Sonntag, 04. Dezember 2016


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Ingenieure: Abflauende Konjunktur schmälert Gehaltssteigerung

Kienbaum-Studie zur Vergütung von Ingenieuren in Führungs- und Fachpositionen

(lifePR) (Gummersbach, ) Die scheinbar abflauende Konjunktur macht sich auch bei der Vergütung von Fachkräften in Ingenieurberufen bemerkbar: Während die Gehälter deutscher Ingenieure im Zeitraum 2006/2007 um durchschnittlich 4,1 Prozent gestiegen sind, konnten sie nun eine Steigerung von lediglich 3,6 Prozent verzeichnen. Bei einer Führungskraft stehen Jahresgesamtbezüge von durchschnittlich 103.000 Euro auf dem Gehaltszettel, während eine Fachkraft im Durchschnitt 62.000 Euro verdient. Das sind Ergebnisse der Vergütungsstudie "Ingenieure in Führungs- und Fachpositionen 2008" der Managementberatung Kienbaum, die auf Angaben von 570 Unternehmen und mehr als 4.800 untersuchten Positionen basiert. "Im sich zuspitzenden Wettbewerb wird es immer wichtiger, das Gehaltsgefüge der Branche genau zu kennen. Nur so können Unternehmen ihre Nachwuchsingenieure erfolgreich auf sich aufmerksam machen und sie mit attraktiven Vergütungsstrukturen an sich binden. Denn: Auch wenn die Steigerungen im Vergleich zum Vorjahr moderater ausfallen, haben insbesondere mittelständische Unternehmen mit schwacher Arbeitgebermarke nach wie vor erhebliche Schwierigkeiten, Ingenieurspositionen zu besetzen", sagt Kienbaum-Vergütungsexperte Christian Näser.

Gehaltsspanne: Je nach Position bis zu 56.000 Euro mehr im Portemonnaie
Die Gehaltsspanne bei Ingenieuren in Führungs- und Fachpositionen ist groß. Als technischer Gesamtleiter verdient ein Ingenieur durchschnittlich 135.000 Euro im Jahr, sein Kollege im Qualitätsmanagement erhält 88.000 Euro. Der Leiter Verfahrenstechnik bezieht ein durchschnittliches Jahresgesamtgehalt von lediglich 79.000 Euro. Bei den Fachkräften reicht die Gehaltsspanne vom Sachbearbeiter Materialwirtschaft/Logistik mit 44.000 Euro bis zum Produktmanager mit 84.000 Euro. Damit verdienen Ingenieure, je nach Position, durchschnittlich bis zu 56.000 Euro mehr im Jahr als ihre Kollegen.

Unternehmensgröße bestimmt Gehaltshöhe
Ein wesentlicher Einflussfaktor auf die Höhe des Gehalts ist die Unternehmensgröße, festgemacht an Jahresumsatz und Beschäftigtenanzahl. Dabei gilt für Führungspositionen: Je größer das Unternehmen, desto höher das Gehalt. So verdient ein Ingenieur in einem Unternehmen mit einem Umsatz von bis zu 50 Millionen Euro durchschnittlich 92.000 Euro im Jahr, zwischen 100 und 250 Millionen Euro Umsatz sind es 104.000 Euro und bei mehr als einer halben Milliarde Euro Umsatz stehen durchschnittlich 124.000 Euro auf dem Gehaltszettel einer Führungskraft. Bei Fachpositionen gibt es keinen signifikanten Zusammenhang zwischen Vergütung und Größe des Unternehmens. Tendenziell verdienen aber auch diese in größeren Firmen mehr.

Personalverantwortung zahlt sich aus
Neben der Verantwortung für ein großes Budget wird auch die Führung von Mitarbeitern entsprechend entlohnt: Wer bis zu fünf Mitarbeiter führt, erhält durchschnittlich 83.000 Euro im Jahr. Bei Verantwortung für 20 bis 40 Angestellte werden 122.000 Euro gezahlt und wer mehr als 140 Mitarbeiter führt, wird mit einem Jahresgesamtgehalt von 155.000 Euro vergütet. "Verantwortung zu übernehmen, zahlt sich aus. Um eine solche Position erfolgreich besetzen zu können, ist jedoch nach wie vor eine fundierte Ausbildung Voraussetzung. Gerade in Zeiten des War for Talent gilt: Je besser die Ausbildung, desto höher das Gehalt", sagt Christian Näser.

Variable Vergütung: Auch bei Fachkräften verbreitet
Bei durchschnittlich 81 Prozent aller Führungskräfte enthält das Gehalt variable Vergütungsbestandteile, die durchschnittlich 22.000 Euro betragen und 16 Prozent der Jahresgesamtbezüge ausmachen. Auch bei den Fachkräften wird das Instrument der variablen Vergütung verstärkt eingesetzt. Während im Vorjahr nicht einmal jede zweite Fachkraft variabel vergütet wurde, kommen heute schon zwei Drittel in den Genuss von leistungs- und erfolgsorientierten Gehaltsbestandteilen. Wichtigste Kriterien, um die Höhe des Bonus festzulegen, sind das Unternehmensergebnis und der Gewinn vor Steuern. Neben den monetären Zusatzleistungen erhalten rund zwei Drittel der Ingenieure eine betriebliche Altersversorgung.

Kienbaum Consultants International GmbH

Kienbaum ist in Deutschland Marktführer im Executive Search und im HRManagement und gehört zu den führenden Managementberatungen. Mit seinem integrierten Beratungsansatz begleitet Kienbaum Unternehmen aus den wesentlichen Wirtschaftssektoren bei ihren Veränderungsprozessen von der Konzeption bis zur Umsetzung. Kienbaum verbindet ausgewiesene Personalkompetenz mit tiefem Wissen in Strategie und Organisation.

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