Samstag, 10. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 548178

Für Hygiene und Patientensicherheit bestens gerüstet

Sterilgutabteilung der Klinik Mallersdorf umgebaut und neu eingerichtet

(lifePR) (Mallersdorf-Pfaffenberg, ) Die Klinik Mallersdorf hat in diesem Jahr einen hygienisch sehr sensiblen Bereich umfassend umgebaut und neu eingerichtet: die Zentrale Sterilgutversorgungsabteilung, kurz ZSVA. Für rund eine Viertelmillion Euro und mit viel Eigenleistung des Technischen Hausdienstes wurden im Erdgeschoß Wände und Deckenelemente eingerissen und neu gezogen, Böden frisch verlegt und schweres Gerät installiert. Um eine optimale Trennung des unreinen und reinen Bereiches zu erzielen, wurden zwei neue Durchlade-RDG's (Reinigungs- und Desinfektionsgeräte) eingebaut. Ein drittes, bereits vorhandenes RDG wurde entsprechend umpositioniert und eine ergonomisch und dem Prozessablauf angepasste Einheit zur manuellen Vorreinigung des Instrumentariums neu aufgebaut. "Der Aufwand hat sich gelohnt", zieht Hygienefachkraft Christian Schoßmeier Bilanz. "Die Patientensicherheit hängt in hohem Maße von der Hygiene im Krankenhaus ab und auf diesem Feld sind wir nun gerätetechnisch auf dem neuesten Stand. Damit sind wir in diesem wichtigen Bereich und allen von ihm versorgten Abteilungen für die Zukunft bestens gerüstet." Die Vorteile der neuen RDG's sieht Schoßmeier in den kürzeren Durchlaufzeiten und ihrer Fähigkeit, mehr Instrumente in einem Desinfektionszyklus aufbereiten zu können. "Die Klinik erfüllt nun nicht nur modernste Hygienevorschriften, sondern kann auch den künftigen Anforderungen an die Sterilgutversorgung ohne Bedenken entgegenblicken, die sicherlich weiter steigen werden", fasst Schoßmeier zusammen.

Ohne Menschen geht es nicht.

Wenn ein Chirurg nach einem sauberen OP-Besteck greift, muss er sich ohne weiter darüber nachzudenken darauf verlassen können: Die Instrumenten sind klinisch rein und enthalten keine Spur von Krankheitserregern. Damit dies ausnahmslos der Fall ist, laufen vorher aufwändige Prozesse in der Zentralen Sterilgutversorgungsabteilung ab. Speziell geschulte Mitarbeiter bereiten die gebrauchten Instrumente und Medizinprodukte systematisch für die Reinigung vor. Sie zerlegen diese soweit möglich, reinigen sie vor und bestücken die beiden neuen RDG's, die Geschirrspülern ähneln und doch viel mehr leisten. In den jeweils erforderlichen Reinigungsprogrammen kommt ein mildalkalischer Reiniger zum Einsatz. Das Instrumentarium wird nach der Reinigungsphase bei 93°C thermisch desinfiziert. "Der Sterilisationserfolg kann nur bei einer optimalen Vorreinigung und anschließender thermischer Desinfektion gewährleistet werden", erklärt Hygienefachkraft Schoßmeier. Während die Maschinen noch die Trocknung übernehmen, sind anschließend wieder geschulte Augen und geschickte Hände erforderlich, um die Produkte auf Sauberkeit, Unversehrtheit und Funktionsfähigkeit zu überprüfen und in das Sterilbarrieresystem zu verpacken. Hierbei kommen beispielsweise Folien, Vlies oder Container zum Einsatz.

Mit Druck und Dampf gegen Keime

Selbst danach geht es noch weiter um das gewünschte Ergebnis zu erzielen: Klinische Reinheit bzw. Sterilität, die viel schwieriger herzustellen ist als bloße Sauberkeit wie beim Essbesteck. Die OP-Bestecke in ihren dampfdurchlässigen Verpackungen werden auf so genannten Beschickungswägen in einen der beiden Dampfsterilisatoren geschoben, wo selbst hartnäckigsten Mikroorganismen, wie beispielsweise Bakteriensporen, bei drei Bar Druck und über 130 Grad Hitze der Garaus gemacht wird. Während die sterilen Artikel die Abteilung verlassen, treffen die nächsten Ladungen gebrauchter Instrumente bereits wieder ein. Um in diesem Kreislauf penible Hygiene zu gewährleisten und Kreuzkontaminationen zu vermeiden, ist die Sterilgutaufbereitung in einen unreinen sowie einen reinen Bereich untergliedert. Auf der unreinen Seite werden die gebrauchten Instrumente angeliefert, weshalb hier hohe Anforderungen hinsichtlich des Personalschutzes herrschen. Die Mitarbeiter sind dort mit einer speziellen Schutzausrüstung, wie zum Beispiel einem flüssigkeitsdichten Schutzkittel, einem Mund-Nasen-Schutz, einem Gesichtsvisier und Handschuhen ausgestattet um sich im Umgang mit dem mit Blut kontaminiertem OP-Instrumentarium vor Infektionserregern zu schützen.

Den Umbau und die Neueinrichtung der Abteilung sieht die Geschäftsleitung auch in einem größeren Zusammenhang als zukunftsträchtige Investition in die Patientensicherheit. Zahlreiche Qualitätskontrollen und Audits im Rahmen der anstehenden Rezertifizierungen nach DIN EN ISO 9001:2008 stehen an, für die sowohl das Personal als auch die Ausstattung nunmehr bestens gerüstet sind.

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