Donnerstag, 08. Dezember 2016


Kommt der Wolf zurück nach Bayern?

(lifePR) (Feldkirchen, ) Ende Oktober wurde der Übergriff eines großen Raubtieres aus der Gemeinde Imsterberg in Tirol auf eine Schafherde gemeldet, keine 25 Kilometer Luftlinie von Oberbayern und dem Allgäu entfernt. Inzwischen konnte von einem schweizerischen Speziallabor zweifelsfrei festgestellt werden, dass hier ein vagabundierender Wolf sein Unwesen treibt.

Die Angst vor dem Wolf ist seit je her in den Menschen tief verwurzelt. Laut dem Bärenbeauftragten der Veterinärdirektion Tirol, Martin Janovsky, besteht für den Menschen jedoch kein Sicherheitsrisiko. Dagegen können Nutztiere wie Schafe und Ziegen, die sich ohne entsprechenden Schutz frei auf Almen und in Dorfrandlagen bewegen, Ziel einer Wolfsattacke werden.

Aufgrund des Sozialverhaltens des Wolfes werden heranwachsende Tiere aus dem Familienverband ausgeschlossen und wandern aus dem elterlichen Territorium ab. Diese Einzelgänger, vor allem Rüden, können dann auf der Suche nach einem Partner und einem eigenen Revier viele hundert Kilometer umherstreichen. Es ist also durchaus möglich, dass erneut ein Wolf nach Bayern einwandert. Da aber bislang keine weiteren Haustierrisse gemeldet wurden, lässt sich über die Richtung seiner Wanderung nur spekulieren.

Der Präsident des Bayerischen Jagdverbandes (BJV), Prof. Dr. Jürgen Vocke, ruft deshalb die bayerische Jägerschaft, aber auch die Berufsjäger auf, nach Hinweisen, die die Anwesenheit des großen, grauen Räubers verraten könnte, wie Trittsiegel, Losung oder Beuterisse, Ausschau zu halten und Beobachtungen dem BJV zu melden. Um diese Jahreszeit, die auch gleichzeitig Beginn der Fütterungssaison ist, wird sich das Tier wohl am ehesten im Bereich von Wildfütterungen aufhalten und hier leichte Beute machen können.

In diesem Zusammenhang weist BJV Präsident Vocke darauf hin, dass der Wolf entsprechend internationaler Konventionen (Washingtoner Artenschutzabkommen, Berner Konvention) streng geschützt ist und auch nach Bundesnaturschutzgesetz/Bundesartenschutz-VO einen nationalen Schutzstatus als streng geschützte Art genießt.

Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit hat in Abstimmung mit dem Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Zusammenarbeit mit vielen Verbänden und dem BJV das "Wildtiermanagement/Große Beutegreifer" ins Leben gerufen, um ein möglichst konfliktfreies Miteinander von Mensch und Tier zu ermöglichen.

Sollte es dennoch zu Verlusten in der Nutztierpopulation durch Wolfsangriffe kommen, steht der "Wildtierfonds große Beutegreifer" des Freistaats Bayern zur Verfügung. Gefördert wird dieser Fonds durch den Bayerische Naturschutzfonds, Bund Naturschutz, Landesbund für Vogelschutz und den Bayerischen Jagdverband über seine Wildland-Stiftung.

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