Mittwoch, 07. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 68472

Dickes Minus am Außentürenmarkt

Während Märkte in Westeuropa einbrechen, sind die Entwicklungen in Polen mehr als positiv

(lifePR) (WIEN, ) Durch einen drastischen Rückgang um 30% 2009 erreicht der spanische Außentürenmarkt einen neuen Tiefpunkt. Die rückläufige Baukonjunktur und sinkende Konsum-ausgaben führen zu einem kumulierten Rückgang des Außentürenmarkt um 13,1% 2008 in den Europe Top 5 Ländern (UK, Frankreich, Spanien, Italien und Deutschland), während Polen als wichtigster CEE Market auch dieses Jahr um 12,9% wächst.

Spanien stürzt tief

Nach 10 Jahren kontinuierlichem Wachstum ist der Zenit erreicht. Die Immobilienblase platzt und verursacht einen massiven Einbruch des Außentürenmarktes. Ungefähr 700.000 neu gebaute Wohnungen stehen leer und wurden noch nicht verkauft. Der Umsatz stürzte 2008 um 30,9%, die Menge um 32,3%, was als direktes Resultat einer geringeren Anzahl an Fertigstellungen zu sehen ist. "Der negative Trend wird noch einige Jahre dauern und den Markt um einige Hersteller bereinigen" meint Susanna Laurencik von Interconnection.

Dramatische Situation auch in UK.

Auch in UK ist eine Baublase geplatzt. Von 2007 bis 2010 wird der Markt insgesamt um 10,9% zurückgehen und erst dann wird eine erste leichte Erholung erwartet. Etwas weniger dramatisch ist die Lage in Frankreich und Italien, wo der Außentürenmarkt 2008 um 6,1% bzw. 3,1% einbricht, was ebenfalls auf die lahmende Baukonjunktur zurückzuführen ist. Während in Frankreich die Fertigstellungen im Wohnbausektor um 6,2% zurückgingen, wuchs der Nichtwohnbau um 1,9%. Hingegen verzeichnen in Italien beide Segmente einen stärkeren Rückgang.

Deutschland - es geht noch tiefer.

Der Abwärtstrend des deutschen Marktes geht weiter. Während die Marktgröße im Jahr 2000 über 1,2 Millionen Türen betrug, konnten 2008 nur 0,89 Millionen verkauft werden, was unter anderem eine Folge der Streichung der Eigenheimzulage ist. Die gleichzeitige Anhebung der Mehrwertsteuer hat der privaten Renovierung ebenfalls erheblich geschadet. Auch die Baugenehmigungen im Wohnbausektor sind eingebrochen und gingen im Jahr 2007 um 27,4% zurück.

In den kommenden Jahren wird sich der Markt langsam erholen. Fast 5-prozentige Wachstumsraten im Nichtwohnbausektor sind vorausgesagt, während der Wohnbau mehr Zeit brauchen wird um sich zu erholen.

Polen wächst - aber nicht mehr lange

Parallel zur Bauindustrie ist der Außentürenmark in Polen in den letzten 7 Jahren im Schnitt um 3,1% gewachsen. 2008 ist mit einem Wachstum von 9,7% ein Freudenjahr, an das in Zukunft nicht angeschlossen werden kann. Bis 2010 wird sich das durchschnittliche Wachstum auf 5,6% pro Jahr reduzieren.

Mediterrane Länder bevorzugen Holz.

Die Materialpräferenzen zeigen starke regionale Unterschiede. Die meditarrenen Ländern Spanien, Italien und Frankreich zeigen eine besondere Präferenz für Holz, das einen Anteil von 45,3% - 64,8% hat. Deutschland und Polen haben einen besonders hohen Anteil von PVC-Außentüren mit einem Anteil von jeweils ca. 40%, was auf die starke PVC-Fensterindustrie in diesen Ländern zurückzuführen ist. Metallaußentüren sind eine Domäne des Nichtwohnbaus, wo die Marktanteile zwischen 20,3% und 34,6% liegen. Generell sind die Materialverteilungen in den einzelnen Segmenten relativ stabil und ändern sich vor allem mit dem Auf und Abs des Wohn- bzw. Wirtschaftsbaus.

Hoffnung für die Zukunft?

Der Neubau wird in den nächsten Jahren für keinen Wachstumsimpuls am Außentürenmarkt sorgen, daher ist die Kreativität der Hersteller gefragt. Durch Innovationen im Bereich Sicherheit und Elektronik sowie verkürzte Lebenszyklen durch innovatives Design kann es gelingen einen Teil des Marktrückgangs aufzufangen.

Zur Studie:

Das IC Market Forecast® ist eine regelmäßig für die unterschiedlichsten Branchen durchgeführte Markt- und Branchenanalyse, wobei wesentliche Informationen für nationale, europäische und internationale Märkte erhoben und analysiert werden.

Die Studie IC Market Forecast® External Doors in Europe Top 6 - 2008 ist bei der InterConnection Consulting Group zum Preis von ? 4.250,- erhältlich; die verschiedenen Regionen sind auch separat erhältlich (? 950).

INTERCONNECTION Consulting GmbH

Interconnection Consulting ist eines der führenden europäischen Marktforschungs-institute im Baubereich. Der Fokus liegt auf komplexer branchenorientierter Marktforschung. Neben dem Türenmarkt werden in rund 30 verschiedenen Branchen regelmäßig Marktstudien, inklusive Wettbewerbs- und Distributionsanalysen, in allen europäischen Ländern erstellt.

Weitere Informationen zum Unternehmen finden Sie auch auf unserer Homepage unter www.interconnectionconsulting.com

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Klimazone für Extreme

, Bauen & Wohnen, Dachdeckerhandwerk Schleswig-Holstein

Alle reden von Wetterextremen, die künftig noch weiter zunehmen werden. Dabei ist das Dach eines Hauses schon immer „Wetterextremen“ ausgesetzt...

Klimazone für Extreme

, Bauen & Wohnen, Bayerisches Dachdeckerhandwerk Landesinnungsverband

Alle reden von Wetterextremen, die künftig noch weiter zunehmen werden. Dabei ist das Dach eines Hauses schon immer „Wetterextremen“ ausgesetzt...

Salamander-Gruppe auf der BAU in München - Nachhaltige Profillösungen rund ums Haus

, Bauen & Wohnen, Salamander Industrie-Produkte GmbH

Mit zukunftsorientierten Profillösungen im Fenster-, Tür- und Outdoorbereich präsentiert sich die Salamander Industrie- Produkte Gruppe (www.sip-windows.com),...

Disclaimer