Montag, 05. Dezember 2016


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L-Bank-ifo-Konjunkturtest Baden-Württemberg, September 2008

Südwestwirtschaft steht Flaute bevor

(lifePR) (Karlsruhe, ) Auch der Südwesten kann sich der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung nicht entziehen. Dies konstatiert Prof. Sinn, Präsident des Münchener ifo Instituts: "Die Talfahrt des Geschäftsklimaindikators für die gewerbliche Wirtschaft Baden-Württembergs hat sich auch im September mit hohem Tempo fortgesetzt. Nach den Ergebnissen des L-Bank-ifo-Konjunkturtests gewannen das erste Mal seit drei Jahren wieder negative Wertungen in der Beurteilung der aktuellen Geschäftssituation die Oberhand, die Perspektiven für die kommenden sechs Monate wurden zudem noch ungünstiger eingeschätzt als bisher." Für Prof. Sinn ist damit die weitere Entwicklung deutlich vorgezeichnet: "Der Südwestwirtschaft steht nach einer im ersten Halbjahr noch robusten Konjunktur eine Flaute bevor."

Auch wenn das Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal gegenüber den Vorquartalen möglicherweise schrumpfen wird, ist es aber nicht gerechtfertigt schon von einer drohenden Rezession zu sprechen.

So zeichnete sich das erste Quartal u.a. aufgrund des milden Winters durch ein überraschend starkes Wachstum aus. Daneben bewegt sich die Wirtschaftsleistung, auch gemessen am vergleichbaren Vorjahreszeitraum, weiterhin auf einem sehr hohen Niveau.

Im verarbeitenden Gewerbe, dem bislang stärksten Konjunkturmotor der Südwestwirtschaft, ließ die Zufriedenheit mit der Geschäftssituation erneut spürbar nach, die Firmen rechneten zudem für die nächste Zeit vermehrt mit einer schwächeren Geschäftsentwicklung.

Hier machen sich eine anhaltend rückläufige Nachfrage und verschlechterte Exportaussichten zunehmend bemerkbar. Es fehlen die positiven Impulse aus den EU-Staaten und aus Amerika. Dies wirkt sich nun auch auf die Personalpläne aus, die die Mehrheit der Unternehmen nicht weiter aufstocken möchte. Im Großhandel hat sich die Geschäftslage nach der Verschlechterungsten45 denz der Vormonate zwar vorübergehend etwas gebessert. Die Perspektiven wurden aber nochmals zurückhaltender bewertet. Der Einzelhandel äußerte sich sowohl über seine derzeitige Geschäftssituation als auch über seine Aussichten merklich nega50 tiver als im August. Sollten die Energiepreise weiterhin sinken, reduziert dies zwar die gegenwärtige Furcht der Verbraucher vor der Inflation. Für eine deutliche Belebung des Konsums wird dies aus Sicht der Einzelhändler jedoch nicht ausreichen.

Allein das Bauhauptgewerbe konnte sich dem konjunkturellen Abwärtstrend entziehen. Die hier registrierte Klimaaufhellung resultierte aus einer merklichen Verbesserung der aktuellen Geschäftslage.

Insbesondere im Hochbau berichten die Unternehmen in den letzten Monaten wieder von steigenden Baupreisen.

Text zur Grafik:

"Die Talfahrt des Geschäftsklimaindikators für die gewerbliche Wirtschaft Baden-Württembergs hat sich auch im September mit hohem Tempo fortgesetzt. Insbesondere im verarbeitenden Gewerbe machen sich eine anhaltend rückläufige Nachfrage und verschlechterte Exportaussichten zunehmend bemerkbar.Der Südwestwirtschaft steht nach einer im ersten Halbjahr noch robusten Konjunktur eine Flaute bevor."

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