Sonntag, 04. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 531220

ZVG und IVG vereinbaren Kooperation zum Thema Torf

(lifePR) (Ratingen, ) Zur IPM in Essen trafen sich Vertreter des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG) e.V. und des Industrieverbandes Garten (IVG) e.V., um ein gemeinsames Vorgehen zur anhaltenden Diskussion um den Rohstoff Torf vorzustellen und mit den anwesenden Substratherstellern zu diskutieren.

Vielfach, so stellen die Verbände übereinstimmend fest, herrscht auf Anwenderseite, bei Medien, Naturschutzgruppen und auch Politik nur ein ungefähres Wissen über den bis dato unverzichtbaren Torfeinsatz in gärtnerischen Kultursubstraten. Erst kürzlich hatte sich der ZVG eindeutig zu Torf als wichtigem Rohstoff in Kultursubstraten positioniert, um dem modernen Erwerbsgartenbau ein Höchstmaß an Kultursicherheit zu ermöglichen. Alternative Ausgangsstoffe, die geeignet sein können, Torf in größeren Anteilen zu ersetzen, sind bis dato am Markt nicht ausreichend verfügbar. Aus diesem Grund sind zwar Minderungen des Torfanteils in Ansätzen möglich und werden auch beworben. "Um jedoch bei gesicherter Qualität einen signifikanten Anteil des Marktvolumens von 7,3 Mio m³ zu ersetzen, fehlen schlicht die verfügbaren Mengen an Holzhackschnitzel, Kompost, Rinde und Co.", so der IVG in seinen Ausführungen. Auch werde bereits seit vielen Jahrzehnten der Torfabbau nur auf bereits degenerierten Moorflächen betrieben, so dass keine lebenden Moore zerstört würden und aufgrund der Wiedervernässung nach der Torfgewinnung Flächen zurückblieben, die sich wieder zu wachsenden Mooren entwickeln könnten.

In der weiteren gemeinsamen Vorgehensweise werden sich beide Seiten an den Zahlen, Daten und Fakten, die der IVG im Rahmen seiner Markterhebungen einbringt, orientieren. Der ZVG nutzt sein weit verzweigtes Netzwerk für die gemeinsame Arbeit. Beide Verbände sehen ihre Verpflichtung in der Zusammenarbeit darin, Politik und weitere Interessengruppen über Hintergründe aufzuklären und parallel die Verfügbarkeit geeigneter Ausgangsstoffe zu erhöhen. So werden zukünftig die Möglichkeiten zur Verwendung alternativer Ausgangsstoffe in Arbeitsgruppen ausgelotet. Auch hier ist es Zielsetzung, die gärtnerische Produktion mit geeigneten Kultursubstraten abzusichern.

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