Sonntag, 11. Dezember 2016


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juris im rechtspolitischen Dialog - erstes Symposium war ein voller Erfolg

(lifePR) (Saarbrücken / Berlin, ) juris, einer der führenden Online-Anbieter von Rechtsinformationen in Deutschland, lud am gestrigen Mittwoch zum Symposium "Rechtsinformationen im Internet - Anspruch und Herausforderung" nach Berlin in die Akademie der Künste ein. Ziel war es, das Thema aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten und gemeinsam mit den rund 150 Gästen aus Politik, Wirtschaft sowie Anwalt- und Richterschaft zu diskutieren.

Zu den Referenten zählten u.a. Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Bundesministerin der Justiz a. D., sowie Prof. Dr. Thomas Voelzke, Vorsitzender Richter am Bundessozialgericht.

Technologische Entwicklungen und eine Vielzahl an Zielgruppen mit unterschiedlichen Bedürfnissen haben den Markt für elektronische Rechtsinformationen in den letzten Jahren stark geprägt. Die sich daraus ergebenen Herausforderungen für Anbieter, Nutzer und Gerichte wurden von den Referentinnen und Referenten des juris Symposium gestern aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet.

Den Begrüßungsworten von Gerrit Stein, Aufsichtsratsvorsitzender der juris GmbH, folgte ein Vortrag von Samuel van Oostrom, Geschäftsführer der juris GmbH, in dem er die Entwicklung von juris - das in diesem Jahr sein 30-jähriges Jubiläum begeht - von einem Bundesunternehmen hin zu einem erfolgreichen Wirtschaftsunternehmen skizzierte und die Identität des heutigen, "neuen" juris mit den Worten "Ohne Primärcontent kein juris, ohne Sekundärcontent keine Zukunft" auf den Punkt brachte.

Frau Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, die als einzige deutsche Vertreterin im Google Beirat sitzt, konzentrierte sich in ihrem Vortrag vor allem auf die rechtspolitischen Herausforderungen der Digitalisierung. Die ehemalige Justizministerin sieht die Big Date Industrie in der Pflicht, die Grundrechte der Bürger zu achten und forderte in diesem Zusammenhang klare Regelungen verbunden mit wirkungsvollen Sanktionen bei entsprechenden Verstößen. Da wir in mitten der technischen, gesellschaftlichen, politischen und rechtlichen Gestaltung der Digitalisierung seien, hielt sie gegen Ende Ihrer Rede fest: "Der Erfolg dieser Entwicklung wird davon abhängen, das richtige Maß an notwendiger europäischer Gesetzgebung und nationalen Anpassungen zu finden. "

Es folgte ein Vortrag von Prof. Dr. Thomas Voelzke, der sich zunächst der Entwicklungsgeschichte juristischer Datenbanken widmete und im Anschluss die besondere Rolle der Richter hervorhob, die als "Produzenten" und "Konsumenten" von gerichtlichen Entscheidungen eine Doppelfunktion ausübten.

Schließlich sprach er sich unter anderem für den zwingend aufrechtzuhaltenden gleichberechtigten Zugang zu Rechtsinformation aus und appellierte: "Es darf keinen exklusiven Zugang der Richterschaft zu einer Rechtsprechungs- und Normendatenbank geben. Der gleichberechtige Zugang von Gerichten und Anwaltschaft wird derzeit von juris hervorragend organisiert."

Prof. Dr. Wolfgang Ewer, ehemaliger Präsident des Deutschen Anwaltvereins, nahm im Anschluss einen Perspektivwechsel vor und beleuchtete das Zusammenspiel aus digitaler Welt und Anwaltschaft.

Eine wichtige Aufgabe des DAV sei es, beide Seiten der Digitalisierung - d.h. Arbeitserleichterung auf der einen sowie das Risiko der Verkümmerung charakteristischer Merkmale des Berufs auf der anderen Seite - deutlich zu machen und junge Berufsanwärter dahingegen zu sensibilisieren.

Eine besonders große Bedeutung komme zukünftig dem elektronischen Rechtsverkehr zu. In diesem Zusammenhang lobte Prof. Ewer die Professur für Rechtsinformatik an der Universität des Saarlandes, die durch juris gestiftet wurde: "Wir sollten noch mehr Brücken zwischen technischen und juristischen Fragestellungen schlagen."

Einen Einblick in die konkrete Nutzungspraxis der juris Datenbank lieferte die Jura-Studentin Anna K. Bernzen, die über die Vorteile elektronischer Datenbanken referierte und insbesondere die Relevanz der Verfügbarkeit von Originalurteilen für die eigene Urteilsbildung betonte.

Prof. Dr. Felix Hey, Geschäftsführender Gesellschafter des Verlags Dr. Otto Schmidt, ging schließlich auf die richtungsweisende Wirkung juristischer Fachverlagstitel im Internetzeitalter ein. Für die erfolgreiche Integration von Datenbanken und juristischer Fachliteratur sei laut Prof. Hey ein tiefgreifender Mentalitätswandel in den beteiligten Unternehmen erforderlich, insbesondere dann, wenn "die Kooperation über ein bloßes Zusammenstellen von einschlägigen Inhalten hinausgehen und zu einer echten Entwicklung neuer Ideen kommen will."

Die Schlussworte übernahm Johannes Weichert, Geschäftsführer der juris GmbH. Herr Weichert, Herr van Oostrom und die Teilnehmer zeigten sich sehr zufrieden mit dem ersten rechtspolitischen Symposium von juris.

"Wir haben mit dem Symposium eine Plattform geschaffen, um den fachlich-orientierten Austausch zwischen Politik, Wirtschaft sowie Anwalt- und Richterschaft zu fördern", sagte Samuel van Oostrom und ergänzte: "Die hohe Teilnehmerzahl und die hochkarätigen Referentinnen und Referenten unterstreichen die Relevanz des Themas und zeigen, wie hoch die Anforderungen an Anbieter verlässlicher elektronischer Rechtsinformationen sind."

juris GmbH

Die juris GmbH ist ein führender Anbieter von digitalen Rechtsinformationen auf dem deutschen Markt. Mit mehr als einer Million Dokumenten verfügt juris über die umfangreichste und bis ins Jahr 1947 zurückreichende Sammlung relevanter Entscheidungen zu allen Rechtsgebieten. Langjährige Erfahrung, etablierte Prozesse und die enge Zusammenarbeit mit Gerichten und Behörden gewährleisten die hohe Qualität und die Aktualität des Informationsangebotes von juris. Durch exklusive Partnerschaften mit renommierten Verlagen und die Entwicklung neuer Produkte vervollständigt juris sein Angebot kontinuierlich. juris wird von allen deutschen Gerichten genutzt, ebenso von Universitäten, Kanzleien, Verwaltungen des Bundes und der Länder, Verbänden, der Wirtschaft sowie von Juristen aus unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Saarbrücken und beschäftigt rund 200 Mitarbeiter.

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