Samstag, 10. Dezember 2016


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Das Jahr 2010 beginnt mit einem positiven Wohlgefühl deutscher Arbeitnehmer

Zufriedenheit am Arbeitsplatz steigt das erste Mal seit einem Jahr an

(lifePR) (Fulda, ) JOB AG legt 1. Arbeitsklima-Index für 2010 vor
Ausgabe 1-2010

Auswertung 1-2010:

- Deutsche Arbeitnehmer sind positiv motiviert für das Jahr 2010
- JOB AG legt die insgesamt 9. Befragung im dritten Jahr vor
- Mit 7,5 steigt der Zufriedenheitsindex auf einen guten Durchschnittswert (Skala von 1=sehr schlecht bis 10=sehr gut)
- Erstmals steigt der Wert seit 2008 wieder an
- Männer (7,6) etwas positiver eingestellt als Frauen (7,5)
- Arbeitsklima und Gehalt verlieren leicht an Bedeutung
- Gewinner als Einflussfaktoren sind die Aufgaben und die Sicherheit am Arbeitsplatz

Zieht die Wirtschaft an? Welche Industriezweige haben sich erholt? Wie geht es an den Finanzmärkten weiter und welche Auswirkungen haben die hohen Staatsschulden oder Unternehmenspleiten? Trotz dieser Ungewissheit blicken deutsche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer positiv in das Jahr 2010. Zum ersten Mal seit Dezember 2008 steigt der Wert für die Zufriedenheit am Arbeitsplatz wieder. Das Wohlbefinden deutscher Arbeitnehmer an ihrem Arbeitsplatz nimmt im ersten Quartal zu und erreicht auf einer Skala von 1,0 (sehr schlecht) bis 10,0 (sehr gut) ein neues Hoch mit 7,5. Der Arbeitszufriedenheits-Index zeigt, dass sich Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland nach wie vor nur geringfügig durch äußere Faktoren bei der Zufriedenheit am Arbeitsplatz beeinflussen lassen. Zum ersten Mal nehmen das Gehalt und das Arbeitsklima an Bedeutung ab. Latent scheint in den Köpfen der Beschäftigten die Krise da zu sein, denn die Sicherheit des Arbeitsplatzes sowie die Aufgaben am Arbeitsplatz steigen in ihrer Bedeutung leicht an.

Das dritte Jahr in Folge lässt nun die JOB AG (Fulda), Spezialist für Personal Management und Job Management in Deutschland, einmal pro Quartal die Zufriedenheit deutscher Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer an ihrem Arbeitsplatz abfragen. TNS Emnid erhebt diesen Wert repräsentativ in der berufstätigen Bevölkerung. Bei der Befragung zeigt sich, dass die mehr als 1.100 berufstätigen Frauen und Männer aus allen Regionen, Altersgruppen und Bildungsschichten in Deutschland hinsichtlich ihrer Zufriedenheit am Arbeitsplatz die Wirtschaftskrise zwar spüren, aber sich dies bislang nicht nachhaltig auf ihr Wohlbefinden am Arbeitsplatz auswirkt. Der Arbeitsklima-Index wurde inzwischen zum neunten Mal repräsentativ und unabhängig erhoben.

Stefan Polak, Vorstand der JOB AG, kommentiert die Ergebnisse der ersten Quartalsabfrage 2010: "Trotz allgemeiner Unsicherheit steigt die Zufriedenheit der deutschen Arbeitnehmer 2010 zum ersten Mal wieder an. Es scheint für viele ein positives Signal oder Aufatmen nach dem krisengeschüttelten Jahr zu sein. Jedoch zeigt die wachsende Bedeutung der Arbeitsplatzsicherheit, dass die Krise in vielen Köpfen noch vorhanden ist und mit Vorsicht auf das neue Jahr geschaut wird."

Osten, Westen, Frauen, Männer - Wie wohl fühlen sich alle?

Die Stimmung im Osten und Westen ist gut: Der Zufriedenheitswert der westdeutschen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer steigt im 1. Quartal 2010 auf 7,5 an. Im Osten bleibt die Stimmung seit dem 4. Quartal 2009 konstant auf hohem Niveau (7,6). Die Zufriedenheit der männlichen Berufstätigen steigt auch im neuen Jahr weiterhin überdurchschnittlich an (7,6). Auch die Frauen kommen wieder aus der Talsohle (7,3, Q4, 2009) und sind weniger skeptisch eingestellt. Der Wert steigt nun auf gute 7,5.

Beschäftigte kurz vor dem Rentenalter (60+) zeigen sich sehr zufrieden (8,0). Der Wert stieg seit dem ersten Quartal 2009 kontinuierlich auf 8,0 an. In den Altersklassen darunter ging es dynamischer zu: Positiv und mit einem Anstieg entwickelt haben sich die Arbeitnehmer im Alter 30 bis 39 Jahre (7,8) sowie die 40- bis 49- Jährigen (7,3). Die so genannten Berufseinsteiger (14 - 29 Jahre) sind bei konstanten 7,6 stehengeblieben. Bei den 50- bis 59-Jährigen sinkt das Wohlbefinden von 7,6 auf 7,4.Damit gehören sie zu den Verlierern im ersten Quartal 2010.

Die Zufriedenheit der Selbstständigen, Freiberufler und Landwirte (8,6), liegt weiterhin unangefochten auf dem ersten Rang. Im ersten Quartal 2010 verzeichneten sie erneut einen leichten Anstieg. Sank der Wert für Leitende Angestellte und Beamte im letzen Jahr auf 7,6 sowie andere Angestellte und Beamte auf 7,2 im letzten Jahr so geht es für diese Berufsgruppen wieder aufwärts mit 8,0 und 7,4.Das Wohlbefinden der Facharbeiter und anderen Arbeiter sinkt im neuen Jahr. Der Wert für die Facharbeiter liegt nun bei 7,4 (Q4: 7,6) und der für andere Arbeiter bei unterdurchschnittlichen 6,6(Q4: 6,7).

Die Spange der Voll- und Teilzeit-Kräfte klafft wieder etwas auseinander. Im 4. Quartal lagen beide mit 7,4 auf gleicher Höhe. Der Wert der Arbeitnehmer in Teilzeit sank auf 7,3 und die Kollegen in Vollzeitbeschäftigung fühlen sich mit 7,6 deutlich wohler. Weiterhin deutlich unterschiedlicher Meinung zum Thema Wohlbefinden am Arbeitsplatz sind die Gewerkschaftsmitglieder und nichtorganisierten Arbeitnehmer. Die Zufriedenheitsdistanz vergrößerte sich weiter im 1. Quartal 2010.Gewerkschaftsmitglieder bleiben seit dem letzten Quartal 2009 auf konstanten 7,1. Nichtorganisierte Arbeitnehmer hingegen machten einen weiteren Sprung nach oben auf 7,6.

Sehr zufrieden zeigen sich die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt und Bayern (7,8) sowie Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland (7,7). Einen Aufwärtstrend zeigen die Bundesländer Sachsen und Thüringen sowie Berlin gesamt (7,3) und Schleswig Holstein, Hansestadt Hamburg, Niedersachsen und Bremen (7,4). Der Ausreißer Baden Württemberg, der im vierten Quartal in den Zufriedenheitskeller rauschte (6,9) verzeichnet wieder einen Anstieg auf 7,3. Das einzige Bundesland, bei dem die Zufriedenheit im ersten Quartal, sank ist Nordrhein-Westfalen mit 7,5 (Q4:7,6).

Arbeitnehmer mit Hauptschule ohne Lehre sind im ersten Quartal wieder unzufriedener 6,6 (Q4: 6,8). Die Beschäftigten mit Hauptschule und Lehre hingegen befinden sich weiterhin im Aufwärtstrend. Ihr Wert stieg von 7,3 (Q4, 2009) auf 7,4 im 1. Quartal 2010. Die Zufriedenheit der Beschäftigten mit mittlerem Bildungsabschluss steigt an auf 7,6. Auch der Abwärtstrend der Arbeitnehmer mit Universitäts- oder Hochschulabschluss stoppt: Der Wert steigt nun erstmals seit drei Quartalen wieder an auf 7,8 (2009: Q2: 8,1; Q3: 7,8; Q4: 7,7).

Bezüglich des Einkommens zeichnet sich ein ganz neues Bild ab: Berufstätige aus einem Haushalt mit einem Haushalts-Nettoeinkommen unter 1.000 Euro und 1.000 bis 1.500 Euro verzeichnen einen großen Zufriedenheitsanstieg. Beide Werte stiegen aus dem Keller über die 7,0-Marke auf 7,2. Hinab geht es bei einem Haushaltsnettoeinkommen von 1.500 bis 2.000 Euro auf 6,9 (Q4: 7,3). Weiterhin am zufriedensten (7,8), sind die Kollegen mit 2.500 + Euro.

Beim persönlichen Nettoeinkommen sind die Berufstätigen mit unter 1.000 Euro am unzufriedensten (7,0). Unzufrieden sind auch die Arbeitnehmer mit einem Nettoeinkommen von 1.500 bis 2.000 Euro (7,2). Positiv entwickelten sich die Werte der Arbeitnehmer mit 1.000 bis 1.500 Euro (7,6) sowie bei den Kollegen mit 2.000 bis 2.500 Euro (7,8). Weiterhin an der Spitze und mit Anstieg sind die Berufstätigen mit einem Nettoeinkommen von über 2.500 Euro (8,2).

Was beeinflusst das Wohlbefinden deutscher Arbeitnehmer am Arbeitsplatz?

Überraschend ist im 1. Quartal 2010, dass das Arbeitsklima und das Gehalt leicht an Bedeutung verlieren. Zwar haben beide noch ihre Plätze an erster und dritter Stelle inne, die Nennungen sanken jedoch. Das Arbeitsklima liegt bei 54 Prozent (Q4: 57%)und das Gehalt bei 39 Prozent (Q4: 42%). Eine Stagnation des Gehalts als Zufriedenheitsfaktor zeichnete sich schon im 4. Quartal 2010 ab. Der Motivationsfaktor der Aufgaben am Arbeitsplatz hingegen ist ungebrochen im Aufwärtstrend. Er stieg um 4 Prozentpunkte auf 46 Prozent. Ein weiterer Gewinner ist auch die Sicherheit des Arbeitsplatzes. Stagnierte diese noch im vierten Quartal, machte sie mit 5 Prozentpunkten einen Satz auf 33 Prozent.

Der Abwärtstrend des Arbeitsklimas als Zufriedenheitsfaktor wird von den Arbeitnehmern in West (55%), Ost (50%) und von den Frauen (52%) gestützt. Die männlichen Kollegen verzeichnen sogar einen kleinen Anstieg des Faktors Arbeitsklima auf 57 Prozent (Q4: 56%). Passen sich die Arbeitnehmer im Westen eher dem Trend an - Aufgaben 47 Prozent wichtiger als Gehalt 37 Prozent - so ist die Verteilung der Nennungen in Ostdeutschland umgekehrt. Das Gehalt liegt mit 45 Prozent vor den Aufgaben mit 40 Prozent. Aber ganz entscheidend ist im ersten Quartal 2010, dass die Sicherheit des Arbeitsplatzes bei allen Interessengruppen - Frauen, Männer, Ost und West - als Zufriedenheitsfaktor zugenommen hat.

Die Ergebnisse des JOB AG Arbeitsklima-Index stehen allen Medien und Unternehmen gegen Quellenangabe kostenfrei zur Verfügung. Auf Wunsch können von Medien Sonderauswertungen - soweit aus dem Datenmaterial ableitbar - abgerufen werden.

Der nächste Arbeitsklima-Index der JOB AG erscheint turnusmäßig im Juni 2010.

Die JOB AG wird im April 2010 wieder eine umfassende Gesamtauswertung aller Arbeitsklima-Untersuchungen des Jahres 2009 sowie einen Vergleich der Jahre 2008 und 2009 vorlegen, um Unternehmen und Arbeitnehmern wichtige Hinweise für eine erfolgreiche Zusammenarbeit geben zu können. Die Studie kann dann kostenfrei abgerufen werden.

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