Donnerstag, 08. Dezember 2016


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In 15 Jahren gut 13.000 Förderungen: Thoben und Knieps würdigen Meistergründungsprämie

(lifePR) (Düsseldorf, ) 15 Jahre alt, aber alles andere als ein stumpfes Schwert - so präsentierten heute NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben und für die LGH ihr Vorstandsmitglied Franz-Josef Knieps die Meistergründungsprämie NRW. Das Förderprogramm hat inzwischen mehr als 13.000 Existenzgründungen im Handwerk erleichtert und mittelfristig mehr als 65.000 Arbeitsplätze geschaffen oder gesichert. Dies mache die Prämie zu einem "hervorragenden Beispiel dafür, dass mit vergleichsweise wenig Geld sehr viel erreicht werden kann", lobte Ministerin Thoben.

Der Landtag hatte am 31. März 1995 einstimmig die Meistergründungsprämie beschlossen und danach das Programm immer wieder ebenso einmütig unterstützt. Mit einem Zuschuss von heute 7.500 Euro werden Meisterinnen und Meister im Handwerk gefördert, die sich selbstständig machen, einen Betrieb übernehmen oder sich an einem Unternehmen mit mindestens 50 Prozent beteiligen. Die Hilfe ist an eine Mindestinvestitionssumme (20.000 Euro bei Frauen, 25.000 Euro bei Männern) geknüpft sowie an die Schaffung oder Sicherung von Arbeitsplätzen: Im Falle der Betriebsneugründung oder Beteiligung ist von den Geförderten nach Ablauf von drei Jahren die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung von Mitarbeitern über zusammengerechnet wenigstens 24 Monate nachzuweisen. Wird ein Betrieb übernommen, müssen die vorhandenen Arbeitsplätze mindestens zwölf Monate erhalten oder besetzt bleiben.

Über die Jahre habe sich die Meisterprämie als "das erfolgreichste Existenzgründungsprogramm des Landes" bewährt, freuten sich Thoben und Knieps vor der Presse. Sie zeichne sich mit einer Summe von weniger als 2.000 Euro pro Arbeitsplatz durch eine "äußerst günstige Ziel-/Mittel-Relation" aus. Die Zahl von 65.000 Mitarbeitern entspreche immerhin der Einwohnerzahl von Städten wie Grevenbroich, Herford oder Unna - "vom Neugeborenen bis zum Hochbetagten dort".

Beide Sprecher stellten klar: "Die Fortsetzung der Meistergründungsprämie ist ohne Alternative. Es besteht auch keinerlei Korrekturbedarf. Das Programm ebnet jungen Handwerkern den Weg in die Selbstständigkeit - darunter zunehmend auch junge Frauen, was besonders erfreulich ist." In der Wirtschafts- und Finanzkrise müsse der Mittelstand konsequent unterstützt werden. Die Landesregierung sei sich der besonderen Kraft junger Betriebe des Handwerks bei der Sicherung der Beschäftigung bewusst. Großen Respekt zeigten die Ministerin und der LGH-Vertreter auch gegenüber dem Ausbildungsengagement der jungen Unternehmen: Unter den im Schnitt 4,1 Mitarbeitern sind 0,7 Lehrlinge. Der Start in die Ausbildung erfolgt bei einem Großteil der Betriebe schon unmittelbar nach der Gründung.

Für Franz-Josef Knieps steht fest: "Besser und effizienter kann die öffentliche Hand kein Steuergeld anlegen. Das Land wäre daher gut beraten, den Zuschuss auch weiterhin zu gewähren." Durch die Kopplung von Existenzgründung und Beschäftigung stelle die Meisterprämie einen doppelten Effekt sicher: Zum Ersten werde neuen Unternehmen eine Starthilfe gegeben. Das bringe frischen Wind auf dem Markt dank der neuen Konzepte der Jung-Unternehmer. Oder es werde unterstützt, dass etablierte Firmen in neue Hände übergehen und fortbestehen. Zum Zweiten werde für Arbeits- und auch für Ausbildungsplätze gesorgt, was ja ein großes gesellschaftspolitisches Anliegen ist.

Ausdrücklich sprach Ministerin Thoben ihren Dank an die LGH aus, die seit Anbeginn die Abwicklung des Förderprogramms übernommen hat und deren Effekte wissenschaftlich analysiert. Damit habe sie "maßgeblich zum Erfolg der Meistergründungsprämie beigetragen".

Anerkennung für die Förderung kam auch von zwei Meistern, die das Programm in Anspruch genommen haben: Dirk Leckebusch, Büroinformationselektronikermeister aus Dortmund (L+B Service), bereits im Herbst 1995 und Stephan Mensing, Bäckermeister aus Velen, im vergangenen Jahr. Während Leckebusch Gründer war und heute 16 Mitarbeiter beschäftigt, hat Mensing den fast 170 Jahre alten elterlichen Betrieb mit 14 Filialen und 120 Mitarbeitern erst vor gut einem Jahr übernommen und modernisiert. Der Firmenslogan "Frisch gebackene Ideen" wird immer neu umgesetzt, zum Beispiel im "Hannes", einem speziellen Weizenbrötchen, im "Plodden", einer Sahnetrüffel-Praline, deren Name sich Mensing hat schützen lassen, oder im "Fladie", einem belegten Fladenbrot. Die alte Backstube wurde zu einem Museum umgestaltet, in dem unter anderem Märchenabende am Holzofen stattfinden. Sie ist auch Teil des niederländisch-deutschen Projektes "agriculura"-Erlebnisroute in der Region. Leckebusch gehört zu den ersten Geförderten. "Seither hat sich unser Betrieb fast komplett gewandelt. Wir sind deutschlandweit tätig mit Druck- und Kopiertechnik, Archivierung, Büroausstattung, EDV-Netzwerktechnik inklusive Fernwartung. Das Consulting unserer Kunden bildet einen wesentlichen Schwerpunkt." 2009 wurde das Systemhaus als erstes Unternehmen im Raum Rhein-Ruhr und als drittes Unternehmen deutschlandweit für seine Service- und Beratungsqualität vom TÜV Nord zertifiziert. Gleichzeitig wurde L+B als erstes in Deutschland für den Bereich Managed Document Services (MDS) der Firma RICOH ausgezeichnet.

Landes-Gewerbeförderungsstelle des nordrhein-westfälischen Handwerks e.V. (LGH)

Die Landes-Gewerbeförderungsstelle des nordrhein-westfälischen Handwerks (LGH) ist eine Gemeinschaftseinrichtung der Handwerkskammern und der Fachverbände des Handwerks in NRW. Sie unterstützt diese Organisationen bei Fördermaßnahmen und koordiniert die Aktivitäten auf Landesebene, um die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der 175.000 Handwerksunternehmen nachhaltig zu verbessern. Darüber hinaus bringt die LGH sich fachlich ein in die Ausgestaltung der Mittelstandspolitik und übernimmt Aufträge für öffentliche Förderungen und Projekte.

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