Sonntag, 04. Dezember 2016


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PerMediCon 2015: "Die personalisierte Medizin erleichtert und verlängert schon heute das Leben vieler Menschen"

(lifePR) (Köln, ) Hochkarätige Diskussionen auf interdisziplinärer Basis vor internationalem Publikum: Die PerMediCon ging am heutigen Mittwoch mit einem guten Ergebnis zu Ende. Unter dem Motto "Die Zukunft der Medizin liegt in den Details" diskutierten über 400 Experten aus sieben Ländern an zwei Kongresstagen in Köln über Fortschritte und Herausforderungen der personalisierten Medizin.

Svenja Schulze, Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen betonte in ihrer Eröffnungsrede: "Die personalisierte Medizin erleichtert und verlängert schon heute das Leben vieler Menschen. Es geht hier um Fortschritt, der bei den Menschen ankommt. Dieser Fortschritt ist nur durch hohe Fachkompetenz und einen inter- und transdisziplinären Austausch mit allen Beteiligten zu erreichen. Die PerMediCon bietet ein hervorragendes Forum für einen solchen Austausch."

Auch wenn einige Krebsarten mittlerweile sehr gut behandelbar sind, konnte bei anderen über lange Zeit kein Durchbruch bei der Lebensverlängerung erreicht werden. Kongresspräsident Prof. Dr. Michael Hallek hob zu Beginn noch einmal die Zielsetzung der Veranstaltung hervor: "Viele der Teilnehmer an diesem Kongress stehen in der Verantwortung, das Gesundheitswesen so zu organisieren, dass alle Krebspatienten in Deutschland nach dem aktuellen Stand der Forschung behandelt werden können. Deshalb erhoffe ich mir, dass wir nach diesen beiden Tagen den Weg für die Präzisionsmedizin in unserem Land wieder ein bisschen weiter geebnet haben."

Personalisierte Medizin ist der Überbegriff für eine Strategie, die darauf abzielt, Medikamente und Therapien zu entwickeln, die besser auf den einzelnen Patienten zugeschnitten sind. Der Fokus der PerMediCon 2015 lag auf der Onkologie - dort sind die Entwicklungen am weitesten fortgeschritten.

Unter der Moderation von Christoph Wanko, Pressesprecher der Uniklinik Köln diskutierten unter anderem Dr. Hagen Pfundner, Vorstand Roche Pharma AG und Vorstandsvorsitzender Verband Forschender Arzneimittelhersteller (vfa) e. V., Matthias Mohrmann, Mitglied des Vorstandes der AOK Rheinland/Hamburg und Prof. Dr. Edgar Schömig, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor der Uniklinik Köln, ob unser Gesundheitssystem fit für eine Onkologie der Zukunft ist.

Die PerMediCon erlaubte in diesem Jahr auch einen Blick über den nationalen Tellerrand hinaus - es wurden neue Entwicklungen und Strategien im Bereich Blutkrebs aus Kanada, Finnland und den USA diskutiert und vorgestellt. Grundlage hierfür sind große Fortschritte der vergangenen Jahre in der Erforschung von Krankheitsursachen sowie die technologischen Errungenschaften der lebenswissenschaftlichen Forschung.

Die personalisierte Medizin bringt jedoch auch potenzielle neue Konfliktfelder in der Umsetzung mit sich. Rund um die Frage "Zentralisierte Diagnostik vs. Freier Zugang für alle?" diskutierten unter anderem Kongresspräsident Prof. Dr. Michael Hallek, Dr. Johannes Bruns, Generalsekretär des Deutschen Krebsgesellschaft e. V. , Prof. Dr. Stephan Schmitz, Vorsitzender des Berufsverbandes der Niedergelassenen Hämatologen und Onkologen in Deutschland (BNHO) e. V. sowie Dr. Susanne Weg-Remers, Leitung des Krebsinformationsdienstes des Deutschen Krebsforschungszentrum und Prof Dr. Dr. Dierks, Partner der Dierks + Bohle Rechtsanwälte Partnerschaft mbH.

Der Ausstellungsbereich mit 40 Unternehmensbeteiligungen bot den Besuchern darüber hinaus viel Raum für persönlichen Austausch und ausführliche Fachgespräche.

Erstmalig gab es im Rahmen der PerMediCon auch einen Publikumstag, an dem die Deutsche Krebshilfe beteiligt war. Neben Informations- und Beratungsangeboten zu einzelnen Erkrankungen informierten u. a. Ernährungsberater, Sporttherapeuten und Psychoonkologen über ihre Arbeit. In einem öffentlichen Gespräch mit der Wissenschafts-Journalistin Sarah Majorczyk, Autorin von "Das Handbuch gegen Krebs", Prof. Dr. Arnulf H. Hölscher, Direktor der Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral- und Tumorchirurgie der Uniklinik Köln und Gabriele Blettner, Leiterin des Beratungsdienstes INFONETZ KREBS der Deutschen Krebshilfe, wurden vor allem neue operative Ansätze in der Krebstherapie vorgestellt.

Call for Projects/PerMediCon Award

Das wissenschaftliche Programm wurde erneut durch den "Call for Projects" bereichert. Innovative und anwendungsorientierte Projekte, die auf Produkte, Technologien und Dienstleistungen im Kontext der personalisierten Medizin abzielen, wurden präsentiert. Der Wettbewerb hatte eine breit gefächerte Resonanz gefunden und alle Einreichungen waren von hoher Qualität. Die interdisziplinär besetzte Fachjury hatte sich intensiv mit allen eingereichten Vorschlägen auseinandergesetzt und 14 Projekte für den PerMediCon Award nominiert. Die drei Projekte mit der höchsten Jurybewertung wurden am zweiten Kongresstag prämiert und erhielten Geldpreise von bis zu 1.500 Euro, die ihnen von Dr. Christian Glasmacher, Mitglied der Geschäftsleitung der Koelnmesse GmbH, überreicht wurden. Den ersten Preis und diesjährigen PerMediCon-Award nahm am Mittwochnachmittag das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH, Universität Potsdam für sein Projekt"Drug Response Analysis", vertreten durch Dr. Konrad Klinghammer in Empfang. Der zweite Platz ging an das Projekt "QITHERA: Novel anti-cancer compounds to treat triple negative breast cancer (TNBC)" des Instituts für Pathologie, Uniklinik der RWTH Aachen, präsentiert von Dr. Michael Rose, und dritter Sieger war NEO New Oncology AG, Köln mit dem Projekt "NEOliquid - A blood based, non-invasive test to identify all genomic alterations relevant to therapy of cancer patient", repräsentiert durch Dr. Christian Glöckner, CTO.

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