang 2009 begann und vor kurzem abgeschlossen wurde, wies nach, dass DRM+ eine wesentlich höhere Reichweite als FM-Sender bei gleicher Sendeleistung besitzt und durch FM-Sender kaum gestört wird. Eine DRM+-Versorgung ist daher gegenüber einem FM-Sender technisch weit überlegen.

Parallel zu den praktischen Erprobungen wurden in der LMK mit einer rechnergestützten Frequenzanalyse-Software erste realisierbare Frequenzumstellungen erfolgreich modellhaft berechnet und sogar die Machbarkeit der Umstellung von FM-Sender einer landesweiten UKW-Hörfunkkette in DRM+-Gleichwellennetze nachgewiesen.

Weitere Informationen zum Projekt und Download des Abschlussberichts des DRM+Feldversuchs 2009 im UKW-Band finden sich unter www.drm-radio-kl.eu.

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