Dienstag, 06. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 61839

Helaba-Konzern weiter auf Erfolgskurs

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) .
- Erfreuliches Konzern-Ergebnis in Höhe von 121 Mio. Euro vor Steuern im ersten Halbjahr trotz Belastungen aus Finanzmarktkrise von 224 Mio. Euro
- Dynamisches Kundengeschäft und Qualität der Bilanzstruktur bestätigen Geschäftsmodell
- Für Gesamtjahr optimistisch

Die Helaba Landesbank Hessen-Thüringen hat - auf Basis vorläufiger Zahlen - die erste Hälfte des Geschäftsjahres 2008 mit einem IFRS-Konzernergebnis vor Steuern von 121 Mio. Euro abgeschlossen. Der vollständige Halbjahresfinanzbericht wird am 29. August veröffentlicht. Trotz Belastungen aus der Finanzmarktkrise in Höhe von 224 Mio. Euro in den ersten sechs Monaten setzt sich der seit Jahren bestehende positive Ertragstrend im operativen Geschäft fort. Dr. Günther Merl, Vorsitzender des Vorstandes, sieht hierin eine Bestätigung des strategischen Geschäftsmodells der Helaba im Markt: "Unser ungebrochen dynamisch verlaufendes Neugeschäft und der im Vergleich zu anderen Instituten hohe Anteil der Kundenforderungen an der Bilanzsumme von knapp 50 % dokumentieren die enge Verknüpfung der Helaba mit der Realwirtschaft und verdeutlichen das Zukunftspotential einer integrierten Universalbank. Der konzernweite ausgewogene Mix aus Retail- und Wholesale-Geschäft bildet die stabile Basis für unsere operative Ertragsstärke und hat sich auch in der Finanzmarktkrise sehr bewährt."

Bilanzqualität dokumentiert breite Verankerung im Kundengeschäft

Die Bilanzsumme des Helaba-Konzerns blieb mit 174,7 Mrd. Euro gegenüber dem Jahresende 2007 weitgehend konstant. Dabei haben sich die Qualität der Bilanzstruktur und das Risikoprofil weiter verbessert. Getragen von einem erneut deutlichen Zuwachs der Forderungen an Kunden um 3,2 Mrd. Euro bzw. 4 Prozent auf 83,6 Mrd. Euro erreicht der Anteil dieser Bilanzposition mittlerweile konzernweit fast die 50-Prozentmarke. Wesentlich hierzu beigetragen hat das unverändert starke Neugeschäft. Im mittel- und langfristigen Laufzeitbereich (über ein Jahr) konnte im ersten Halbjahr 2008 ein Abschlussvolumen in Höhe von 9,5 Mrd. Euro realisiert werden, ein Plus von 20 % gegenüber dem Vorjahr. Wesentliche Treiber waren im Wholesale-Geschäft das in- und ausländische Immobilienkredit- und das Corporate Finance-Geschäft; hinzu kommen deutliche Zuwächse im mittelständischen Firmenkreditgeschäft in der Region Rhein-Main. Trotz der infolge von Spread-Ausweitungen an den Geld- und Kapitalmärkten gestiegenen Refinanzierungskosten blieb dabei die Nettomarge im Neugeschäft gegenüber den Vorjahren konstant. Dr. Merl: "Aufgrund der Zurückhaltung zahlreicher Banken im Kundengeschäft konnten wir erfreulicherweise unsere Marktchancen nutzen. Dabei haben wir im Neugeschäft keinerlei Abstriche an unserem konservativen Risikoprofil und der fristenkongruenten Refinanzierung vorgenommen."

Die Handelsaktiva und die Finanzanlagen wurden um rund 3 Mrd. Euro zurückgefahren. Neben der traditionellen Zurückhaltung der Helaba im Kreditersatzgeschäft wurde damit der seit mehreren Jahren verfolgte geschäftspolitische Kurs des Abbaus des nicht kundenbezogenen Kapitalmarktgeschäfts und der damit verbundenen Risikopositionen weiter fortgesetzt. Weiter ausgebaut wurde im Geschäftsfeld Global Markets hingegen das kundenbezogene Kapitalmarktgeschäft. Allein im ersten Halbjahr 2008 hat die Helaba im Volumen von 7 Mrd. Euro Schuldscheindarlehen für Unternehmenskunden arrangiert und platziert und ist damit einer der Marktführer in diesem Marktsegment. Bei einer nahezu konstanten Konzern-Bilanzsumme führten die Umschichtungen in der Bilanzstruktur zu einem Abbau der aufsichtsrechtlichen Risikoposition auf 64,3 Mrd. Euro.

Auch auf der Passivseite hat sich die Qualität der Refinanzierungsstruktur verbessert: Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sanken um 2 Mrd. Euro oder 6,4 % auf 29,8 Mrd. Euro; demgegenüber stiegen die verbrieften Verbindlichkeiten deutlich um 5,3 Mrd. Euro bzw. 15,5 % auf 39,5 Mrd. Euro. Dr. Merl: "Auch in schwierigen Märkten konnte die Helaba ihr hervorragendes Marktstanding bei den privaten und institutionellen Investoren nutzen. Dabei haben wir von unserem guten Rating und der Performance der Helaba in der Finanzmarktkrise profitiert." Die Liquiditätsstruktur der Bank ist unverändert ausgewogen. Priorität hat das Ziel, Liquiditätsrisiken aus Abhängigkeiten von kurzfristigen Refinanzierungsmitteln und Kostenrisiken aus der Mittelbeschaffung zu vermeiden. Die Helaba hat zwischenzeitlich ihr Modell zur Messung der Liquiditätsrisiken zur aufsichtsrechtlichen Anerkennung angemeldet. Das Nachrangkapital verringerte sich durch planmäßige Tilgungen auf 4,4 Mrd. Euro. Der Rückgang des Eigenkapitals um 96 Mio. Euro auf 4,8 Mrd. Euro geht zu einem wesentlichen Teil auf Wertveränderungen von Beteiligungen zurück.

G+V: Zweistellige Zuwachsraten bei operativen Erträgen

Beim Vorjahresvergleich führen die Auswirkungen der Mitte 2007 ausgebrochenen internationalen Finanzmarktkrise zu Verzerrungen: Im Vergleich zum unbelasteten Halbjahr 2007 erreichte das Konzern-Ergebnis vor Steuern 121 Mio. Euro nach 312 Mio. Euro im Vorjahr. Im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2007, in dem erstmals krisenbedingte Bewertungsbelastungen zu verarbeiten waren, konnte in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres demgegenüber ein deutlicher Ergebniszuwachs von rd. 33 % erzielt werden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung des Helaba-Konzerns wird im ersten Halbjahr 2008 einerseits geprägt durch einen Zuwachs im operativen Zins- und Provisionsüberschuss von 150 Mio. Euro bzw. 30 % und andererseits durch die Auswirkungen der Finanzmarktkrise. Letztere belasten das Ergebnis zum Halbjahr 2008 mit 224 Mio. Euro, nachdem im Vorjahr Bewertungskorrekturen in Höhe von 300 Mio. Euro angefallen sind. Dr. Merl: "Angesichts der bonitätsmässig unverändert hohen Qualität des Wertpapierbestandes des Helaba-Konzerns stellen diese Bewertungsbelastungen weitgehend wirtschaftliche Reserven dar, die bei Fälligkeit in den nächsten Jahren ertragswirksam anfallen. Wir sehen deshalb keinerlei Notwendigkeit zu vorzeitigen Bestandsveräußerungen im Handelsbuch und bei den Finanzanlagen."

Der Zinsüberschuss stieg mit einem Zuwachs von 134 Mio. Euro auf 530 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum um ein Drittel. Hier wirkt sich der starke Anstieg der Kundenbestände in den letzten zwölf Monaten aus. Die unverändert positive Entwicklung bei den Ausfallrisiken führte im ersten Halbjahr zu einem positiven Ergebnissaldo bei der Risikovorsorge im Kreditgeschäft von 46 Mio. Euro (im Vorjahr: 63 Mio. Euro).

Der Provisionsüberschuss stieg aufgrund des lebhaften Kredit- und Kapitalmarktgeschäftes kräftig um 14,7 Prozent auf 117 Mio. Euro.

Das Handelsergebnis bildete sich von plus 87 Mio. Euro im von der Finanzmarktkrise unbelasteten Vorjahreshalbjahr auf minus 155 Mio. Euro zurück. Diese negative Entwicklung ist überwiegend auf spreadbedingte Bewertungskorrekturen des im Handelsbuch geführten Wertpapierbestandes in Höhe von rund 36 Mrd. Euro zurückzuführen. Dieser dient u.a. im Rahmen der Liquiditätssteuerung als Collateral für die Liquiditätsbeschaffung gegenüber Zentralbanken und im Interbankenmarkt.

Auch das Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen und Derivaten sowie das Ergebnis aus Finanzanlagen inkl. Equity-Bewertung liegen aufgrund der Bewertung zu aktuellen Marktpreisen zum Stichtag 30. Juni 2008 mit minus 56 bzw. minus 15 Mio. Euro im negativen Bereich.

Das sonstige betriebliche Ergebnis stieg um 70 Mio. Euro auf 158 Mio. Euro. Dies liegt an der Ausweitung des Mobilien-Leasinggeschäfts der Hannover Leasing. Während die Erträge das sonstige betriebliche Ergebnis erhöhen, belasten die diesen Geschäften zuzuschreibenden Abschreibungen auf Sachanlagen den Verwaltungsaufwand, der um 14,5 Prozent anstieg. Bereinigt um diesen Effekt lag der Zuwachs im Verwaltungsaufwand in den ersten sechs Monaten 2008 jedoch unter 2 %.

Ausblick für 2008 positiv

Aufgrund der anhaltend positiven Entwicklung des operativen Geschäfts ist die Helaba bezüglich der Ergebnisentwicklung für das Gesamtjahr 2008 grundsätzlich positiv gestimmt. Dr. Merl: "Die Auswirkungen der Finanzmarktkrise werden aus heutiger Sicht zumindest bis in die erste Jahreshälfte 2009 anhalten. Zudem bleibt abzuwarten, ob und in welchem Umfang die Entwicklungen an den Rohstoff- und Energiemärkten und die Finanzmarktkrise auf die Realwirtschaft mit negativen Auswirkungen auf die Kreditmärkte übergreifen. Sofern sich für uns in der zweiten Jahreshälfte keine zusätzlichen Bewertungsbelastungen aus der Finanzmarktkrise ergeben, erwarten wir für das Gesamtjahr 2008 ein Vorsteuer-Ergebnis von gut 300 Mio. Euro."

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Wechsel an W&W-Spitze im Januar

, Finanzen & Versicherungen, Wüstenrot & Württembergische AG

Der bereits für das Jahr 2017 angekündigte Wechsel an der Spitze der Wüstenrot & Württembergische AG (W&W) findet zum 1.1.2017 statt. Dr. Alexander...

Die Pflegereform kommt, die Lücke bleibt

, Finanzen & Versicherungen, Wüstenrot & Württembergische AG

Zum 1. Januar 2017 tritt das Pflegestärkungsgeset­z II in Kraft. Bei der bisher größten Reform der gesetzlichen Pflegeversicherung werden ein...

Dank Gebäudesanierung hat das Heckenfest eine Zukunft

, Finanzen & Versicherungen, Taunus Sparkasse

Zahlreiche Sportvereine erfüllen neben dem Sport noch weitere wichtige Funktionen. Oft sind sie die wichtigen Treiber, die Traditionen aufrechterhalten...

Disclaimer