Samstag, 03. Dezember 2016


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Wenn Grippe und Erkältung plagen

Virusgrippe oder grippaler Infekt

(lifePR) (Düsseldorf, ) Die feuchte und kalte Jahreszeit hat begonnen und damit die Zeit der Erkältungen und grippalen Infekte. Starke Erkältungen und grippale Infekte werden im Volksmund oft als Grippe bezeichnet. Doch sie unterscheiden sich massiv von der echten Virus-Grippe (Influenza). Die echten Influenza-Viren sind wesentlich aggressiver als Erkältungsviren und die Krankheitssymptome deutlich schwerer mit teilweise lebensbedrohlichen Folgeerkrankungen.

Dabei ist die Influenza eine Erkrankung, die sich durch eine rechtzeitige Impfung vermeiden lässt. "Die Impfung wird im Herbst (September bis November) empfohlen, damit der Schutz rechtzeitig vor der Grippesaison Anfang des Jahres aufgebaut werden kann", empfiehlt Dr. Leonhard Hansen, Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung (KV)Nordrhein.

"Der grippale Infekt beginnt schleichend mit den üblichen Begleiterscheinungen wie Schnupfen, Husten, Hals- und Gliederschmerzen", so Hansen. "Hier helfen Medikamente und ein paar Tage Bettruhe."

"Die Symptome der echten Virus-Grippe treten schlagartig und mit einem ausgeprägten Krankheitsgefühl im ganzen Körper auf", erklärt Hansen. Die Influenza beginnt oft mit Schmerzen in den Armen, Beinen und Rücken, Kopfschmerzen, Frösteln und Schweißausbrüchen. Der Patient hat hohes Fieber bis über 40° Grad, fühlt sich abgeschlagen, und quälender trockener Husten und Halsschmerzen setzen ein. Besonders ältere Menschen, chronisch Kranke mit Herz-, Leber- oder Nierenerkrankungen sowie abwehrgeschwächte Patienten sind von der Influenza bedroht. Häufig stellen sich bei ihnen schwere Komplikationen ein wie eine Lungenentzündung oder Verschlechterungen von chronischen Erkrankungen des Herzens oder der Lunge. Entzündungen des Herzmuskels oder der Hirnhäute können zu bleibenden Schäden oder zum Tode führen.

Bei einem normalen Krankheitsverlauf ohne Komplikationen klingt die akute Influenza-Erkrankung in der Regel nach fünf bis sieben Tagen ab. Die Patienten werden aber noch lange von Husten, starken Schweißausbrüchen und extremer Abgeschlagenheit gequält. "Es kann Wochen dauern, bis man wieder richtig fit ist", warnt Hansen.

Jährlich sterben bundesweit mehr Menschen an den Folgen der Influenza als im Straßenverkehr. Häufig beginnt die Influenza-Aktivität in unseren Breitengraden Anfang des Jahres und erreicht ihren Höhepunkt im Februar bis März. Die Impfung sollte daher im Herbst des Vorjahres erfolgen und ist immer auf die gerade zirkulierenden Influenzastämme abgestimmt. Die Impfung bietet keinen Schutz vor Erkältungen oder grippalen Infekten. Diese Erkrankungen können aber auch nicht durch die Grippe-Impfung ausgelöst werden.

Die Impfung wird als Standardimpfung für alle ab 60 Jahre und als Indikationsimpfung in jedem Lebensalter für Personen mit bestimmten Grundleiden oder als berufliche Impfung bei Personen mit erhöhtem Publikumsverkehr und bei Arbeiten im medizinischen und pflegerischen Bereich empfohlen und von den Krankenkassen bezahlt. Viele Krankenkassen übernehmen die Influenza-Impfung inzwischen für alle ihre Versicherten.

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