Samstag, 10. Dezember 2016


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Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe Calw

(lifePR) (Sindelfingen, ) Zum 1. August 2015 wird die Belegabteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe am Calwer Krankenhaus gemäß gestrigem Aufsichtsratsbeschluss in eine Hauptabteilung mit eigenen Ärzten überführt.

Bis dato wurde die Geburtsabteilung als Belegklinik durch die niedergelassenen Mediziner der frauenärztlichen Gemeinschaftspraxis Calw geführt. Lediglich die Hebammen sind direkte Angestellte des Kreisklinikums Calw-Nagold. Mit dem rentenbedingten Ausscheiden von Dr. Christian Kalmutzki Ende Juli sahen sich die verbleibenden Kollegen Dr. Günter Oettling, Dr. Michael Ruess und Frau Dr. Nada Elrich nicht mehr in der Lage, den Klinikbetrieb in der bisherigen Form aufrecht zu halten und hatten daher ihren Belegervertrag ebenfalls zum Monatsende gekündigt. Mit dem neuen ärztlichen Team um Dr. Dirk Pollmann (53), der in der Vergangenheit bereits für den Klinikverbund Südwest tätig war, wird die Klinik daher ab August als klinikeigene Hauptabteilung fortgeführt.

Aufgrund der strengen haftungsrechtlichen Vorschriften hatte sich der Klinikverbund Südwest gemeinsam mit den Calwer Belegärzten bereits seit 2012 mit der dauerhaft zwingenden Umsetzung der Richtlinie der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) intensiv auseinandergesetzt. Die Leitlinie der DGGG stellt hohe Mindestanforderungen an prozessuale, strukturelle und organisatorische Voraussetzungen für geburtshilfliche Abteilungen der Grund- und Regelversorgung. Demnach muss rund um die Uhr ein gynäkologisch- und geburtshilflicher Bereitschaftsdienst vorgehalten werden. Für den Fall, dass der diensthabende Arzt seine Weiterbildung noch nicht abgeschlossen hat, muss zwingend ein Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe im Rufdienst verfügbar sein. Mit dem rentenbedingten Ausscheiden von Dr. Kalmutzki wären diese Vorgaben durch die verbliebenen Belegärzte im Dreischichtbetrieb nur noch über eine unzumutbar hohe Dienstbelastung zu erfüllen gewesen.

In den vergangenen zehn Monaten hatte die Kreiskliniken Calw gGmbH zusammen mit ihrem Träger, dem Landkreis Calw, daher zahlreiche Lösungsmodelle entwickelt, um die geburtshilfliche Versorgung im Landkreis Calw durch die Fortführung einer geburtshilflichen Abteilung an den Kliniken Calw weiterhin zu sichern. Oberste Priorität hatte dabei die Umsetzung eines Organisationsmodells, welches die medizinisch hohe Qualität weiterhin garantiert, die Patientensicherheit gewährleistet und gleichzeitig die Dienstbelastung der bisherigen Belegärzte reduziert. "Im Hinblick auf die Fortentwicklung der Medizinkonzeption 2020 hat sich der Aufsichtsrat in Absprache mit der Geschäftsführung, mit den Belegärzten und den Mitarbeitern letztendlich aber für die Umwandlung der bisherigen Belegklinik in eine ärztlich geführte Hauptabteilung entschieden", erklärte der Aufsichtsratsvorsitzende Landrat Helmut Riegger im Nachgang der gestrigen Sonderaufsichtsratssitzung und Dr. Elke Frank, Geschäftsführerin des Klinikverbundes Südwest ergänzte: "Die ärztliche Leitung innerhalb der neuen Organisationsstruktur wird zum 1. August auf Dr. Dirk Pollmann sowie zwei weitere Teamärzte übergehen. Gemeinsam werden sie fortan zunächst kommissarisch die Geschicke der Klinik führen."

Das Angestelltenverhältnis aller Hebammen in Calw bleibt zudem unverändert bestehen. Gleiches gilt für die enge Zusammenarbeit der Calwer Geburtshilfe mit den Kinderärzten der Böblinger Klinik für Kinder- und Jugendmedizin mit angeschlossenem Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe, was auch Frühchen oder Zwillingsgeburten landkreisübergreifend beste medizinische Voraussetzungen bietet. Der zertifizierte Status Quo eines "Babyfreundlichen Krankenhauses" nach WHO/Unicef-Standards, welchen Calw seit 2008 bekleidet, bleibt von der neuen Organisationsstruktur ebenfalls unbenommen. "Der jetzige Lösungsansatz sichert zunächst einmal die gynäkologisch-geburtshilfliche Versorgung im Landkreis Calw", so Dr. Frank. Im August wird es weitere Gespräche mit den bisherigen Belegärzten geben, die zwar nicht mehr die Gesamtverantwortung der Klinik tragen wollen, sich aber nachwievor vorstellen können, einige Dienste im Bereich der Geburtshilfe abzudecken sowie ambulante gynäkologische Operationen für ihre Praxispatientinnen anzubieten.

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