Montag, 05. Dezember 2016


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Ehrenamt in Jugendverbänden muss stärker anerkannt werden!

und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V. setzt sich im Gespräch mit den Jugendpolitischen Sprecher_innen für verbesserte Rahmenbedingungen für ehrenamtliches Engagement junger Menschen ein

(lifePR) (Magdeburg, ) In Jugendverbänden gestalten junge Menschen für Kinder und Jugendliche Gruppenstunden, planen Freizeiten oder führen die Geschäfte eines ganzen Jugendverbandes. Um genau dieses Engagement ging es dem Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V. in einer Diskussionsrunde mit den Jugendpolitischen Sprecherinnen der Landtagsfraktionen. „Uns ist wichtig aufzuzeigen, was junge Menschen ehrenamtlich in Jugendverbänden leisten und welche Verantwortung sie tragen“, betont Katrin Skirlo, Stellvertretende Vorsitzende des KJR LSA.

Dabei ist ein Engagement nicht nur mit Spaß verbunden. „Der Anreiz für Jugendliche, sich aktiv zu engagieren, wird durch beschwerende Rahmenbedingungen gemindert“, erläutert Skirlo. „Das Engagement ist für viele nicht nur mit viel Zeit, sondern zum Teil auch mit Kosten verbunden. So fallen zum Beispiel Fahrkosten an, wenn junge Menschen an Gremien, politischen Gesprächen oder außerschulischen Bildungsangeboten für ihren Verband teilnehmen“, erläutert Juliane Jesse, ebenso Stellvertretende Vorsitzende des KJR LSA. Deutlich wird auch immer wieder, so die Vertreterinnen des KJR LSA, dass das Engagement in Jugendverbänden im Gegensatz zum Engagement z.B. in Schule, Ausbildung und Universität gesellschaftlich deutlich weniger anerkannt und wertgeschätzt wird. „Da wird oft von Hobby gesprochen, wenn jemand im Verband als Jugendleiterin, Trainerin tätig ist oder in der Jugendleitung bereits mit 20 Jahren Personalverantwortung hat“, berichtet Katrin Skirlo.

Hier möchten die Jugendverbände ansetzen und fordern von der Politik Unterstützung. Ideen gibt es viele und diese reichen von einer stärkeren Wertschätzung durch die Gesellschaft bis hin zur Freistellung für ehrenamtliches Engagement in der Schule, von der Ausbildung/vom Studium oder im Beruf. Eine sehr konkrete Idee erläutert Juliane Jesse: „Wir könnten uns zum Beispiel gut vorstellen, dass junge Menschen, die im Zusammenhang mit ihrem Engagement unterwegs sind, Busse und Bahnen kostenlos nutzen können.“ Dass dies keine ferne Utopie ist, zeigt ein Blick in andere Verkehrsverbünde. Hier sind juleica-Inhaberinnen beispielsweise berechtigt ab 14:00 Uhr auf Antrag kostenlos Busse nutzen, sofern sie für ihr Ehrenamt unterwegs sind. In Sachsen-Anhalt könnte sich eine solche Regelung ebenfalls sehr positiv auf das ehrenamtliche Jugendengagement auswirken.

Im Anschluss an die Diskussion baten die Vertreterinnen der Jugendverbände die Jugendpolitischen Sprecherinnen um ihr Statement zum Thema Engagement in Jugendverbänden. (siehe Fotos)

Eduard Jantos (Jugendpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion):
„Ich stehe für die Selbstbestimmung der Jugend!“

Monika Hohmann (Jugendpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE):
„Ehrenamt gehört stärker in den Fokus der Öffentlichkeit. Ehrenamt ist nicht selbstverständlich. Daher muss Freiraum geschaffen werden, damit alle davon partizipieren können.“

Norbert Born (Jugendpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion):
„Das Ehrenamt ist die wichtigste Basis in der Jugendarbeit unseres Landes.“

Cornelia Lüddemann (Jugendpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion B90/Die Grünen):
„Freiraum: für Kinder und Jugendliche: in Raum + Zeit - in Mitteln + Möglichkeiten - in Struktur + Ausdruck!“

Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V

Der Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V. ist der Zusammenschluss von 24 landesweit tätigen Jugendverbänden, 3 Dachverbänden sowie der Arbeitsgemeinschaft der Kinder- und Jugendringe der kreisfreien Städte und Landkreise. Er vertritt die Interessen der Kinder und Jugendlichen sowie seiner Mitglieder gegenüber dem Land Sachsen-Anhalt und der Öffentlichkeit. Der Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V. ist Träger der Landeszentralstelle juleica.

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