Mittwoch, 07. Dezember 2016


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Wohnungsbau in FrankfurtRheinMain stark rückläufig

(lifePR) (Frankfurt, ) "Die Nachfrage nach Wohnraum in Teilen der Region wird künftig nur schwer befriedigt werden können", sagte Dr. Mathias Müller, Präsident der IHK Frankfurt am Main. Denn in FrankfurtRheinMain würden immer weniger Wohnungen fertig gestellt, während die Zahl der Bevölkerung und die der Haushalte weiter zunimmt. Dies sind die Ergebnisse der Studie "Die Bau- und Immobilienwirtschaft in FrankfurtRheinMain" des IHK-Forums Rhein-Main und der IHK Frankfurt am Main. Während 1999 noch rund 24.000 Wohnungen fertig gestellt wurden, waren es 2008 nur noch gut 11.500 Wohnungen. In der gleichen Zeit stieg die Bevölkerung in der Region um 1,8 Prozent und in Frankfurt am Main um 3,3 Prozent. Die Anzahl der Haushalte nahm in FrankfurtRheinMain im Zeitraum zwischen 2000 und 2008 sogar um 4,8 Prozent zu.

Die Attraktivität der Region könnte jedoch nur erhalten werden, wenn allen Menschen interessanter Wohnraum angeboten wird. Die gescheiterte Internationale Bauausstellung hätte dazu einen Beitrag leisten können. Nun gelte es im Rahmen von Pilotprojekten Antworten auf die Herausforderungen im Wohnungsbaubereich zu finden. Ein Ansatzpunkt könnte die Entwicklung von lebensphasenunabhängigen Wohnmodellen mit neutralen Grundrissen sein. Eine Fokussierung auf Spezialimmobilien im Wohnsegment wäre im Zeichen des demographischen Wandels der falsche Weg. "Hier sind die Kommunen gefordert, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, um auch künftig im Metropolenwettbewerb punkten zu können", fordert Dr. Müller. "Weiterhin sind dringend Maßnahmen erforderlich, die das Bauvolumen wieder steigern: Denkbar sind die Wiedereinführung der degressiven AfA für Eigentumsbildung und die gezielte Familienförderung - auch für Familien mit höheren Einkommen. Um Wohnraum im Umland der Kernstädte ebenfalls attraktiv zu halten, bedarf es eines gut ausgebauten, bezahlbaren öffentlichen Personennahverkehrs. Auch die Erleichterung der innerstädtischen Nachverdichtung von Baulücken kann einen Beitrag dazu leisten", sagte Dr. Müller.

Insgesamt ist die Zahl der Wohngebäude in FrankfurtRheinMain zwischen 1999 und 2008 um 6,9 Prozent gestiegen. Dabei findet der Wohnungsbau vor allem außerhalb der Kernstädte statt: 2008 wurden 71 Prozent der Wohnungen außerhalb der Kernstädte fertig gestellt; in Frankfurt am Main wurden rund 16 Prozent aller Wohnungen der Region gebaut. "Dem Anstieg der Wohngebäude steht der Trend der rückläufigen Baugenehmigungen und die starke Veränderung der Haushaltsstruktur hin zu immer kleiner werdenden Haushalten gegenüber", sagte Dr. Müller. Während die Anzahl der Ein- bzw. Zweipersonenhaushalte von 2000 bis 2008 um 12,3 bzw. 7,3 Prozent gestiegen ist, ist die Anzahl der Dreipersonenhaushalte um 2,8 Prozent und die der Haushalte mit vier und mehr Personen um 9,1 Prozent gesunken. "Hinzu kommt, dass die Wohnfläche von 1999 bis 2008 um 8,4 Prozent zugenommen hat. Dies verstärkt die Engpässe beim Wohnraumangebot," sagte Dr. Norbert Reichold, Präsident des IHK-Forums Rhein-Main. Die durchschnittliche Wohnfläche in den Kernstädten wie Frankfurt und Darmstadt beträgt 72 Quadratmeter. Außerhalb der Kernstädte liegt sie bei 97,7 Quadratmetern.

Die Studie "Die Bau- und Immobilienwirtschaft in FrankfurtRheinMain" ist im Service Center der IHK Frankfurt erhältlich und steht unter www.frankfurt-main.ihk.de/immobilienstudie zum Download bereit.

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