Dienstag, 17. Januar 2017


IHK kritisiert: Noch kein flächendeckender Zugang zu schnellen Datenwegen in der Region

(lifePR) (Pforzheim, ) Gestern wurden von der Bundesnetzagentur die durch das Abschalten des analogen Rundfunks freigewordenen Funkfrequenzen unter vier großen Mobilfunkunternehmen versteigert. Die IHK Nordschwarzwald begrüßt grundsätzlich die Entscheidung von Bund und Ländern, diese Funkfrequenzen für mobiles Breitbandinternet freizugeben. Ein Teilbereich der sogenannten Digitalen Dividende eignet sich besonders für eine kurzfristige Grundversorgung ländlicher Räume mit funkbasierten Breitbandanschlüssen. Die aktuell vergebenen Frequenzen müssen nun rasch genutzt werden.

Die IHK fordert Netzbetreiber, Mobilfunkunternehmen und Kommunen auf, einen flächendeckenden Zugang zu einer modernen, leistungsfähigen und kostengünstigen Telekommunikations-Infrastruktur prinzipiell sicher zu stellen und dadurch Standortnachteile für die ansässigen Unternehmen zu verhindern. Breitband ist aber nicht nur ein kritischer Inputfaktor für betriebliche Prozesse, sondern auch Voraussetzung für die Teilhabe der Bevölkerung an Wissen und Bildung sowie für die digitale Präsenz des Staates mit seinen E-Government-Dienstleistungen. Ohne Breitband werden die Bürger von der Informationsgesellschaft abgehängt.

Digitale Kluft verhindern

Um eine digitale Kluft zwischen Stadt und Land zu verhindern, muss nahtlos die Erhöhung der Bandbreiten über 1 MBit/s hinaus auch im ländlichen Raum anschließen. Hochgeschwindigkeitsnetze können dabei auf Festnetz- oder Funktechnologien basieren. Die Herausforderung wird nicht in der 50 MBit/s-Versorgung der Ballungsgebiete liegen, sondern in der kontinuierlichen Angleichung der Breitbandversorgung im ländlichen Raum und schlecht versorgter Randgebiete an das Niveau der Zentren.

Die Wirtschaft ist dringend auf schnelles Internet mit hohen Übertragungsraten angewiesen um wettbewerbsfähig zu sein. Leistungsfähige Datenwege sind für die Unternehmen heute genauso wichtig wie gute Straßenverbindungen. Obwohl sich die Breitbandversorgung in den vergangenen Jahren insgesamt positiv entwickelt hat, existieren in der Region noch zahlreiche unterversorgte Gebiete. Unzureichende Breitbandanbindungen führen nicht nur zu einer erschwerten Kundenakquise bzw. zu Kundenverlusten. Ohne leistungsfähige Breitbandanschlüsse wird eine Teilhabe der Unternehmen an produktivitätsrelevanten Trends beim Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnologien wie webbasierte Services, Telearbeit, Vernetzung der Produktionsprozesse etc. erschwert bzw. völlig unmöglich.

Regionale Breitbandstrategien aufsetzen

Keine Lösung für die Kommunen ist, auf den flächendeckenden Glasfaserausbau zu warten und deshalb vorerst jede Initiative zu unterlassen. Vielmehr ist in einem ersten Schritt nach einer 'kleinen' kurzfristigen Lösung zu suchen, mit der bestehende Versorgungslücken geschlossen werden können. Gleichzeitig muss der weitere Ausbau mit Hochgeschwindigkeitsnetzen geplant werden. Neue Gewerbegebiete müssen in jedem Fall angebunden sein. Aber auch bestehende Gewerbegebiete und gewerbliche Agglomerationen abseits von Ballungsgebieten müssen an Breitbandinfrastrukturen angebunden werden.

Breitbandwegepläne erstellen

Ähnlich wie beim Ausbau von Straßen, z. B. beim Bundesverkehrswegeplan, sollten kommunale Breitbandwegepläne erstellt werden. Um für Netzanbieter günstige Investitionsbedingungen zu schaffen, sollten sich kleinere Kommunen bei Bedarfserhebungen und Planungen regional abstimmen, am besten auf Landkreisebene.

Offenheit für Alternativen - IHK berät

Individuelle Lösungen vor Ort erfordern eine Bereitschaft der kommunalen Verantwortungsträger und der Nachfrager für kurzfristig machbare alternative Lösungen (z. B. Funk, Satellit) und eine genaue Prüfung, welche Lösungen der Markt hergibt. Die IHK Nordschwarzwald bietet hierzu sogenannte "Runde Tische" an, an denen in Kooperation mit den Gemeinden und Vertretern der verschiedenen Internet-Zugangstechnologien Satellit, Funk, Kabel, Glasfaser und DSL sowie mit betroffenen Unternehmen nach Lösungen für unterversorgte Standorte gesucht wird.

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