Freitag, 02. Dezember 2016


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KWL veröffentlicht zweiten Bericht Gesellschaftliche Verantwortung

Maßnahmen zum nachhaltigen Wirtschaften vorgestellt

(lifePR) (Leipzig, ) Im Rahmen der "Wirtschaftsgespräche in Leipzig-Leutzsch" stellte die KWL - Kommunale Wasserwerke Leipzig GmbH am gestrigen Donnerstag ihren Bericht Gesellschaftliche Verantwortung 2008/2009 vor. Jeweils ein Schwerpunktkapitel informiert über Erreichtes und noch Offenes in den Handlungsfeldern Verantwortliche Unternehmensführung, Markt, Umwelt, Arbeitsplätze und Gemeinwohl. "Die KWL hat 2007 sehr bewusst den ersten Bericht zur Gesellschaftlichen Verantwortung veröffentlicht und eine Selbstverpflichtung abgegeben", sagt Dr. Andreas Schirmer, technischer Geschäftsführer der KWL. "Denn wir haben seit jeher einen auf nachhaltiges Wirtschaften und regionales Engagement angelegten Unternehmensansatz. Den wollten wir ausbauen und unsere umfassende gesellschaftliche Verantwortung noch stärker ins Zentrum unseres unternehmerischen Handelns rücken."

Allen Kunden verpflichtet

Von diesem Ansatz profitierten alle Anspruchsgruppen der KWL direkt und in vielfältiger Hinsicht, zum Beispiel in Form von sicheren Ausbildungs- und Arbeitsplätzen, modernen Sport- und Freizeitbädern oder immer saubereren Gewässern. Auch die moderate Preisentwicklung ist eine Folge des verantwortlichen Handelns. "Dabei sind wir aus Verantwortung für 618.000 Trinkwassernutzer in Leipzig und der Region bewusst bei der Anwendung unserer bestehenden Bemessungsgrundlage geblieben - wohlwissend, dass die Zählergrößenbemessung nach der DIN 1988 auch kritisiert wird. Aber die Anwendung der einzigen Alternative würde für einen Großteil der Menschen Preiserhöhungen von mehr als 40 Prozent nach sich ziehen", verdeutlicht Klaus Heininger, kaufmännischer KWL-Geschäftsführer und ergänzt: "Das wäre aus unserer Sicht gerade nicht verantwortlich."

Umweltschutz zahlt sich aus

Die Umwelt profitiert beispielsweise vom weiteren Vorankommen der Kanalnetzsteuerung, mit der die KWL die Leipziger Gewässer entlastet und gleichzeitig die Effizienz des Klärwerks Rosental steigert. Zudem erzeugt die KWL dort inzwischen über die Hälfte des eigenen Strombedarfs und bald auch einen Teil der notwendigen Heizwärme selbst. Zukünftig plant die KWL in Sachen Umweltschutz noch strategischer zu handeln und bis 2012 ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem einzuführen.

Engagement für Mitarbeiter und Gemeinwohl

Die rund 600 KWL-Mitarbeiter profitieren von familienfreundlichen Rahmenbedingungen, wie das "audit berufundfamilie", eine Initiative der gemeinnützigen Hertie Stiftung, im Jahr 2008 bestätigte. Die KWL verpflichtete sich damit aber auch, bis 2011 zahlreiche weitere Maßnahmen umzusetzen. "Wenn wir uns vor Augen führen, dass 2018 knapp die Hälfte unserer Stammbelegschaft in Rente geht, müssen wir jetzt handeln. Sonst werden wir in zehn Jahren ohne Fachkräfte und ohne eigenen Nachwuchs dastehen", betont Heininger.

Für zahlreiche soziale, sportliche und Umwelt-Projekte bleibt die KWL ein zuverlässiger Partner. Nichtsdestotrotz wurde die Sponsoringstrategie geschärft, auch weil weniger Budget zur Verfügung steht. Verantwortung ist keine Wohltätigkeit. Vielmehr will das Unternehmen gezielt und als berechenbarer Partner an Entwicklungsprozessen in der Region teilhaben. "Deshalb freut es uns besonders, dass unsere Bemühungen um das Leipziger Stadtbad mit der Dachsanierung einen wichtigen Meilenstein erreicht haben", so Heininger weiter.

Verantwortliche Unternehmensführung

In Kooperation mit der Handelshochschule Leipzig (HHL) hat das Unternehmen interne Konfliktfelder aufgedeckt, um diese gezielt abzustellen. Darüber hinaus setzte sich die KWL intensiv mit den Themen Korruptionsprävention und Risikoanalyse auseinander, was sich in einem Corporate Governance- und im KWL-Verhaltenskodex zeigt. "Das schließt ausdrücklich die Geschäftsführung mit ein, die sich ebenso im Lernprozess befindet und aus den immer wieder öffentlich diskutierten Vorwürfen ihre Lehren gezogen hat", sagt Schirmer.

KWL setzt Maßstäbe

Die Bilanz zur gesellschaftlichen Verantwortung fällt positiv, wenngleich nicht überschwänglich aus. "Wir haben vieles auf den Weg gebracht, zahlreiche Maßnahmen stehen aber noch aus. Gesellschaftliche Verantwortung darf nicht als kurzfristige Aktivität, sondern muss als langfristige Strategie verstanden werden", resümiert Schirmer. Im Jahr 2011 wird die KWL daher erneut über ihre Fortschritte berichten.

Europaweit sorgte das Unternehmen mit seiner ganzheitlichen Herangehensweise bereits für Aufsehen. So wurde die KWL 2008 vom Europäischen Zentralverband der öffentlichen Wirtschaft als bestes deutsches Unternehmen mit einem EU-Gütesiegel ausgezeichnet. Seit September 2009 wirken die Leipziger zudem in einem CSR-Forum der Bundesregierung mit und bringen in der Arbeitsgruppe "Glaubwürdigkeit und Sichtbarkeit von CSR" die Erfahrungen eines kommunalen Unternehmens ein.

Der KWL-Bericht "Gesellschaftliche Verantwortung 2008/2009" steht unter www.wasser-leipzig.de/verantwortung zum Download bereit.

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