Freitag, 02. Dezember 2016


Jetzt geht es den Enten an die Federn

Sie mausern so stark, dass sie für Wochen flugunfähig sind / Informationen zur "lahmen Ente"

(lifePR) (Feldkirchen/München, ) Der liebestolle Reigen der Rehe während ihrer Paarungszeit, in der Jägersprache "Blattzeit" genannt, geht im Monat August ebenso zu Ende wie die Ranzzeit bei den Marderartigen, wie zum Beispiel dem Dachs oder Baum- und Steinmarder. Im Revier kehrt wieder Ruhe ein. Die Rehböcke erholen sich von einer anstrengenden Brunft, die Geißen widmen sich wieder ganz ihren heranwachsenden "Sprösslingen" und die männlichen Rothirsche schieben ihre Geweihe und verfegen sie anschließend. Bevor Mitte September die kräftezehrende Brunft beim Rotwild beginnt, müssen sie sich noch ordentlich Reserven zulegen, in dem sie unaufhörlich fressen. Und sie gönnen sich Ruhe, eine Art "Auszeit" vor der Brunft.

Auch auf unseren Gewässern ist es ruhig geworden. Mit Anfang des Sommers beginnen die Enten zu mausern. Der durch Hormone gesteuerte Verlust der Federn geht so weit, dass die Tiere in dieser Zeit ihre Flugfähigkeit über mehrere Wochen einbüßen. Sie sind jetzt besonders ruhebedürftig und benötigen viel Energie.

Ente und Erpel sind bei unseren Entenarten in der Regel anhand ihrer Färbung (Geschlechtsdimorphismus) gut zu unterscheiden. Während das Prachtkleid der Männchen sehr farbenfroh ist, haben die Weibchen eher ein bräunliches Tarngefieder. Das ändert sich im Hochsommer, wenn die Enten-Männchen in die "Mauser" kommen und kräftig Federn lassen. Auf einem Blick zu sehen ist dies bei der Stockente, die schwerste Schwimmentenart in unseren Breiten, die fast an allen Gewässern vorkommt. Normalerweise sind die Enten-Männchen an ihrem schicken Federkleid sofort zu erkennen: Der Erpel hat einen schillernd grünen Kopf, einen schneeweißen Federkragen und einen gelben Schnabel. In der Mauser verliert er für drei bis vier Wochen sein Prachtgefieder und ähnelt der weiblichen Ente immer mehr. Er ist fast flugunfähig und zieht sich scheu in das Schilf zurückziehen. Bis Oktober wird es noch dauern, bis das leuchtende Prachtkleid wieder völlig ausgebildet ist und der elegant gefärbte Erpel auf Brautschau geht.

Die Ente mausert ihr Federkleid meist etwas später als der Erpel, da sie mit der Aufzucht der Jungen beschäftigt ist. Bei ihr sind die Unterschiede allerdings kaum sichtbar, sieht nur ein bisschen "gerupft" aus. Durch den Verlust der Schwungfedern ist auch sie in ihrer Flugfähigkeit eingeschränkt. Das Gefieder des Weibchens ist im Gegensatz zu dem des Enten-Gemahls das ganze Jahr über braun bis hellbraun und völlig unscheinbar. Die unauffälligen Brauntöne schützen das Weibchen beim Brutgeschäft.

Die Jungenten haben nun ihr Jugendkleid, das dem der Mutterente ähnelt. Die Geschlechter sind noch kaum zu unterscheiden.

Hintergrundinformation:

Erwachsene Enten mausern jährlich ein- bis zweimal. Bei der großen Mauser erfolgt ein Wechsel des Prachtkleids bzw. Brutkleids über das Ruhe- bzw. Schlicht- oder Mauserkleid zurück zum Prachtgefieder, denn viele Enten verpaaren sich bereits im Herbst locker und gehen in einer Art "Verlobungszeit" als Paar über den Winter. Die eigentliche Balz findet jedoch erst im Frühjahr des nachfolgenden Jahres statt.

Eine kleinere Mauser erfolgt im Herbst, denn die Tiere müssen ihre Federn winterfest machen und immer wieder mit einem Sekret aus der Bürzeldrüse einfetten, um ihre Schwimmfähigkeit und den Schutz gegen Kälte und Nässe erhalten. Dies ist besonders im Hinblick auf einen eventuellen Wegzug in südlichere Gefilde bzw. zum Überleben des heimischen Winters wichtig.

Mehr Informationen auf www.jagd-bayern.de

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