Freitag, 09. Dezember 2016


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KBC bestätigt Position als solides Allfinanzinstitut in Kernmärkten, eigenständige und integrale Rückvergütung der Verbindlichkeiten gegenüber dem Staat

(lifePR) (Bremen, ) Während sich die Weltwirtschaft allmählich von ihrer schlimmsten Rezession seit Jahrzehnten erholt, hat die KBC ihre Strategie überdacht, um in der Zeit nach der Krise eine verbesserte Position einzunehmen. Der neue Geschäftsplan wird die KBC in die Lage versetzen, weiterhin als solides Regionalunternehmen in Europa zu fungieren, das für seine Kunden, Mitarbeiter, Aktionäre und für die Gesellschaften, in der die Geschäftstätigkeit abgewickelt wird, attraktiv ist. Die Strategie wird auch die adäquate Kapazität zur Rücknahme der Kernkapitalinstrumente, die dem Staat begeben wurden, erzeugen. Der strategische Plan, der die Grundlage für den von der Europäischen Kommission verlangten Restrukturierungsplan war, ist heute von den europäischen Aufsichtsbehörden bestätigt worden.

Schwerpunkte

- Lehre aus der Krise: Stärkerer Schwerpunkt auf den Kerngeschäften, Risikograd wird reduziert
- Kernallfinanzmodell kaum von der Krise berührt, Wachstumsoptionen in Osteuropa beibehalten
- Nicht verwässernder Ausstieg aus den Verbindlichkeiten gegenüber dem Staat, vor allem gestützt auf dem Zufluss von Einnahmen und einem reduzierten Umfang der internationalen Geschäftstätigkeit (auch einige Ausgliederungen)
- Risikogewichtete Aktiva des Konzerns sind um 25% zu reduzieren
- Dividendenzahlung soll 2011 wieder aufgenommen werden
- Plan von der Europäischen Kommission bestätigt
- Institutionelle Investor Conference (Investor Day) geplant für morgen, 19. November (London)

Strategie für das Kerngeschäft

Bis zum Beginn der Kreditkrise hatte die KBC eine solide Performance. Die Strategie der KBC, in mittel- und osteuropäischen Wachstumsmärkten zu investieren, war von hohem Nutzwert, und das ausgeprägte Allfinanz-Geschäftsmodell erwies sich als hocheffektiv. Jan Vanhevel, CEO des Konzerns: "Wenn wir die Einflüsse der Krise analysieren, ist es beruhigend zu sehen, dass unser Kerngeschäftsmodell nahezu unberührt geblieben ist und dass die strategischen Grundprinzipien für unsere Präsenz in Mittel- und Osteuropa ihre Gültigkeit behalten. Anders als bei vielen Unternehmen unserer Branche wird unser künftiges Wachstum aufgrund unserer hohen Einlagen-Kredit-Quote nicht durch die Mittelbeschaffung beeinträchtigt werden. Kunden- und Mitarbeiterbefragungen haben gezeigt, dass das Loyalitätsniveau solide geblieben ist."

Die hinter uns liegenden Marktturbulenzen haben jedoch gezeigt, dass eine entscheidende Reduzierung des Konzernrisikoprofils vonnöten ist und dass der Umfang der Geschäftstätigkeit und geografischen Märkte, denen die KBC Kapital zuteilt, dementsprechend zu reduzieren ist. Das Projekt der Neuausrichtung wird auch Kapitalquellen freisetzen, die zur Rücknahme der vom Staat gezeichneten Kapitalinstrumente beitragen werden.

Jan Vanhevel: "Im Zuge der Reduzierung der Geschäftsrisiken werden wir uns auf eine Reihe von Kernaktivitäten konzentrieren, bei denen wir einen starken Wertbeitrag haben. Vorrangig wollen wir unsere vorhandene Allfinanzplattform in Belgien und an fünf ausgewählten osteuropäischen Märkten ausbauen, wobei wir uns weiter vor allem an lokale Retail- und KMU-Kunden einschließlich lokaler Mittelständler wenden. Wir werden unser Engagement bei der Kreditvergabe an Unternehmen und bei Kapitalmarktgeschäfte außerhalb der Heimmärkte weitgehend reduzieren und wir werden auch KBL European Private Bankers veräußern. Damit einhergehen werden einige weitere Kapitaloptimierungsmaßnahmen in den Kernmärkten."

Im Vermögensverwaltungsgeschäft wird der geografische Schwerpunkt auf den Kernmärkten der KBC liegen. Dort werden über die KBC-Vertriebskanäle best-in-class-Produkte, vor allem Publikumsfonds, angeboten.

In den nächsten Jahren wird ein organisches Wachstum ohne große Akquisitionen verfolgt werden. Nach der Größe positioniert sich die KBC als europäisches regionales Unternehmen. Die KBC glaubt, dass eine Strategie der Neuausrichtung einen Wettbewerbsvorteil für ihr Kerngeschäft bedeutet und dass Größe, internationale Präsenz oder die Fähigkeit, große Akquisitionen zu tätigen, an sich nicht unbedingt zu einer besseren Performance führt.

Um die Ziele der Neuausrichtung zu erreichen, müssen einige Vermögenswerte veräußert werden. Die KBC hat sich für Vermögenswerte entschieden, die heute bei angemessener Bewertung abgegeben werden können, ohne gezwungen zu sein, zu Niedrigpreisen verkaufen zu müssen. Damit werden die Ausführungsrisiken für den Geschäftsplan minimiert, was angesichts des immer noch unsicheren wirtschaftlichen Umfelds wichtig ist.

Im vollen Bewusstsein der Forderung verschiedener Kräfte der Gesellschaft nach verantwortungsvollem Handeln engagiert sich die KBC fortwährend für die weitere Verbesserung ihrer Geschäftstätigkeit. Das Geschäftsmodell der KBC basiert auf der direkten, serviceorientierten Beziehung zu ihrer Kundschaft. Die Professionalität der Mitarbeiter und die starke Verbundenheit zu den lokalen Märkten sind Kernstücke einer solchen Strategie. Jan Vanhevel, CEO des Konzerns: "Wir engagieren uns, den Kunden Lösungen mit hohem Nutzwert zu bieten, und dies bei starker Bindung zu den Mitarbeitern, gleichzeitig zur Entwicklung der lokalen Volkswirtschaften beitragend. So schaffen wir nachhaltige Werte für Aktionäre und für die Gesellschaft im Allgemeinen."

Um die Vergütungsgrundsätze mit den langfristigen Belangen von Interessengruppen in Einklang zu bringen, hat die KBC eine neue konzernweite Vergütungspolitik bestätigt, beruhend auf übergeordneten Grundsätzen, internen Richtlinien und einem Kontrollrahmen nach den neuesten internationalen Normen. Die Mitglieder des Gruppenvorstands der KBC haben beschlossen, wie schon letztes Jahr so auch für das Geschäftsjahr 2009 auf einen Bonus zu verzichten.

Reduzierung des Umfangs internationaler Kredit- und Kapitalmarktgeschäfte

Wie bereits öffentlich bekanntgegeben wurde, wird die KBC das Betätigungsfeld der Division Merchant Banking, das sich vor allem auf das internationale Geschäft mit Unternehmenskrediten (außerhalb Belgiens sowie Mittel- und Osteuropas) sowie Kapitalmarktgeschäften erstreckt, deutlich reduzieren.

Über ein vor allem europäisches Netz von Filialen und Tochtergesellschaften für das Firmenkundengeschäft hat die KBC ein internationales Kreditportfolio für einen Betrag von 42 Milliarden Euro. Während es zu unseren Zielen gehört, die Finanzbedürfnisse von heimischen Firmenkunden im Ausland zu befriedigen, konzentriert sich ein großer Teil des Kreditgeschäfts auf lokale ausländische Firmenkunden oder auf Sondergebiete wie globale Projektfinanzierung. Jan Vanhevel, CEO des Konzerns: "Der neue Geschäftsplan wendet sich in seiner Neuausrichtung dem Teil des Geschäfts zu, bei dem eine natürliche Bindung zu unserer Kundschaft in unseren Kernmärkten besteht. Manche Teile des Portfolios ohne eine solche Bindung werden zum Verkauf angeboten werden. Andere werden zum Ende der Laufzeit nicht verlängert werden."

Bezüglich der Kapitalmarktgeschäfte wurde bereits bekanntgegeben, dass die KBC die auf Derivaten beruhenden Aktivitäten der Einheit KBC Financial Products als abgewickelt betrachtet. Auch einige andere Felder des internationalen Kapitalmarktgeschäfts mit wenig Synergien für die Kernstrategie kommen für eine Desinvestition in Betracht. Andererseits wird die KBC an den Wertpapiermärkten Belgiens sowie Mittel- und Osteuropas eine große Rolle spielen, um heimischen Firmenkunden Zugang zu den Kapitalmärkten und Kapitalmarktprodukten zu verschaffen.

Das Geschäft im Bereich Unternehmen und Märkte mit risikogewichteten Vermögenswerten, die 23 Milliarden Euro (zum 31.12.2008) vertreten, wird eingestellt (außer in Irland). In den letzten 5 Jahren hat diese Geschäftstätigkeit jährlich einen Nettobeitrag von durchschnittlich rund 150 Millionen Euro (ca. 400 Millionen als beste und -150 Millionen als schlechteste Jahresperformance) zum Überschuss des Konzerns erbracht.

Neuer strategischer Partner für KBL European Private Bankers

Über einen Cluster lokaler Marken hat die KBC auch ein reines Private-Banking-Geschäft außerhalb Belgiens sowie Mittel- und Osteuropas. Da dieses nur unterdurchschnittliche Synergien zur Allfinanzstrategie beinhaltet, wurde entschieden, einen neuen strategischen Partner für dieses Geschäft zu suchen. Die KBC wird inzwischen gewährleisten, dass der Wert des Geschäfts weiter wächst und dass ein ausgezeichneter Kundendienst geboten wird.

Jan Vanhevel, CEO des Konzerns: "Dieser Geschäftsbereich begann als Private-Banking-Aktivität in Luxemburg, wurde dann aber in den letzten 20 Jahren diversifiziert, um in neun europäischen Präsenzen Kundenvermögen in Höhe von heute 47 Milliarden Euro zu verwalten. Das Netz operiert unter dem Dach von KBL European Private Bankers, einer in Luxemburg ansässigen 99,9%igen Tochter der KBC Gruppe. In den letzten 5 Jahren wurde hier ein Jahresüberschuss von rund 175 Millionen Euro erwirtschaftet (für den Konzernüberschuss waren das im Durchschnitt, nach Finanzierungskosten, 125 Millionen Euro). Zu Beginn des Jahres waren hier risikogewichtete Vermögenswerte von 6 Milliarden Euro angesiedelt.

Das belgische sowie mittel- und osteuropäische Private-Banking-Geschäft unter dem Markenzeichen der KBC bleibt unverändert.

(Weiter lesen Sie im Anhang.)

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