Montag, 23. Januar 2017


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Ab April neue Firmen für dezentrale Abwasserentsorgung

Für Leipzig und die Region Verträge zur dezentralen Abwasserentsorgung neu vergeben

(lifePR) (Leipzig, ) Die KWL - Kommunale Wasserwerke Leipzig GmbH hat die Leistungen zur Entsorgung der Inhalte aus Kleinkläranlagen und abflusslosen Gruben neu vergeben. Ab 1. April 2010 sind folgende Unternehmen für die Entsorgung zuständig:

Nordwesten: Uniror Leipzig GmbH
Nordosten: ALBA Oschatz GmbH
Süden: Kanal-Türpe Döben GmbH & Co. KG

Andere Firmen sind für eine Abwasserentsorgung im Gebiet der KWL nicht zugelassen. Bei der Ausschreibung konnten sich nur solche Unternehmen durchsetzen, die nachweislich die technischen Voraussetzungen für diese Aufgabe erfüllen, die fachliche Qualifikation ihrer Mitarbeiter sicherstellen sowie serviceorientiert arbeiten. Die Abwasserbeseitigung umfasst nach dem Sächsischen Wassergesetz auch die Verpflichtung vollbiologische Kleinkläranlagen regelmäßig zu warten und die Eigenkontrolle der Besitzer zu überwachen. Das heißt, die genannten Entsorgungsunternehmen nehmen beispielsweise auch Einblick in das vom Grundstückseigentümer zu führende Betriebsbuch.

Abwasser bestens entsorgt

Seit 2005 werden Kleinkläranlagen und abflusslose Gruben bedarfsorientiert entleert. Seither erzielte die KWL gemeinsam mit den beteiligten Grundstückseigentümern beachtliche Erfolge. In den letzten fünf Jahren wurden etwa 95 Prozent aller Anlagen mindestens einmal geleert. Auch ist die Anzahl an Anlagen aufgrund der fortgeschrittenen Erschließung durch die KWL weiter gesunken. Von ehemals 7.300 Anlagen sind heute noch etwa 6.000 in Betrieb.

Biologische Kleinkläranlagen bis 2015

In Leipzig und Umgebung können dauerhaft rund 4.600 Grundstücke nicht an das zentrale Abwassernetz angeschlossen werden, da die Erschließung unwirtschaftlich ist. 600 Grundstücke sind durch die Gemeinden Jesewitz und Machern hinzugekommen, die seit 1. Januar 2010 zum Versorgungsgebiet der KWL gehören. Ein Teil dieser 4.600 Grundstücke verfügt noch über mechanische Kleinkläranlagen oder abflusslose Gruben, die nicht den gesetzlichen Bestimmungen entsprechen. Bis spätestens Ende 2015 fordert der Gesetzgeber die biologische Behandlung sämtlichen häuslichen Abwassers. Spätestens dann müssen auch alle Anlagen in Sachsen über eine biologische Reinigungsstufe verfügen. Im Freistaat fördert die Sächsische Aufbaubank den Neubau bzw. die Erweiterung von Kleinkläranlagen mit biologischer Reinigungsstufe. Der Grundstücksbesitzer erhält in der Regel 1.500 Euro für einen Neubau. Die KWL unterstützt Grundstückseigentümer beim Neu- und Umbau der Anlagen mit einem Komplettservice.

Service im Zentrum

Fragen zur Förderrichtlinie des Freistaates Sachsen für vollbiologische Kleinkläranlagen beantworten die Mitarbeiter des KWL-Kundencenters. Das Kundencenter hat Montag bis Donnerstag jeweils von 8 bis 18 Uhr sowie Freitag von 8 bis 14 Uhr geöffnet. Telefonisch sind die Mitarbeiter in dieser Zeit unter 0341 969-2222 für die Kunden da. Über ihren 24-Stunden-Entstörungsdienst ist die KWL unter Telefon 0341 969-2100 jederzeit erreichbar.

Formulare, Anträge oder weitere Informationen beispielsweise zu Installateuren gibt es im Internet unter www.wasser-leipzig.de/kundenservice.

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