Sonntag, 19. Mai 2013


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Russische Textilfirma hält Vietnamesen wie Sklaven

Polizei ignoriert Hilferufe

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) Über 150 vietnamesische Bürger werden seit drei Jahren in einem Bekleidungswerk in der Nähe Moskaus wie Sklaven gehalten. Wie aus mehreren Hilferufen hervorgeht, leben sie eingesperrt; Reisepässe und Handys wurden ihnen abgenommen. Russische und vietnamesische Behörden wurden von den Opferfamilien informiert, aber sie helfen nicht. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) wendet sich nun an die russische Regierung und fordert sie auf, diese Opfer organisierten Menschenhandels zu befreien, sie heimkehren zu lassen und die Beteiligten zur Rechenschaft zu ziehen.


Die Koalition zur Beseitigung der Modernen Sklaverei in Asien (CAMSA), deren Gründungsmitglied die IGFM seit 2008 ist, erhält seit Wochen Hilferufe von Angehörigen der Arbeiter aus Vietnam, die zurzeit wie Sklaven in einer Bekleidungsfirma in Russland festgehalten werden. Sie hatten sich erfolglos an die vietnamesische Botschaft in Moskau, an die russische Botschaft in Hanoi und an die Firma Vina Hand Coop in Hanoi gewandt, die die Arbeiter vermittelt hatte, um ihre Verwandten zu befreien.

Die Betroffenen, meist Frauen, kommen aus den armen Provinzen Nordvietnams und reisten mit Touristenvisa nach Russland. Ihnen wurde ein monatlicher Lohn von 1.000 US-Dollar versprochen. Davon sollen sie monatlich 300 US-Dollar für angebliche Schulden von 3.000 US-Dollar für die Ausreisegebühren abbezahlen. In Russland müssen sie 16 bis 18 Stunden am Tag in der Bekleidungsfirma Victoria (Stadt Ivantejewka) arbeiten und erhalten seit ihrer Einreise keinen Lohn, manche schon seit drei Jahren nicht. Die Firma gehört dem Vietnamesen Nguyen Van Lap, der ihnen sagte, dass sie neben der Abzahlung der Schulden für die Kosten der Einstellung von Wachleuten aufkommen müssten.

Die Arbeiter schlafen in demselben Gebäude, in dem sie arbeiten, und werden mit Lebensmitteln von minderwertiger Qualität versorgt. Ihre Reisedokumente und Handys wurden ihnen weggenommen. Die vietnamesischen Arbeiter dürfen das Gebäude nicht verlassen. Einige Arbeiter wurden bei einem Fluchtversuch von russischem Wachpersonal abgefangen und brutal misshandelt.

Die russische Polizei hat die Firma einige Male wegen Beschäftigung illegaler Arbeiter besucht, traf aber nur wenige Arbeiter an, weil der Besitzer die Arbeiter zuvor in einem Versteck eingesperrt hatte. Sie wurden erst freigelassen, nachdem die Polizei weggegangen war. Die Arbeiter haben nur noch einen Wunsch: Nach Hause.

Weitere Informationen zur Menschenrechtslage in Vietnam: http://www.igfm.de/Vietnam.543.0.htm
Facebook-Seite der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte: https://www.facebook.com/igfmdeutschland

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