- Pressemitteilung BoxID 326056
Bundesministerin Schröder übernimmt Patenschaft für politische Gefangene in Kuba
IGFM-Patenschaftsprogramm / IGFM: Große Symbolik für universell gültige Menschenrechte
Niurka Luque Álvarez organisierte am 17. März 2012 mit den "Damen in Weiß" anlässlich des 9. Jahrestages einer groß angelegten Verhaftungswelle gegen Dissidenten, des so genannten "schwarzen Frühlings", einen Protestmarsch durch Havanna. Zahlreiche Bürgerrechtsaktivistinnen wurden dabei verhaftet, Niurka Luque Álvarez und Sonia Garro Álfonso, ebenfalls Mitglied der "Damen in Weiß", befinden sich immer noch in Haft. Niurka Luque wurde zunächst in Havannas El Guatao-Gefängnis gebracht, aber nach wenigen Tagen in eine Strafzelle in Havannas berüchtigtes Frauengefängnis "Manto Negro" verlegt, in dem zahlreiche politische Gefangene einsitzen.
Niurka Luque befindet sich in Einzelhaft in einer so genannten "Strafzelle", in der besonders schlechte hygienische Bedingungen herrschen. Da ihr dringend notwendige Medikamente verweigert werden, hat sich ihr Gesundheitszustand im Gefängnis massiv verschlimmert. Nach Aussage ihrer 19-jährigen Tochter erleidet sie mehrere epileptische Anfälle pro Tag. Aufgrund von mangelnden Versorgungsmöglichkeiten ist sie gezwungen ein hohes Selbstverletzungsrisiko einzugehen. So hat sie bereits zahlreiche Blutergüsse am Kopf, da sie während der epileptischen Anfälle immer wieder mit dem Kopf gegen Gegenstände in ihrer Zelle schlägt.
Im Rahmen des IGFM-Patenschaftsprogramms engagieren sich prominente Politiker für politische Gefangene in Kuba und im Iran. IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin hebt hervor: "Dass Frau Schröder nun auch eine kubanische Gefangene unterstützt zeugt von großer menschenrechtlicher Solidarität. Obwohl Niurka Luque Álvarez, als "Dame in Weiß" leider nur ein Fall unter vielen - es gibt zahlreiche politische Gefangene in der Republik Kuba - ist, lenkt eine solche Patenschaft das öffentliche Bewußtsein auf die Menschenrechtslage in Kuba. Viele der Gefangenen werden unter unmenschlichen Bedingungen gehalten. Massive physische und psychische Gewalt ist in kubanischen Gefängnissen an der Tagesordnung. Eine politische Patenschaft, wie sie von Bundesministerin Dr. Kristina Schröder übernommen wurde, gibt den verfolgten Regimegegnern internationale Aufmerksamkeit und damit Schutz".
Schröders iranisches "Patenkind" Atefeh Nabavi wurde am 31. Mai 2012 aus dem für Folter berüchtigten Evin-Gefängnis in Teheran aus der Haft entlassen.
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