Mittwoch, 25. Januar 2017


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IHK: Zahl der Ausbildungsabbrüche unter Bundesdurchschnitt

(lifePR) (Osnabrück, ) Bundesweit wird jedes fünfte Ausbildungsverhältnis vorzeitig gelöst. Im IHK-Bezirk Osnabrück-Emsland fällt diese Quote mit 16,6 % deutlich niedriger aus. Dennoch will die IHK diese Zahl weiter senken. "Wenn weniger Jugendliche die Schulen verlassen, müssen mehr Schulabgänger als bisher in die Lage versetzt werden, eine Ausbildung erfolgreich zu Ende zu bringen", erklärte IHK-Hauptgeschäftsführer Marco Graf. Ausbildungsabbrüche führten für die Auszubildenden zu einem verzögerten Einstieg in das Berufsleben. Gleichzeitig verursachten sie in den Unternehmen hohe Kosten.

Die IHK stellte jetzt die Ergebnisse einer Studie vor, die von der Forschungsgruppe Berufsbildungsforschung (IBB) der Universität Bremen im Auftrag der IHK durchgeführt wurde. Von hohen Lösungsquoten im IHK-Bezirk sind besonders das Gastgewerbe (33,4 %), der Handel (16,2 %) sowie der Bereich Transport und Verkehr (13 %) betroffen.

"Die Abbrecher sind für die Berufsausbildung nicht verloren", betonte Prof. Felix Rauner, Leiter des IBB. Knapp die Hälfte der Jugendlichen nehme später die Ausbildung in einem anderen Betrieb auf, ein Viertel setze den Bildungsweg in Schule bzw. Hochschule fort. Nach den Studienergebnissen war ein Viertel der befragten Auszubildenden nach der Vertragslösung zunächst ohne Ausbildung berufstätig oder arbeitslos.

Rund die Hälfte der Auszubildenden und gut ein Drittel der Betriebe gaben an, dass die Lösung hätte verhindert werden können. Hier will die IHK ansetzen. "Wir bieten unseren Ausbildungsbetrieben dazu entsprechende Analyseinstrumente und zusätzliche Beratungen an", erläuterte Marco Graf. Verbessert werden soll auch das Kommunikations- und Konfliktmanagement zwischen Auszubildenden und Ausbildern. So sollen z. B. Senior-Berater die Jugendlichen begleiten.

"Der Anteil derjenigen Auszubildenden, die ihre Ausbildung bereits während der Probezeit abbrechen, ist mit 62 % sehr hoch. Dies belegt, dass die Jugendlichen auf ihre Ausbildung unzureichend vorbereitet werden", betonte Prof. Rauner. Zudem würden Schule und Arbeitswelt häufig als getrennte Welten erlebt. Diese Distanz sei für viele Schulabgänger offenbar so groß, dass der Anpassungsdruck sie überfordere. Dem könne nur mit einer neuen Lernkultur begegnet werden, die auf eine möglichst frühzeitige Berufsorientierung in der Schule setzt.

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