Sonntag, 04. Dezember 2016


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Chinas Börseneinbruch zeigt bisher keine Auswirkungen auf die heimische Wirtschaft

(lifePR) (Siegen/Olpe, ) Der Einbruch an Chinas Börsen wirkt sich bisher nicht negativ auf die heimische Wirtschaft aus. Die Industrie- und Handelskammer Siegen (IHK) hat in ihrem Bezirk ein Stimmungsbild der Betriebe eingeholt, die in China tätig sind. Darunter sind sowohl Betriebe des Maschinen- und Anlagenbaus, als auch der Kfz- Zulieferindustrie. Fazit: Die Unternehmen sehen in der aktuellen Entwicklung vor allem die überfällige Korrektur einer zu rasanten Entwicklung. Nach wie vor wächst Chinas Wirtschaft überdurchschnittlich, sie hat allenfalls an Dynamik verloren. Der ohnehin gegebene Anpassungsdruck wird jedoch durch die Börsenentwicklung verstärkt. Der chinesische Markt spielt in der Absatzplanung und für das Wachstum der heimischen Unternehmen weiterhin eine große Rolle.

Durch die Kurskorrekturen auf den Aktienmärkten droht einem Teil der dortigen Anleger nun die Zahlungsunfähigkeit. Sie scheiden auf der Nachfrageseite aus. Wie viele Anleger betroffen sind, ist offen. Ob deshalb Autokäufe unterbleiben, ist noch nicht absehbar. Dass dies in nennenswertem Umfang der Fall sein könnte, diese Gefahr sehen zumindest die heimischen Zulieferer der Automobilindustrie nicht. Hugo Bischopink, Geschäftsführer der Finnentroper Fischer und Kaufmann GmbH und Co. KG: "Es kann zwar sein, dass Teile des Mittelstandes dort in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten und dadurch die Nachfrage nach Automobilen sinkt. Bisher spüren wir davon jedoch noch nichts. Das Geschäft läuft ohne Störungen."

Dennoch berichten die befragten Unternehmen von einer in den letzten Jahren nachlassenden Wachstumsdynamik der chinesischen Wirtschaft. Dieter Kapp von der Graebener Group in Netphen: "Wir haben den Eindruck, dass die Investitionsfreude in China seit einiger Zeit nachlässt. Vermutlich werden die dortigen Unternehmen nicht mehr hinreichend mit Kapital ausgestattet. Bereits geplante Projekte werden einfach nicht freigegeben, Investitionsmittel nur noch zurückhaltend und vorsichtig bereitgestellt. Wir merken das vor allem im Segment der Windenergie." Auf das schwieriger werdende Finanzierungsumfeld weist auch der Geschäftsführer der Achenbach Buschhütten GmbH & Co. KG, André Barten, hin: "Die Kreditvergabe wird zentral gesteuert, Produktionslizenzen werden teilweise nicht mehr neu erteilt. Im Ergebnis wächst damit die Unsicherheit bei unseren chinesischen Partnern." Einzelne Unternehmen haben in den letzten Jahren bereits Umsatzeinbußen in Kauf nehmen müssen. Besondere Probleme gibt es im Stahlbereich, der zwar einen hohen Modernisierungsbedarf aufweist, aber gleichzeitig von massiven Überkapazitäten geprägt ist.

Etliche Unternehmen im IHK-Bezirk waren bereits früh in China tätig, einzelne sogar seit Ende der 60er Jahre. So konnten sie an dem wirtschaftlichen Aufschwung Chinas teilhaben, das in einem Zeitraum von 20 Jahren ein Vielfaches seiner ursprünglichen Wirtschaftskraft erreicht hat. Einige Betriebe realisierten in diesen Jahren hohe Umsatzsteigerungen. Die derzeitige Entwicklung bedeutet für sie nicht mehr als eine Abkühlung auf hohem Niveau. Christian Hermann von der Drolshagener KRAH-Gruppe: "Wir sind in China verhältnismäßig stark gewachsen. Unsere Entwicklung verlief zu rasant, als dass man eine ungehemmte Fortsetzung hätte erwarten können. Wir hoffen, unser hohes Niveau mittelfristig stabilisieren und weiter ausbauen zu können - wenn auch vermutlich nicht mehr mit den hohen Wachstumsraten der Vergangenheit."

Einige der großen heimischen Industrieunternehmen sind auch mit Standorten in China vertreten. Die Unternehmen haben in aller Regel ihr Vertrauen in eine positive Entwicklung in China nicht verloren. Sie setzen im Rahmen ihres Wachstums weiterhin auf den Standort, der für viele zugleich der Ankerpunkt für weitere Aktivitäten in Asien darstellt, wie Siegfried Koepp von der in Wenden beheimateten elexis AG betont: "Wir sehen nicht allein den chinesischen Markt, sondern lenken unsere Aufmerksamkeit von dort aus auch auf die benachbarten Märkte, etwa in Vietnam. Auch dort werden Anlagen gebaut."

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