Dienstag, 24. Januar 2017


Jagd ist ein Kulturgut und in allen Menschen verwurzelt

(lifePR) (Feldkirchen, ) Einst war die Jagd das Anliegen eines jeden Menschen so wie das eines jeden Fuchses, Wolfes oder Bären: Sie war die einzige Möglichkeit, an Fleisch als Nahrung zu gelangen. Unsere Vorfahren haben sich von der Jagd ernährt und als Nebenprodukte Kleidung und Werkmaterialien gewonnen. Nur so war es ihnen möglich, zu überleben und dadurch unsere heutige Zivilisation zu begründen.

Dass von uns modernen Menschen längst nicht mehr jeder zur Jagd gehen möchte, ist selbstverständlich. Doch die Jagd zu bekämpfen, bedeutet die eigenen Wurzeln zu verleugnen. Denn es ist nicht nur so, dass keiner von uns wohl geboren worden wäre, hätten unsere Urahnen nicht gejagt. Sondern diese elementare Art der Nahrungsbeschaffung, die Jagd, hat im Lauf der Jahrtausende auch elementar die menschliche Kultur geprägt. Angefangen von Höhlenzeichnungen, die zumeist Tiere und Jagdszenen wiedergeben, hat die Jagd unsere Sprache, unsere traditionelle Bekleidung, unsere Musik und unsere Kunst maßgeblich beeinflusst. Wohl kaum ein anderes Thema hat die Menschheit über ihre gesamte Entwicklungsgeschichte so umfassend begleitet wie die Jagd. Auch die enge Koevolution von Mensch und Wolf bzw. Hund, die weit über 10.000 Jahre alt ist, geht vermutlich auf das gemeinsame Anliegen der Jagd zurück.

Ohne Frage: Heute spielt die Jagd in unserer Gesellschaft eine andere Rolle, zum Beispiel schieben sich auch Bewahrungs- und Schutzaspekte für viele Arten wie Auer- oder Birkwild, Fischotter oder Luchs in den Vordergrund.

Das Jagdrecht ist seit 1849 an Grund und Boden gebunden und gehört somit zuerst einmal den Grundeigentümern. Wenn diese es an einen Jäger verpachten, ist es gemeinsames Ziel, das Land bzw. dessen Früchte vor Schäden durch Wild zu bewahren. Bayerns Jäger engagieren sich aus Freude an der Jagd, doch sie leisten auch ihren Anteil dazu, unsere Wälder klimatolerant umzubauen, die Feldfluren vor Schwarzwildschäden zu bewahren und mehr.

Doch dem BJV als Dachorganisation der 44.000 Jäger in Bayern sind die Wurzeln sehr wohl bewusst. Und so fördert er neben seinem Eintreten für die Belange der Jäger und des Wildes auch speziell die Jagd als Kulturgut und als Teil der Geschichte unserer Gesellschaft.

Wer sich zu diesem Themenkomplex weiter informieren möchte, kann dies beispielsweise im Deutschen Jagd- und Fischereimuseum in der Neuhauser Straße in München tun, an dessen fachlicher Leitung der BJV beteiligt ist.

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