Sonntag, 19. Mai 2013


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Vereinigte Arabische Emirate: IGFM: Emirate erkaufen Zwangsabschiebungen Staatenloser

Rechte der einheimischen Beduinen ausgehebelt

(lifePR) (Abu Dhabi/Frankfurt am Main, ) Die Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) nötigen einheimische Beduinen, die komorische Staatsangehörigkeit anzunehmen, um sie anschließend zwangsweise abschieben zu können. Das beklagte am heutigen Dienstag die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM). Die in Frankfurt am Main ansässige IGFM weist darauf hin, dass sich das härter werdende Vorgehen der Emirate vor allem gegen Menschenrechtsverteidiger richte, die sich für die Rechte der einheimischen aber staatenlosen Beduinen einsetzten. Die IGFM forderte ein sofortiges Ende dieser Abschiebungspraxis.


Bei der Gründung der Vereinigten Arabischen Emirate im Jahr 1971 haben viele in der Region einheimische Beduinen sich nicht staatlich registrieren lassen. Die Behörden der Emirate betrachten sie und ihre Kinder als "Staatenlose" und erschweren ihnen das Leben in vielen Bereichen des täglichen Lebens, z.B. beim Zugang zu Gesundheitsversorgung und Bildung. Die Zahl, der oft in Armut lebenden Beduinen, soll in den Vereinigten Arabischen Emiraten bis zu 100.000 Menschen betragen.

Zwang in die komorische Staatsbürgerschaft

Nach Informationen der IGFM werden Beduinen durch Druck der Behörden in den Emiraten dazu genötigt, die komorische Staatsbürgerschaft anzunehmen, obwohl die allermeisten arabischen Beduinen den Inselstaat im Indischen Ozean niemals besucht haben oder andere Bindungen dorthin hätten. Für die nahe Madagaskar gelegenen Komoren spielen finanzielle Zuwendungen aus den Emiraten eine enorme Rolle.

Die Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate soll den Komoren bereits 200 Millionen US-Dollar für die Vergabe von Staatsbürgerschaften an staatenlose Einwohner aus den Emiraten gezahlt haben. Diese Summe entspräche rund 40 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) des Landes. Die IGFM hat auf Anfragen an die Botschaften und die Regierungen der Emirate und der Komoren zu diesen Transfers bisher keine Antwort erhalten.

IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin betont: "Die Vereinigten Arabischen Emirate dürfen die Diskussion um die Rechte einheimischer aber 'staatenloser' Beduinen nicht durch die Androhung und Vollstreckung von Zwangsabschiebungen abwürgen." Diese Ausbürgerungs- und Abschiebepraxis müsse sofort eingestellt werden, so die IGFM.

Weitere Infos unter:
http://www.menschenrechte.de

Facebook-Seite der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte:
https://www.facebook.com/igfmdeutschland

IGFM Workshop auf dem Global Media Forum in Berlin am 26. Juni 2012 in Bonn:
http://www.igfm.de/Deutsche-Welle-Global-Media-Forum-IGFM-Workshop.3074.0.html

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