Samstag, 10. Dezember 2016


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Trotz Finanzierungskrise: Mieten bei deutschen Gewerbeim-mobilien gestiegen

Preis- und Umsatzplus bei Büro- und Einzelhandelsmieten / Großstädte sind die Gewinner

(lifePR) (Berlin, ) Der Immobilienverband IVD hat heute im Rahmen der Immobilienmesse Expo Real den IVD-Gewerbe-Preisspiegel 2008/2009 vorgestellt. "Die konjunkturelle Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Optimismus in vielen Branchen in Deutschland haben sich in den Mietpreisen niedergeschlagen", so Jens-Ulrich Kießling, Präsident des Immobilienverbands IVD. "Der wirtschaftliche Aufschwung am Standort Deutschland ist am Immobilienmarkt angekommen." Die Nettokaltmieten für neuvermietete Büroflächen sind in Großstädten um bis zu 4,5 Prozent gestiegen. Im Durchschnitt aller Städte ergibt sich ein Plus von rund einem Prozent. "Zuletzt war in den Jahren 2000/2001 ein solch flächendeckender Mietpreisanstieg zu verzeichnen", sagt Kießling. Mittlerweile sei die positive Tendenz bei Gewerbemieten nicht mehr nur auf die Metropolen beschränkt.

"Die Turbulenzen an den US-Finanzmärkten und der Ölpreisanstieg im ersten Halbjahr haben bisher kaum Spuren bei der Ertragslage der einzelnen Immobilien hinterlassen", sagt Kießling. "Allerdings kann man nicht von einem Boom sprechen - das Klima auf den Immobilienmärkten hat sich zum Ende des dritten Quartals abgekühlt." Die Auswirkungen der aktuellen Bankenkrise, deren Ausmaß und der Einfluss auf die deutschen Immobilienmärkte seien noch nicht abzuschätzen. Die aktuellen Zahlen zeigten jedoch, dass die Fundamentaldaten des deutschen Gewerbeimmobilienmarktes intakt seien.

Flächenbedarf wächst, Büros werden kleiner

"Wir stellen einen 'Nachholeffekt' fest", berichtet Kießling. Der Flächenbedarf vieler Unternehmen sei durch Neueinstellungen gewachsen.

Auf der anderen Seite sei jedoch eine Tendenz zur Verkleinerung der Bürofläche je Mitarbeiter zu beobachten - beispielsweise durch räumliche Zusammenlegungen.

Positive Mietpreisentwicklung breitet sich aus Bereits im dritten Jahr in Folge sind die Büromieten in den Metropolen gestiegen. Im ersten Halbjahr 2008 sind nun bundesweit steigende Büromieten zu verzeichnen. Im Durchschnitt aller beobachteten Städte ergibt sich bei mittlerem und gutem Nutzungswert ein Mietpreisanstieg von 1,0 bis 1,5 Prozent. "Die positive Marktentwicklung geht von den großen Städten aus", sagt Kießling.

Großstädte sind die Gewinner - Frankfurt bleibt am teuersten

Im Jahr 2008 lag die Mietpreissteigerung in den Großstädten bei 1,0 bis 4,5 Prozent. "Spitzenreiter" bei den Mietpreisen für Büros bleibt Frankfurt (37 Euro Spitzenmiete pro Quadratmeter und Monat). Hinter Frankfurt liegen München (32 Euro Spitzenmiete), Düsseldorf (23 Euro Spitzenmiete) Berlin und Hamburg (jeweils 22 Euro Spitzenmiete).

Die durchschnittliche Schwerpunktmiete bei guten Mietangeboten beträgt bundesweit rund 7,40 Euro pro Quadratmeter. In Städten mit mehr als 300.000 Einwohnern liegt sie im Durchschnitt bei 11, 30 Euro pro Quadratmeter.

Überdurchschnittlich hohe Mietpreissteigerungen im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen unter anderem Gelsenkirchen (20 Prozent), Frankfurt am Main (16 Prozent) und Saarbrücken (15 Prozent). In der Bundeshauptstadt Berlin stiegen die Mieten für Gewerbeimmobilien um 4,5 Prozent. Auch in den Mittel- und Kleinstädten sind die Mietpreise gestiegen "Der konjunkturelle Aufschwung spiegelt sich in anziehen Mietpreisen wieder", so Kießling.

Bundesweiter Mietpreisanstieg bei 1a-Einzelhandelsflächen

Zum zweiten Mal seit 2001 verzeichnet der IVD einen bundesweiten Mietpreisanstieg für 1a-Einzelhandelsflächen. Die Neuvertragsmieten für kleine und große Einzelhandelsgeschäfte in 1a-Lagen der Geschäftskerne sind im bundesweiten Durchschnitt um knapp 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. "Ob sich der Mietpreisanstieg weiter festigt, bleibt abzuwarten", sagt Kießling. Die konjunkturellen Indikatoren seien angesichts der drohenden Inflation nicht eindeutig.

In allen Metropolen sind die Spitzenmieten gestiegen. Teuerster Standort bleibt München mit einer Spitzenmiete von rund 300 Euro pro Quadratmeter. Dahinter folgen Frankfurt (230 Euro Spitzenmiete), Hamburg und Stuttgart (220 Euro Spitzenmiete). In Berlin liegt die Spitzenmiete bei 200 Euro pro Quadratmeter.

Über den IVD-Gewerbe-Preisspiegel 2008/2009

Der Preisspiegel, der beim IVD (unter www.ivd.net) in gedruckter Form bestellt werden kann, erfasst die Entwicklung des Gewerbe-Immobilienmarktes in rund 370 Städten der Bundesrepublik. Grundlage für die Angaben bilden aktuelle Marktpreise aus dem 2. und 3. Quartal des Jahres 2008.

IVD Bundesverband

Der IVD ist die Berufsorganisation und Interessensvertretung der Beratungs- und Dienstleistungsberufe in der Immobilienwirtschaft. Der IVD ist mit ca. 6.000 Mitgliedsunternehmen der zahlenmäßig stärkste Unternehmensverband der Immobilienwirtschaft. Zu den Mitgliedsunternehmen zählen Immobilienberater, Immobilienmakler, Bauträger, Immobilienverwalter, Finanzdienstleister und Bewertungs-Sachverständige und viele weitere Berufsgruppen der Immobilienwirtschaft. Der IVD ist im Jahr 2004 als Zusammenschluss aus den bis dahin selbständigen Traditionsverbänden Ring Deutscher Makler (RDM) und Verband Deutscher Makler (VDM) entstanden. Die Aufnahme in den IVD Bundesverband erfolgt nach Abschluss einer umfassenden Sach- und Fachkundeprüfung und gegen Nachweis des Abschlusses einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherung.

Der vollständige Name des Verbandes lautet: "Immobilienverband Deutschland IVD Bundesverband der Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständigen e.V."

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