Mittwoch, 18. Januar 2017


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Wieviel Journalismus brauchen junge Menschen

(lifePR) (Berlin, ) Durch das Interview mit Kanzlerin Merkel erntet Youtuber LeFloid viel Kritik und Häme, aber auch eine große Reichweite. ARD und ZDF müssen sich für den geplanten Jugendkanal nun fragen, wie Journalismus in Zeiten von Youtube und Twitter funktionieren kann.

Letzten Freitag erhielt der bekannte Youtuber LeFloid, mit richtigem Namen Florian Mundt, die Möglichkeit Bundeskanzlerin Angela Merkel zu interviewen. Unter dem #NetzfragtMerkel konnten ihm User aus seiner Netzgemeinde vorab Fragen zusenden, die sie der Kanzlerin schon immer mal stellen wollten. Resultat war ein Interview, das aktuelle Themen, wie den Grexit, nur am Rand behandelte und dafür eher Fragen nach dem persönlichen Befinden an die Kanzlerin stellte.

LeFloid erschien hier mehr als Youtube-Entertainer denn als kritischer Journalist und machte damit nur das, was in vielen Youtube-Kanälen von jungen Medienmachenden erfolgreich praktiziert wird: Er setzt auf Persönlichkeit und verliert so die professionelle Distanz, wie auch die nötige Objektivität eines Journalisten.

Das Konzept des Jugendangebots von ARD und ZDF baut genau auf diesen Trend, der gerade bei Jugendlichen gut ankommt: Ein digitales, plattformübergreifendes Angebot, welches die jungen Menschen, z.B. in Form von Youtube-Vorbildern, in die einzelnen Formate des Angebots locken soll.

Neben dem persönlichen Bezug zum Youtuber erfahren sie dabei Fakten und Geschehnisse aus der ganzen Welt.

Im Fall von LeFloid wurde einem jungen Medienmacher die Möglichkeit gegeben, die derzeit wichtigste nationale Politikerin zu interviewen und sich auszuprobieren. Außerdem konnten über ihn auch andere Jugendliche ihre Fragen an die Kanzlerin loswerden. "Diese Offenheit zu Plattformen wie Youtube braucht Deutschland um junge Leute auch weiterhin in den Medien mitzunehmen", erklärt Maximilian Gens, Bundesvorstand Jugendpresse Deutschland. "Wir wünschen uns aber auch, dass dies nicht die einzige Chance bleibt, dass junge Menschen sich auf der ganz großen Bühne profilieren dürfen. Junge Medienmachende gehören in die Redaktionen, wie Zeitungen in die Druckerei. Wir wünschen uns eine Erleichterung des Berufseinstiegs und eine frühzeitige Akzeptanz von jungen Leuten in der Branche. Denn die Qualität des Journalismus ist nicht vom Alter abhängig."

Die Jugendpresse Deutschland ermöglicht jungen Menschen auf ihren Veranstaltungen ihre Medienkenntnisse auszubauen. So z.B. beim Lehrmagazin "politikorange", in dem sich Jugendliche innerhalb eines kurzen Zeitraums ein Thema erarbeiten, dazu Artikel, Filme oder Radiobeiträge produzieren und diese dann über die Jugendpressekanäle publizieren. Wie kaum ein professioneller Journalist, schaffen sie es dabei die Inhalte jung und frisch aufzuarbeiten und erreichen damit eine junge Zielgruppe. Jungen Erwachsenen wird so die Möglichkeit gegeben frühzeitig Erfahrungen im Journalismus zu sammeln, unabhängig und kritisch. Denn auch das brauchen Jugendliche, um sich in die Welt einordnen- und eine eigene Meinung bilden zu können.

Jugendpresse Deutschland e.V. Bundesverband junger Medienmacher

Die Jugendpresse Deutschland ist die Organisation von mehr als 15.000 jungen Medienmachern in Deutschland - vom Schülerzeitungsmacher bis zum Volontär. Die Jugendpresse bietet jährlich mehr als 300 Seminare, Workshops, Kongresse, Camps und viele weitere Projekte für junge Medienmacher an. - www.jugendpresse.de

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