Mittwoch, 07. Dezember 2016


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Kinder brauchen Rechte – keine Sonntagsreden!

(lifePR) (Nürnberg, ) Anlässlich des Weltkindertages weist der Interessenverband Unterhalt und Familienrecht (ISUV) auf die massive und vielfältige Benachteiligung von Kindern allgemein, insbesondere aber von Kindern geschiedener Eltern hin. Die Zunahme von Kinderarmut, oft auf Grund von Scheidung und Trennung, sind Missstände, die wir seit Jahrzehnten heftig kritisieren. Passiert ist nichts, denn sonst hätte die Kinderarmut in den letzten Jahren nicht drastisch zugenommen. Die Armut der Scheidungskinder wird durch die ungerechte Steuerpolitik gesteigert. Der ISUV kritisiert, dass Kinder im Zusammenhang mit Trennung und Scheidung weiterhin "ganz legal" einen Elternteil verlieren können. Nach Auffassung des Verbandes werden zu wenige Anstrengungen unternommen die gemeinsame Elternverantwortung trotz Trennung der Eltern zu erhalten.

ISUV-Vorsitzender Josef Linsler stellte fest: "Kinder leiden unter der Scheidung der Eltern, manche mittelfristig, einige langfristig, bei manchen ist das Urvertrauen massiv gestört, das sagen uns immer wieder betroffene Väter und Mütter. Diese Kinder leiden unter einer Scheidung besonders, wenn sie keinen Kontakt mehr zu einem Elternteil haben, - wenn diesem der Umgang verweigert wird. Wir fordern, dass insbesondere Väter nichtehelicher Kinder auch nach der Trennung die gemeinsame elterliche Sorge bekommen. Kinder haben Anspruch auf beide Eltern, Eltern bleiben Eltern, ob sie verheiratet sind oder nicht."

Des Weiteren forderte der ISUV-Vorsitzende: "Die Vorbehalte der Bundesrepublik gegen die UN-Kinderkonvention müssen zurückgenommen werden. Gerade diese Übereinkunft setzt Maßstäbe, die weltweit anerkannt sind. Darunter ist die Forderung, dass jedes Kind das Recht hat die eigene Identität zu kennen. Kinder brauchen ein Wahlrecht in einer immer mehr ergrauenden Gesellschaft, ansonsten werden sie noch mehr untergebuttert. Die teilweise hämische Diskussion zum Kinderwahlrecht macht überdeutlich, Kinder haben in der Öffentlichkeit der Singlegesellschaft nur wenige Interessenvertreter. Seit zwei Jahren wird um die Erhöhung des Kindergeldes um 10 bis 20 € herumgeredet. Inzwischen haben einflussreiche Gruppen ihr Gehalt schon auf Kosten der Allgemeinheit mit dem Segen der Politik um zehn Prozent aufgebessert. - Kinder brauchen effiziente Interessenvertreter, keine Sonntagsredner."

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