Dienstag, 06. Dezember 2016


Weihnachten - Keine Tiere schenken ohne vorher nachzudenken!

(lifePR) (Feldkirchen, ) Weihnachten - da steht bei vielen Kindern ein kleiner Hund, eine Katze, ein Meerschweinchen oder ein Wellensittich auf dem Wunschzettel. Eltern möchten ihren Kindern gerne jeden Wunsch erfüllen. Häufig ebbt aber die anfängliche Freude über den neuen Spielkameraden schon nach kurzer Zeit ab, da dieser doch andere Bedürfnisse hat als erwartet. Dass mit der Anschaffung eines Haustieres auch Pflichten verbunden sind, wird häufig übersehen.

Jedes Jahr werden viele Tausend Tiere in Tierheimen abgegeben, weil sie unüberlegt angeschafft wurden oder sie werden einfach an die frische Luft gesetzt und ihrem traurigen Schicksal überlassen. Sie irren dann umher und sind den Gefahren des Straßenverkehrs und der Witterung schutzlos ausgeliefert. Kleine Heimtiere fallen nicht selten Fressfeinden zum Opfer. "Ein Tier auszusetzen ist kein Kavaliersdelikt", betont der Präsident des Bayerischen Jagdverbandes (BJV), Prof. Dr. Jürgen Vocke, der selbst Hundehalter ist und weiß, dass man mit der Anschaffung eines Tieres eine große Verantwortung übernimmt. Nach § 3 Tierschutzgesetz (TierSchG) ist es bei Strafe verboten, " ein im Haus, Betrieb oder sonst in Obhut des Menschen gehaltenes Tier auszusetzen oder es zurückzulassen, um sich seiner zu entledigen oder sich der Halter- oder Betreuerpflicht zu entziehen". Deshalb sind Tiere keine Überraschungsgeschenke.

Was viele nicht wissen, vielen Tierarten ist es auf diese Weise gelungen, in Gebieten, wo sie ursprünglich gar nicht heimisch waren, Fuß zu fassen und in der Natur Positionen zu besetzen, die für sie gar nicht vorgesehen waren. Solche "Faunenfremdlinge" können nicht selten zu einer Bedrohung für die einheimische Tierwelt werden. "Ich denke dabei nicht nur an ausgesetzte Geier- oder Schnappschildkröten in unseren Gewässern", so Präsident Vocke, sondern auch an die in der Natur streunenden Katzen und Hunde, deren Menschen ihrer überdrüssig wurden und sich ihrer entledigt haben. Ausgesetzte Vierbeiner üben in der Natur einen enormen Räuberdruck auf Singvögel oder Kleinsäuger aber auch größere Wildtiere aus.

Haustiere stellen eine Bereicherung dar. Kinder und Heranwachsende lernen Rücksicht und Verantwortung zu übernehmen und für viele Menschen sind Haustiere Partner, die sie in Schwung halten und ihnen ein Stück der Einsamkeit nehmen. Und, Tiere verstehen es auch, Brücken zwischen Menschen zu schaffen.

Grundsätzlich ist gegen ein Tier als Geschenk nichts einzuwenden. Vor einer Entscheidung für ein Tier sollte aber die ganze Familie einbezogen werden. Zudem gilt es, sich über die Bedürfnisse des Tieres, wie z.B. artgerechte Haltung, Ernährung, Entwicklung, Erziehung, aber auch über die anfallenden Kosten während des ganzen Tierlebens intensiv zu informieren.

Präsident Vocke schlägt vor: "Legen Sie doch statt eines lebenden Tieres ein Stofftier mit einem Gutschein unter den Christbaum und noch ein paar Bücher über das ausgewählte Tier dazu. So hat der Beschenkte etwas worauf er sich freuen kann. Während der Feiertage ist dann Zeit, die Bücher zu lesen und passende Utensilien für den Neuankömmling auszusuchen. Nach den Feiertagen können Sie dann in aller Ruhe im Tierheim oder bei einem vertrauensvollen Züchter in Ihrer Umgebung ein für Sie passendes Tier aussuchen."

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Benefizkonzert für Brot für die Welt am 3. Advent

, Familie & Kind, Diakonisches Werk der evangelischen Kirche in Württemberg e.V.

Das Diakonische Werk Württemberg, Landesstelle Brot für die Welt, lädt zum festlichen Benefizkonzert des Stuttgarter Kammerorchesters für Brot...

Deutscher Engagementpreis 2016: "Demokratie lebt vom Mitmachen"

, Familie & Kind, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Das Bündnis für Gemeinnützigkeit hat heute (Montag) in Berlin den Deutschen Engagementpreis verliehen: Die wichtigste Auszeichnung für bürgerschaftliches...

(Auch) morgen Kinder wird’s nix geben – Unterhaltsreform 2017

, Familie & Kind, Deutscher Schutzverband gegen Diskriminierung e.V.

Ab 1. Januar 2017 soll der Unterhalt für Trennungskinder unter bestimmten Voraussetzungen auch bis zum 18. Lebensjahr gezahlt werden. Ob dieser...

Disclaimer