Freitag, 09. Dezember 2016


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Hochschulrektor überzeugte die Unternehmer mit schlüssigem Reformkonzept

(lifePR) (Siegen, ) Dynamisch, engagiert und auch im Detail äußerst sachkundig: So präsentierte sich der neue Rektor der Universität Siegen, Prof. Dr. Holger Burckhart, als Gast der Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer Siegen (IHK). In einer eindringlichen Rede machte er auf unentbehrliche Strukturreformen an der heimischen Hochschule aufmerksam. Diese möchte Burckhart schon Ende des Jahres 2010 umgesetzt haben.

"250 Professoren, 300 Wissenschaftliche Mitarbeiter und 500 Beschäftigte im Bereich von Technik und Verwaltung. Das sind eindeutig zu viele Häuptlinge und zu wenig Indianer", zog der neue Hochschulrektor Bilanz. "Wir sind mehr als gut mit Personal im Bereich der Professuren ausgestattet. Im Gegensatz dazu scheinen unsere Zahlen aber nicht unbedingt erfreulich." Burckhart bemängelt unter anderem die geringe Promotionsquote. Während in Nordrhein-Westfalen auf jeden Professor pro Jahr durchschnittlich 1,5 Promotionen kommen, liegt die Zahl in Siegen bei 0,25. Auch die Masterquote ist dem promovierten Philosophen zu niedrig. Sie liegt in Siegen bei 6 Prozent, im Landesdurchschnitt hingegen bei 15.

Burckhart zog gegenüber den IHK-Vollversammlungsmitgliedern eine schonungslose Bilanz. Er möchte die offensichtlichen Mängel mit Hilfe eines Drei-Punkte-Konzepts beheben, um die Universität wettbewerbsfähig zu machen. Dabei sollen erfolgreich Nischen besetzt werden, wie es zum Beispiel die Hochschulen Konstanz und Maastricht schon heute tun. Neben der "internationalen Sichtbarkeit" und wissenschaftlichen Excellenz setzt Burckhart auf eine innovative Studiengestaltung und ein modernes Campus-Management. Zur Umsetzung sollen spezielle Forschungs-Leitideen beitragen. Sie sieht der Rektor in den Bereichen "Sensorik" und "zivile Sicherheit" fest verankert.

Den Unternehmern versicherte Prof. Burckhart, dass in seinem Konzept die Verbindung zur Wirtschaft - auch zur regionalen - einen hohen Stellenwert einnehme. Schon allein deshalb, weil auch die Drittmittelquote der Universität, die sich auch aus der Zusammenarbeit von Hochschule und Wirtschaft speise, derzeit viel zu gering sei. Er plane dem Bereich Technologietransfer im Übrigen einen besonderen Stellenwert durch ein eigenes Prorektorat zu geben.

Schonungslose Zahlen und ein innovatives Konzept, das bei den Unternehmern der Vollversammlung auf absolute Begeisterung stieß. IHK-Präsident Klaus Vetter ermutigte den Rektor, den geplanten Weg weiter zu beschreiten, um die Existenz der Universität Siegen auch für die Zukunft zu sichern.

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