Sonntag, 04. Dezember 2016


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Campingunternehmen in Westbrandenburg ziehen sehr gute Bilanz

Herbstbefragung der IHK Potsdam zum Tourismus: Sommersaison trotz Krise erfreulich, Blick in die Zukunft verhalten optimistisch

(lifePR) (Potsdam, ) Zu den Gewinnern der vergangen Tourismussaison können sich auf jeden Fall die Campingunternehmen zählen. Das ist das Ergebnis der aktuellen Tourismus-Konjunkturumfrage der IHK Potsdam, die im Herbst 2009 unter den touristischen Leistungsträgern in Westbrandenburg durchgeführt wurde. "Die aktuelle Lage der Tourismuswirtschaft in Westbrandenburg ist besser als erwartet: Die touristischen Leistungsträger im Land Brandenburg ziehen insgesamt eine positive Bilanz aus der Sommersaison 2009. Jedoch gibt es auch hier ein differenziertes Bild angesichts der immer noch sehr angespannten wirtschaftlichen Lage. Zu den Gewinnern zählen klar die Campingunternehmern. Offenbar versuchen die Touristen auf diese Weise, die Urlaubskasse begrenzt zu halten." Das sagt Dr.-Ing. Victor Stimming, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam. "Die Nachfrage im Inland stieg mit der Krise zu Lasten der Auslandsnachfrage", so der Präsident. Insgesamt 80 Prozent aller Befragten Campingunternehmer gaben an, eine gute Saison absolviert zu haben. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es 86 Prozent, die lediglich von befriedigenden Ergebnissen sprachen.

Dies belegen auch die aktuellen Ergebnisse des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg. Danach haben die Campingunternehmen im Land Brandenburg bis September 2009 einen Gästezuwachs von 12,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen können. Der überwiegende Teil der Gäste kam aus dem Inland. Ca. 7,2 Prozent der 272.585 Gäste kamen allein im September auf die Campingplätze. Damit konnten die Campingbetriebe durchaus von dem geänderten Reiseverhalten hin zum Urlaub in der Heimat profitieren.

Von den Beherbergungsbetrieben waren 86 Prozent der Befragten mit dem Geschäftsjahr zufrieden. Mit einer durchschnittlichen Zimmerauslastung von 46,6 Prozent ist das sogar etwas besser als im Vorjahr (2008: 44,5 Prozent). Zu Jahresbeginn waren die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise insbesondere durch den Rückgang bei Geschäftsreisen spürbar. Die ländlich geprägten Beherbergungsbetriebe mit vorwiegend Individualtourismus konnten dagegen von dem geänderten Reiseverhalten hin zum Urlaub in der Heimat profitieren. Die Gastronomie verzeichnete eine stabile Geschäftslage. Das Ausgabeverhalten der Gäste ist im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben. So antworten noch rund 78 Prozent der befragten Unternehmen, dass die Ausgaben der Kunden gesunken oder gleich geblieben sind, nur 22 Prozent konnten gestiegene Kundenausgaben verzeichnen.

Wintersaison auf stabilem Niveau

Zum Zeitpunkt der Befragung blicken die Unternehmer im Gastgewerbe größtenteils optimistisch in die Zukunft. Rund 20 Prozent der Befragten hoffen auf eine günstigere Geschäftslage in der nächsten Saison, und bewegen sich damit auf einem stabilen Vorjahresniveau. So rechnen ca. 60 Prozent mit einer gleich bleibenden Geschäftslage. Die Lage am Arbeitsmarkt bleibt weiterhin angespannt. Immerhin rund 11 Prozent der befragten Unternehmen planen Neueinstellungen in der nächsten Saison. Die Investitionsneigung der Unternehmen ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Rund 57 Prozent (Vorjahr: 55 Prozent) der Unternehmen planen gleich bleibende und zunehmende Investitionen.

Polarisierung der Tourismusunternehmen nimmt weiter zu

Der Wettbewerbsdruck steigt auch unter den touristischen Leistungsträgern an. Es zeigt sich immer deutlicher, dass die Tourismuswirtschaft in Brandenburg von einer zunehmenden Polarisierung gekennzeichnet ist: Auf der einen Seite gibt es engagierte und leistungsstarke Unternehmen, die sich kontinuierlich um Qualitätssicherung, Qualifizierung, Innovation und Kundenorientierung bemühen und dadurch erfolgreich am Markt agieren. Diese Unternehmen machen rund 27 Prozent der Befragten aus. Sie geben an, mehr Gewinn zu erwirtschaften und stellen ein gleich bleibendes Ausgabeverhalten der Gäste fest. Zudem planen sie, ihre Belegschaft zu halten sowie weitere Investitionen zu tätigen. Die Anzahl dieser erfolgreichen Unternehmen gilt es weiter zu steigern.

Auf der anderen Seite gibt es jedoch noch zu viele Betriebe, die beim Bestehenden verharren, Qualität und Angebot nicht weiterentwickeln und veränderte Kundenbedürfnisse nicht berücksichtigen. Diese Betriebe werden in Zukunft verstärkt Anstrengungen unternehmen müssen, um sich weiter am Markt behaupten zu können.

Schlechtere Aussichten für Reiseveranstalter und Reisebüros

Die Geschäftslage der Reisebüros und Reiseveranstalter hat sich im Vergleich zur Vorjahressaison verschlechtert. Insgesamt ist die Anzahl der Betriebe, die die Situation als gut einschätzen, im Vergleich zum Vorjahr aber konstant geblieben. Die Zahl der gebuchten Reisen ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei 65 Prozent der befragten Unternehmen zurück gegangen, bei nur 15 Prozent der Unternehmen ist sie unverändert geblieben.

Gespart haben im Sommerhalbjahr insbesondere die Geschäftsreisenden: Im Jahr 2008 sprachen ein Fünftel der Reisebüros noch von guten Steigerungsraten. Jetzt reden 35 Prozent vom Rückgang - von Steigerung ist keine Rede mehr.

Auch die "normalen" Touristen gaben nicht mehr so viel aus wie im Jahr zuvor. Die Zahl der gebuchten Reisen ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum insbesondere ins Ausland deutlich gesunken. Die Reisen ins Inland sind dagegen weniger zurückgegangen. So mussten rund 62 Prozent der befragten Reisebüros Einbußen hinnehmen. Nur 22,2 Prozent meldete gestiegene Gewinne. Im Vorjahr waren es noch rund 25 Prozent.

Von der nächsten Saison erwartet die Branche wieder etwas bessere Geschäfte als im Vorjahr. Immerhin 11 Prozent der befragten Reisebüro-Unternehmen rechnen mit einer besseren Geschäftslage und 56 Prozent mit einer stabilen Entwicklung. Die Preise werden bei 64 Prozent der Reisebüros und -veranstalter in der nächsten Saison gleich bleiben, rund 16 Prozent werden die Preise senken. Dennoch wollen 16 Prozent der befragten Unternehmen Investitionen tätigen. Die Beschäftigungssituation wird voraussichtlich stabil bleiben: Rund 90 Prozent der befragten Betriebe werden ihre Zahl der Mitarbeiter konstant halten.

Befragung

An der aktuellen Saisonumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam beteiligten sich im Oktober 2009 insgesamt 200 touristische Leistungsträger. Nachgefragt wurden die konjunkturelle Lage und die Erwartungen im IHK-Bezirk Potsdam. Differenziert wurde dabei nach Unternehmen des Gastgewerbes (Hotellerie und Gastronomie) sowie des Reisegewerbes (Reisebüros, Reisevermittler).

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