Donnerstag, 08. Dezember 2016


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Liquidität treibt die Märkte

(lifePR) (München, ) Auch diese Woche war wieder klar zu erkennen, dass es an den Kapitalmärkten einen ungeheuren Anlagenotstand gibt. Durch die Nullzinspolitik der Notenbanken werden zwar keine Investitionen angekurbelt, jedoch institutionelle und private Anleger und Sparer immer mehr in Risikoanlagen getrieben. Aktienmärkte sind weltweit schon wieder auf Bewertungsniveaus gestiegen, die eine dramatische Erholung der Unternehmensgewinne in den nächsten Jahren unterstellen. Langfristige Staatsanleihen bieten so wenig Rendite, dass man meinen möchte, es gäbe schon nächstes Jahr kein neues Angebot mehr (wie wir alle wissen, werden in 2010 aber so viele neue Staatsanleihen zu platzieren sein, wie niemals zuvor in der Geschichte). 10-jährige Bundesanleihen und US-Treasuries bei rund 3% passen in keiner Weise zu dem Wachstumsszenario, das die Aktienmärkte vorwegnehmen. Vielmehr unterstellen sie tiefe Leitzinsen für Jahre, Inflation nahe Null und damit Jahre mit sehr sehr niedrigem Wirtschaftswachstum. Trotzdem sind diese Woche die Zinsen für Bundesanleihen über alle Laufzeiten weiter gefallen. Trotzdem werden Unternehmensanleihen, die noch vor neun Monaten mit 8% Verzinsung ausgestattet waren, jetzt von Anlegern mit 4% Rendite gekauft. Kein Risiko scheint zu groß, wenn man damit verhindern kann, das Geld für 0,50% im Geldmarkt parken zu müssen. Es steht jetzt schon fest, dass entweder die Anleger am Anleihemarkt oder die Anleger am Aktienmarkt in 2010 ein böses Erwachen droht. Steigende Aktienkurse und steigende Anleihekurse waren in 2009 infolge des dramatischen Verfalls der Börsen nach Lehman möglich. In 2010 wird das auf den jetzt wieder erreichten Kursniveaus eine fast unmögliche Kombination. Wir sehen eine 80/20-Wahrscheinlichkeit, dass die langfristigen Kapitalmarktzinsen bis Ende nächsten Jahres deutlich ansteigen. Die 20% stehen für ein Deflationsszenario, das nicht ganz auszuschließen ist, auf das Baufinanzierungskunden aber nicht wetten sollten.

Baugeldkunden profitieren derzeit in zweifacher Hinsicht. Einerseits von den niedrigen absoluten Zinsen am Kapitalmarkt, andererseits aber auch von der wieder erhöhten Bereitschaft einzelner Banken, diese günstigen Kapitalmarktzinsen an den Kunden weiter zu geben, nachdem die Refinanzierungsmöglichkeiten der Institute sich wieder verbessert haben. Umso wichtiger ist es, den Markt genau zu durchleuchten, um den richtigen Finanzierungspartner zu finden. Die Finanzierungsspezialisten bei Interhyp können auf inzwischen mehr als 200 Banken zugreifen. Prinzipiell sollten Baugeldkunden derzeit die Absicherung auf lange Frist suchen. Schließlich laufen die meisten Finanzierungen rund 25 Jahre bis zur endgültigen Rückzahlung. Daher ist es mit erheblichen Risiken verbunden, wenn man zu kurze Laufzeiten wählt. Es wäre unseriös, heute Zinsprognosen auf 5 oder gar 10 Jahre zu machen. Deshalb ist auch das wirkliche Prolongationsrisiko nur nach Wahrscheinlichkeiten einzuschätzen. Die heutigen Zinssätze für lange Laufzeiten gehören zu den tiefsten der letzten 50 Jahre. Die Wahrscheinlichkeit, dass in 5 oder 10 Jahren die Konditionen deutlich höher liegen, ist daher groß. Dieses Risiko sollten somit gerade Käufer mit engen Budgets ausschließen und mit langen Zinsbindungen heute schon die monatlichen Belastungen festzurren. Das Ziel sollte immer eine möglichst rasche Entschuldung sein. Mit der Wahl der richtigen Tilgungsmöglichkeiten und mit dem optimalen Einsatz von Fördermitteln lässt sich zusätzlich Geld sparen.

Tendenz

kurzfristig: seitwärts

mittelfristig: aufwärts

Die Bestsätze bei Annuitätendarlehen für fünf Jahre liegen derzeit bei 2,92%, für zehn Jahre bei 3,68%, für 15 Jahre bei 4,18%, für 20 Jahre bei 4,40% und für 25 Jahre bei 4,48% effektiv.

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