Mittwoch, 07. Dezember 2016


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Maschinen für das Nähen und Fügen: umweltfreundliche, flexible und sparsame Spezialisten

IMB 2009: World of Textile Processing

(lifePR) (Köln, ) .
- Der Schlüsselreiz Nachhaltigkeit erreicht auch die Maschinen- und Anlagenhersteller im Bereich Nähen und Fügen
- Energiesparpotenziale und umweltschonende Verfahren bieten Wettbewerbsvorteile
- Die Antwort liegt in der Konstruktion

Zahlreiche führende Bekleidungshersteller beschäftigen sich damit, umweltfreundlichere Produkte mit umweltschonenden Methoden und Anlagen zu produzieren. In ähnlicher Weise arbeiten die bedeutendsten Technologiezulieferer der Bekleidungsindustrie daran, Maschinen anzubieten, die sowohl umwelt- als auch benutzerfreundlicher sind und den Bedienern ein Plus an Bedienkomfort und Ergonomie bieten. Gleichzeitig sollen Produktivität, Vielseitigkeit und Effizienz erhöht werden. Diese Philosophie wird zunehmend nicht nur auf die Konstruktion und Entwicklung der entsprechenden Maschinen, sondern auch auf die Produktion der Maschinen selbst ausgeweitet. Alle führenden Unternehmen der Branche arbeiten daran, Ressourcen und Energie zu schonen und in zunehmendem Maße Rohstoffe wiederzuverwerten. Interessante Entwicklungen auf diesem Gebiet zeigt die IMB - World of Textile Processing, die vom 21. bis 24. April 2009 in Köln stattfindet.

Bei der Entwicklung von Maschinen setzen die Hersteller darauf, Geräusch- und Hitzeentwicklung, Vibrationen sowie den Verbrauch von Getriebeöl zu reduzieren, ohne dabei Einbußen bei Qualität und Flexibilität hinnehmen zu müssen. Bei Industrienähmaschinen beispielsweise ist die Geräuschentwicklung nur weniger Maschinen vergleichsweise gering. Sind jedoch Tausende Maschinen gleichzeitig im Einsatz, hat bereits die kleinste Reduzierung der Lärmemission großen Einfluss auf die Umweltbelastung durch Lärm und damit die Gesundheit und langfristige Hörfähigkeit der Menschen, die sie bedienen.

Konstruktiv gegen Stromverbrauch und Zeitverlust

Dank verbesserter elektronischer Steuerungen können Produktivität und Flexibilität bei gleichzeitig verringertem Stromverbrauch gesteigert werden. Einstellungen nach bestimmten Parametern bei Nähmaschinen oder Automaten für Taschen oder Knopflöcher werden mithilfe der Elektronik bei Formen- oder Werkzeugwechsel schneller vorgenommen, so dass die Konfigurationszeiten von Maschinen drastisch reduziert werden können.

Immer öfter werden Motoren mit Direktantrieb eingesetzt. Da kein Strom durch die Reibung von einem Kettenband oder Getriebe verschwendet wird, sind Maschinen mit Direktmotoren üblicherweise effizienter. Durch die Reduzierung vibrierender Teile laufen sie in der Regel auch leiser. Eine geringere Anzahl rotierender Teile bedeutet zudem eine verminderte Störanfälligkeit. Bei einer niedrigen Drehzahl kann ein hohes Drehmoment erzeugt werden; ein hohes Drehmoment und eine niedrige Trägheit ermöglichen raschere Positionierungszeiten auf Permanentmagnet synchronen Servo-Antrieben. Feedback-Sensoren, die sich direkt auf den rotierenden Teilen befinden, ermöglichen eine präzise winklige Positionsbestimmung. Mit Neukonstruktionen solcher Maschinen können nach Herstellerangaben Zykluszeiten in einigen Fällen bis zu 40% sowie der Stromverbrauch bis zu 60% im Normalbetrieb und sogar bis zu 90% im Standby-Modus reduziert werden.

Wettbewerbsvorteile: Flexibilität und Effizienz

Auch zur IMB 2009 wird der Kampf um die Marktführerschaft bei Knopf- und Knopflochmaschinen weiter gehen. Ziel aller Anbieter ist es, die Flexibilität, Betriebsgeschwindigkeit und Benutzerfreundlichkeit ihrer Maschinen zu erhöhen. Außerdem soll bei Knopfannähmaschinen der Wechsel von Knopfmustern (von Knöpfen mit zwei, drei und vier Einstichlöchern bis hin zu Stegknöpfen) stark vereinfacht werden, so dass kein Mechaniker mehr hinzugezogen werden muss. Eine der Anforderungen an Knopflochmaschinen ist es, möglichst viele verschiedene Knopflocharten zu ermöglichen, die aufeinander folgend programmiert werden können. Stichlänge und -dichte, Knopflochlänge, -breite sowie der Schnitt der Öffnung müssen einfach und schnell auf dem Bedienfeld zu ändern sein, so dass die Maschine in der Lage ist, von Wäsche- zu Augenknopflöchern, mit oder ohne Gimpe, zu wechseln, ganz unabhängig davon, ob die Öffnung vor oder nach dem Nähen geschnitten werden soll.

Grundsätzlich ermöglicht die modulare Konstruktion der neu entwickelten Maschinen die rasche und einfache Anpassung an verschiedene Stile und Anforderungen. Zu diesen Modulen gehören auch verschiedene Arten von Staplern für das Nachfixieren oder Platzierungssysteme, die vor dem anschließenden Fixieren zum Einsatz kommen.

Die hohe Flexibilität heutiger konventioneller Nähmaschinen erweitert deren Einsatzmöglichkeiten auch für dekorative Zwecke, z.B. für sequenzielles und programmierbares Paillettendesign, unterschiedliche Effekte, die durch den Einsatz mehrerer Nadeln, mehrerer Farben oder mehrfacher Stiche erreicht werden können und vieles andere mehr.

Spezialkonstruktionen für technischen Einsatz

Da die Nachfrage nach Maschinen für gewichtsmäßig schwere oder schwierig zu nähende technische Textilien steigt, bieten die Aussteller der IMB 2009 auch auf diesem Gebiet spezielle Lösungen. So weisen diese Maschinen beispielsweise einen besonders großen Abstand zwischen Fuß und Bett auf, verfügen über speziell geformte Zylinder oder lange Säulen. Mit diesen Maschinen können sowohl leichte als auch sehr schwere Materialien z.B. für Autositze und Sicherheitsgurte, Innenausstattung von Flugzeugen oder Spezialfilter bearbeitet werden. Seit einigen Jahren dringen Stickmaschinen in den Markt technischer Textilien vor. Die gestalterischen Möglichkeiten einer Stickmaschine sind nahezu unbegrenzt, um technische Textilmaterialien zu verstärken oder eine exakte Platzierung von Drähten, Fasern, Fäden, etc. zu durchzuführen. Die einzige Einschränkung dabei ist die Biegsamkeit des verwendeten "Fadenmaterials". Stickmaschinen bieten praktisch uneingeschränkte Flexibilität bei der Formgestaltung, sie können vorprogrammiert werden, so sind sämtliche Stickprozesse leicht reproduzierbar.

IMB 2009 - 21. bis 24. April 2009
Weitere Informationen: www.imb-cologne.com

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