Dienstag, 06. Dezember 2016


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Dialogforum Bauqualität in der Praxis

Staatsminister Jürgen Banzer lobt Erfolge im Arbeitsschutz

(lifePR) (Wiesbaden, ) Im Rahmen des INQA Netzwerkes "Gutes Bauen in Hessen" veranstaltete die Ingenieurkammer Hessen (IngKH) in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammern (ARGE) am 10. November 2009 im Meistersaal der Handwerkskammer Wiesbaden das Dialogforum "Bauqualität in der Praxis". Ziel aller 15 Netzwerkpartner ist es, die Qualität des Bauprozesses sowie der Arbeitsgestaltung wesentlich zu verbessern.

In seiner Begrüßung betonte der Präsident der Handwerkskammer Wiesbaden, Klaus Repp, dass Qualität am Bau bereits mit der Ausbildung anfange. Qualität sei vorrangig durch Qualifizierung erreichbar und diese wiederum sichere den umfangreichen Arbeitsschutz im Handwerk. Er würdigte die Zusammenarbeit des Netzwerkes Gutes Bauen in Hessen für die fachliche Mitarbeit, den regen Austausch der unterschiedlichen Fachkompetenzen und die Bündelung der Kräfte, durch die sich neugestaltete Organisationsstrukturen sowie Arbeitsund Geschäftsabläufe ergeben.

Staatsminister Jürgen Banzer vom Hessischen Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit informierte über die Erfolge im Arbeitsschutz, betonte jedoch, dass Arbeitsschutz jeden Tag aufs Neue, gerade bei den vielen am Bau Beteiligten, erarbeitet werden müssen. Eine wichtige Unterstützung stelle deshalb die gute Kooperation im Netzwerk Gutes Bauen in Hessen dar, in dem die Grundidee der Sozialpartnerschaft auf alle Baupartner erweitert sei. Gutes Bauen hänge auch mit sicherem Bauen zusammen. Dies erfordere eine gute und sorgfältige Planung. Der Minister bestätigte den guten internationalen Ruf der deutschen Ingenieure und Handwerker und forderte, neben der Sicherung der Bauqualität auch die Wirtschaftlichkeit und den Arbeitsschutz nicht aus den Augen zu verlieren.

Der Vizepräsident der Ingenieurkammer Hessen, ÖbVI Dipl.-Ing. Jürgen Wittig betonte ebenfalls die Wichtigkeit des Netzwerkes für die Erarbeitung umfassender Arbeitsschutzmaßnahmen.

Er verwies auf die Notwendigkeit der Kommunikation und der Kooperation, die für die Qualitätssteigerung der Bauprozesse erforderlich seien. Ein solches Dialogforum gebe die Möglichkeit zur Wissensvermittlung und zum Erfahrungsaustausch des Netzwerkes Gutes Bauen in Hessen.

Das umfassende Vortragsprogramm war vielseitig und wurde moderiert von Dipl.-Ing. Ingolf Kluge. Er ist Mitglied des Vorstands der Ingenieurkammer Hessen und selbst ein erfahrener Koordinator und ö. b. u. v. Sachverständiger. Dr. Sebastian Schul vom Hessischen Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit fasste die positiven Erfahrungen des Netzwerks Gutes Bauen in Hessen in einem gemeinsamen regionalen Handlungskonzept zusammen, dass vor allem auf das gemeinsam von allen Partnern genutzte Praxisinstrument CASA-bauen aufbaut. Gemeinsam mit Herrn Dipl.-Ing. Ingolf Kluge folgte ein Vortrag über die enorme Wichtigkeit von Kommunikation im Netzwerk aller am Bau Beteiligten. In der Diskussion hierzu wurde deutlich, dass sich auch die unmittelbaren Kooperationen der verschiedenen Institutionen "vor Ort" in der Praxis in Hessen und Rheinland-Pfalz sehr bewährt.

Ursula Behrendsen, Juristin der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft, informierte über die Novellierung im Arbeitsschutzrecht. Das nunmehr darin verankerte Schutzzielprinzip führt einerseits zu deutlich mehr Gestaltungsfreiheit bei Arbeitgebern, andererseits aber zunächst auch zu großen Verunsicherungen. Frau Behrendsen gab Anhaltspunkte, wie damit umzugehen sei.

Rudi Clemens, Sicherheitsfachkraft eines mittelständigen Bauunternehmens und Vertreter der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt berichtete am Beispiel der Rundumsicht bei Erdbaumaschinen über den aktuellen Stand der Technik und wie dieser bei der Arbeitsvorbereitung und der Nutzung von Maschinen und Geräten zu berücksichtigen sei. In einem abschließenden Vortrag gab Dipl.-Ing. Ingolf Kluge einen Überblick zu den aktuellen Veränderungen der im Gerüstbau zu beachtenden Vorschriften und Normen.

Die anregend geführte Diskussion zeigte die große Aktualität der vorgestellten Themen. Des Weiteren wurde die erforderliche Qualifikation der Verantwortlichen im Arbeitsschutz, die Sinnhaftigkeit der seitens der Unternehmer zu erstellenden Gefährdungsbeurteilungen und die weiter notwendige Sensibilisierung der Bauherren erörtert.

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