Montag, 05. Dezember 2016


IHK-Einzelhandelsatlas neu aufgelegt: Fläche für Lebensmittel seit 2002 um 60 Prozent gestiegen

(lifePR) (Siegen, ) Zum vierten Mal legt die Industrie- und Handelskammer Siegen (IHK), zuletzt 2002, ihren Einzelhandelsatlas auf. Dieser umfasst umfangreiche Daten über die regionale Einzelhandelsstruktur, insbesondere alle Einzelhandelsbetriebe ab 800 qm Verkaufsflächen. Der großflächige Einzelhandel betreibt aktuell über 440.000 qm. Das sind knapp 80.000 qm mehr als vor acht Jahren. Den größten Flächenanteil besitzt dabei der Nahrungs- und Genussmittelhandel einschließlich Gesundheits- und Körperpflege. Dieses Segment hat damit die Baumärkte (111.097 qm) auf Platz zwei verdrängt.

"Der in den letzten 20 Jahren dominierende Trend hin zur grünen Wiese ist gestoppt. Immer mehr großflächige Einzelhandelsbetriebe haben sich in den Innenstädten und Ortszentren angesiedelt. Die Zentren wurden dadurch belebt", kommentierte IHK-Hauptge­schäftsführer Franz J. Mockenhaupt die Ergebnisse. Das ist auch stadtentwicklungspolitisch so gewollt: Dahinter stehen die Vorschriften des neuen Landesentwicklungsprogramms (§ 24 a LEPro). Danach ist großflächiger Einzelhandel mit zentrenrelevan­ten Produkten nur noch in den Innenstädten und Ortsmitten zulässig. Im IHK-Bezirk ist der Flächenanteil auf der grünen Wiese an der Gesamtfläche der großflächigen Einzelhandelsbetriebe seit 2002 von 74 % auf 62 gesunken.

Die Daten zeigen auch einen deutlichen Zusammenhang zwischen dem Zuwachs der großen Einzelhandelsflächen und einer gestiegenen Kaufkraftbindung auf. In elf von 18 Kommunen ist dieser Zusammenhang eindeutig feststellbar. Nur in sechs Kommunen war das nicht der Fall. "Eine höhere Bindung der Kaufkraft bedeutet aber nicht immer auch eine Stärkung der Ortsmitte. In den Städten Freudenberg und Kreuztal haben an erster Stelle großflächige Standorte in Randgebieten zu der größeren Kaufkraftstärkung geführt", erläutert Mockenhaupt. Es geht auch anders: Wie die Beispiele der Städte Siegen, Netphen, Attendorn, Olpe und Lennestadt zeigen, führen ebenso Investitionen in innerstädtischen Lagen zu einer Verbesserung der Einzelhandelszentralität. In diesen Kommunen verringerte sich von 2002 bis heute der Flächenanteil der Verkaufsflächen auf der "Grünen Wiese" und die Ortszentren holten auf.

Im gesamten IHK-Bezirk haben vor allem die großflächigen Discount- und Supermärkte zugelegt. Das zeigt auch für unsere Region den Trend hin zu immer mehr preisorientierten Märkten mit einem breiten Angebot.

Der Einzelhandelsatlas ist ein Nachschlagewerk, das sich nicht nur an Einzelhändler, sondern auch an Entscheidungsträger aus Politik und Verwaltung wendet. Er ist mit seinem umfangreichen Zahlenmaterial auch für Investoren eine nützliche Quelle. Er beruht auf Daten, die die IHK u.a. bei den Städten und Gemeinden erhoben und ausgewertet hat. Erstmals werden auch die "Zentralen Versorgungsbereiche" der Kommunen erfasst. Alle großen und aktiven Einzelhandelsbetriebe sind systematisch nach Kommunen, Betriebstypen und Warengruppen ausgewiesen. Der erste Einzelhandelsatlas erschien 1989.

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