Donnerstag, 08. Dezember 2016


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TTH-Forum: "Verschwendungsfreies Arbeiten ist ein Innovationsthema ersten Ranges"

(lifePR) (Düsseldorf, ) Fachkompetenz, Gestaltungswille und Verantwortungsbereitschaft seien jenseits aller "Innovationsrhetorik" die eigentlichen Antriebe für erfolgreiche Neuentwicklungen. Wenn dann noch Unterstützung durch Experten und auch Fördergelder hinzukommen, seien die Startbedingungen umso besser. Das ist die Quintessenz nach dem Forum des Technologie-Transfer-Ring Handwerk (TTH), in dem dieser erstmals sein Innovationswerk präsentierte.

Es berücksichtige "alle wichtigen Themen, die für das Innovationsgeschehen von Bedeutung sind", erläuterte der Vorsitzende des TTH-Beirats, Meinolf Niemand, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Südwestfalen. Die "Ideenwerkstatt" versorge Handwerker frühzeitig mit Rat und Begleitung bei der Partnersuche und bei der Einschätzung des möglichen wirtschaftlichen Erfolgs der Idee. In der "Förderwerkstatt" geht es um finanzielle Hilfen. Die "Patentwerkstatt" informiert über die Frage, ob gewerbliche Schutzrechte sinnvoll sind, und die "Erfolgswerkstatt" ist der Ort, in dem man sich mit der Verwertung der Idee beziehungsweise des daraus entstandenen Produktes am Markt beschäftigt. Laut Niemand stellt das "Innovationswerk" damit ein neues Instrument und ein umfassendes Angebot des von der Landes-Gewerbeförderungsstelle des nordrhein-westfälischen Handwerks (LGH) geleiteten Netzwerks der Technologieexperten des Handwerks dar.

Es dürfte auf fruchtbaren Boden fallen, denn die Voraussetzungen, immer wieder neue oder verbesserte Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen zu schaffen, seien im Handwerk schon vom Grundsatz her gut, diagnostizierte Professor Friedrich Kerka vom Institut für Angewandte Innovationsforschung. Er rief dazu auf, sich mit Kunden zusammenzusetzen, um aus deren Problemen Lösungen von morgen zu machen. Zugleich gab er eine Richtung für das Nachdenken vor: "Verschwendungsfreies Arbeiten ist ein Innovationsthema ersten Ranges. Es bezieht sich vor allem auf die Faktoren Zeit, Ressourcen und Vertrauen der Auftraggeber."

Die Kunden, aber auch die Mitarbeiter und andere Unternehmen wurden von den Referenten Magdalena Münstermann, Dagmar Löffler, Dr. Thomas Altmann und Dr. Josef Gochermann als Initiatoren oder Partner bei Innovationen ins Blickfeld gerückt. Münstermann beeindruckte dabei mit ihrem Bericht, wie in ihre Anlagenbauunternehmen die Potenziale der Beschäftigten gestärkt und genutzt werden. "Die Mitarbeiter brauchen Freiräume, eine offene Kommunikation und Vorbilder, sie müssen Wertschätzung erfahren und gemeinsame Aktivitäten erleben. Dann engagieren sie sich überdurchschnittlich." Zugleich müsse man ihnen Möglichkeiten zu lebenslangem Lernen bieten. Als Erfolgsrezept hat sich bei Münstermann zudem eine "frühzeitige Vernetzung von Theorie und Praxis" bewährt - beginnend bei Kontakten zu Schulen und fortgeführt bis hin zur Kooperation mit Wissenschaftlern, die schon mehrfach mit Preisen belohnt worden ist.

Wenn der allergrößte Teil von Ideen den Weg zum gefragten Produkt nicht schafft, gehört Geldmangel zu den wichtigsten Gründen. Fördermittel der öffentlichen Hand seien da "eine tolle Stütze. Die verbreitete Angst davor ist nicht berechtigt", berichtete Katrin Bonhof von der Beratungseinrichtung Lotse aus ihrer Erfahrung. Die große Vielfalt der Programme mache allerdings eine Beratung bei der Auswahl und im Antragsverfahren sinnvoll.

Dies gilt nach Überzeugung von Professor Helge Cohausz ebenso für die Frage, ob man seine Innovation rechtlich schützen soll. Neben einem Patentantrag stehen hierfür insbesondere das Gebrauchs- oder Geschmacksmuster und die Marke bereit. Als häufig unterschätzte Vorbedingungen gerade für ein Patent nannte der Jurist die Neuheit, die wirtschaftliche Verwertbarkeit und vor allem die Tatsache, dass die Innovation tatsächlich noch nicht veröffentlicht worden ist - auch nicht auf einer Messe oder in einem Vortrag. Als erfolgreiche Marken wurden beim TTH-Forum das Team Steffen, "Wunschtermin", die "Profis im Handwerk" und deren "Unterbezeichnungen" vorgestellt, mit denen das Alsdorfer SHK-Unternehmen Steffen für sich und andere Handwerksbetriebe wirbt, die sich den strikten Qualitätsstandards stellen.

Landes-Gewerbeförderungsstelle des nordrhein-westfälischen Handwerks e.V. (LGH)

Die Landes-Gewerbeförderungsstelle des nordrhein-westfälischen Handwerks (LGH) ist eine Gemeinschaftseinrichtung der Handwerkskammern und der Fachverbände des Handwerks in NRW. Sie unterstützt diese Organisationen bei Fördermaßnahmen und koordiniert die Aktivitäten auf Landesebene, um die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der 180.000 Handwerksunternehmen nachhaltig zu verbessern. Darüber hinaus berät die LGH die Landesregierung bei deren Maßnahmen zur Mittelstandsförderung und übernimmt Aufträge für öffentliche Förderungen und Projekte.

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