Sonntag, 04. Dezember 2016


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Hochschulen setzen auf Vernetzung

Enge Zusammenarbeit in Forschung, Lehre und Verwaltung

(lifePR) (Nürnberg, ) Die acht Hochschulen in Mittelfranken wollen ihre Zusammenarbeit deutlich ausbauen. In der aktuellen Potenzialanalyse "Mehrwert durch Netzwerk" zeigen sie konkrete Ansätze für eine engere Kooperation auf. Koordiniert wurde die Initiative von der Interessengemeinschaft Hochschulen Region Nürnberg (igh), bei der die IHK die Federführung inne hat.

Intensiver wissenschaftlicher Austausch, stärkere Zusammenarbeit bei der Lehre und Optimierung des Technologietransfers in die Wirtschaft: Dies sind wesentliche Ziele der Initiative, so Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske (Präsident der Universität Erlangen-Nürnberg) und Prof. Dr. Michael Braun (Präsident der Ohm-Hochschule Nürnberg). Nach Aussage von IHK-Präsident und igh-Vorsitzendem Dirk von Vopelius wollen sich die Hochschulen mit diesem Ansatz zudem noch stärker als Partner für die regionale Entwicklung der Wirtschaftsregion Nürnberg profilieren. Deutlich werde dies u.a. dadurch, dass sich das Konzept an den Kompetenzfeldern des regionalen Entwicklungsleitbildes orientiere (Verkehr und Logistik, Information und Kommunikation, Medizin und Gesundheit, Energie und Umwelt, Neue Materialien sowie Automation und Produktionstechnik).

In der Interessengemeinschaft Hochschulen Region Nürnberg (igh) arbeiten alle acht Hochschulen in Mittelfranken aktiv mit: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg, Hochschule Ansbach, Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, Evangelische Hochschule Nürnberg, Augustana Hochschule Neuendettelsau, Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg und Hochschule für Musik Nürnberg. Es ist wesentliche Aufgabe der igh, der auch Vertreter aus Politik und Wirtschaft angehören, Fragen der Hochschulpolitik abzustimmen und dadurch das Forschungspotenzial der Region zu verbessern. Laut von Vopelius gewinnt diese Abstimmung auch deshalb an Bedeutung, weil sich die Region damit in übergeordneten Fragen der Forschungspolitik mehr Gehör verschaffen kann. Als Beispiel nennt er die Cluster-Politik der Bayerischen Staatsregierung.

Die acht Hochschulen zeigen in der Potenzialanalyse, dass sie ihre Zusammenarbeit intensiv vorantreiben. Sowohl die Universität Erlangen-Nürnberg als auch die Hochschulen weisen durch ihre fächerübergreifenden Forschungsschwerpunkte und Zentren einen hohen Grad der Vernetzung auf. So unterhält beispielsweise die Universität zwölf interdisziplinäre Zentren und fünf Zentralinstitute. Gezielt wird auch die Zusammenarbeit mit außeruniversitären Einrichtungen wie z.B. Bayerisches Laserzentrum (BLZ), Fraunhofer-Institute (IIS und IISB) und Max-Planck-Institut ausgebaut. Die Fraunhofer-Institutsleiter sowie die Leiter von Max-Planck-Institut und BLZ sind zugleich Lehrstuhlinhaber der Universität. Auch der Exzellenz-Cluster "Engineering of Advanced Materials" und die Exzellenz-Graduiertenschule für Advanced Optical Technologies sind Beispiele für eine Zusammenarbeit der Hochschulen. Die Anwenderzentren, bei denen Wissenschaftler verschiedener Disziplinen und Hochschulen zusammenarbeiten, sind für die regionale Wirtschaft u.a. bei der Entwicklung von Prototypen bedeutsam (z.B. Neue Materialien Fürth GmbH, Fürth). Die Ohm-Hochschule Nürnberg bündelt ihre Potenziale in fünf hochschuleigenen Instituten sowie in zwei sogenannten An-Instituten und ist eng mit der regionalen Wirtschaft verflochten.

Die Kooperation bezieht sich nicht nur auf Forschung und Wissenstransfer, sondern auch auf die Lehre, wie beispielsweise der Master-Studiengang "Energiemanagement und Energietechnik" zeigt, der von den Hochschulen Ansbach, Nürnberg und Triesdorf gemeinsam durchgeführt wird. Die Evangelische Hochschule Nürnberg pflegt neben der Zusammenarbeit mit den Hochschulen in Nürnberg und Neuendettelsau und mit der Universität Erlangen-Nürnberg Kooperationen mit Partnern aus Wohlfahrtspflege, Kirchen und Kommunen. Ansatzpunkte für eine noch stärkere Abstimmung ergeben sich auch, um die Internationalisierung der regionalen Hochschulen voranzutreiben: Hier geht es um Zentren, die sich wissenschaftlich mit bestimmten Ländern und Weltregionen beschäftigen, aber auch um praktische Fragen wie Aufenthaltsrecht und Arbeitserlaubnis für ausländische Studenten und Wissenschaftler.

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